"Tumuth un Yukwula"
"Tumuth un Yukwula", das "Land der Adler", ist ein erster und wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der Stiftung Wilderness International zum Schutz der westkanadischen Wildnis.
Das Projekt zum Naturschutz der Westküstenregenwälder Kanadas ist ein Partnerschaftsprojekt zwischen der Stiftung und den Cowichan Tribes, dem größten Indianervolk Westkanadas. Gemeinsam werden wir während der nächsten drei Jahre Naturschutzgebiete an strategisch wichtigen Punkten in diesem gefährdeten und ökologisch extrem vielfältigen Gebiet etablieren. Jedes Jahr engagieren sich in Kanada und Deutschland viele tausend Menschen und Schulen für diese Projekte und werden
Wildnispaten für "Tumuth un Yukwula" für die bedrohten Urwälder.
Schüler der Cowichan Tribes reisen nach Deutschland um bei uns über nachhaltige Naturschutz-Initiativen zu lernen und um Ihr Anliegen an Schulen und bei den Wildnisläufen vorzustellen. Deutsche Schüler reisen jeden Sommer nach Westkanada und bearbeiten dort gemeinsam mit Schülern der Cowichan Projekte, um Lösungen für den Naturschutz zu finden. Die Stiftung Wilderness International beginnt dieses Projekt 2010, als einen Beitrag für das von der UNO ausgerufene Internationale Jahr der Artenvielfalt.
Die Naturschutz-Expedition in die Westküstenregenwälder Kanadas verfolgt folgende wesentliche Ziele:
• Den Schutz des Ökosystems Westküstenregenwald und die Bewahrung des traditionellen Wissens der Cowichan-Indianer über ihre Beziehungen zu diesem Ökosystem. Die teilnehmenden Schüler vermitteln ihre persönlichen Erfahrungen bei diesem internationalen Umweltschutzprojekt an tausende ihrer Mitschüler und die Öffentlichkeit über Ausstellungen, Vorträge, und die Präsentation in Internet, Radio und Printmedien.
Wie möchten wir diese Ziele erreichen?
• Schüler aus Deutschland engagieren sich gemeinsam mit Schülern der Cowichan-Indianer als Umweltbotschafter für den Schutz dieser Region. Sie sind Gastgeber für die Schüler der Cowichan im Mai, nehmen gemeinsam an den Wildnisläufen für ein Naturschutzgebiet teil, arbeiten in interkulturellen Gruppen für wissenschaftliche, künstlerische und journalistische Projekte und reisen im Juli im Rahmen des Projektes nach Vancouver Island in die Regenwälder.
• Im Rahmen dieses Umweltbotschafter-Projektes erarbeiten wir Lösungsansätze für den Umweltschutz in den Urwäldern und praktische Ideen für Umweltprojekte im Cowichan Valley und in unserem persönlichen Umfeld. Die Ergebnisse der Naturschutzexpedition und Projektarbeiten stellen wir auf Wanderausstellungen an den beteiligten deutschen und kanadischen Schulen, im Internet, in der Presse und bei Vorträgen vor.
• Die Einrichtung des Naturschutzgebietes Tumuth un Yukwala (Land der Adler) in einem unberührten Regenwaldareal, welches viele tausend Wildnispaten gemeinsam möglich machen. Dafür engagieren sich Schüler und naturbegeisterte Menschen in Deutschland und Kanada. Mitarbeit am Landnutzungsplan für ein angrenzendes, 28.000 Hektar großes, staatliches Naturschutzgebiet.
Vor, während und nach unserer Naturschutzexpedition entsteht internationale Aufmerksamkeit für die Rettung der letzten temperierten Regenwälder an der Westküste Kanadas. Die Regenwälder der Nordhalbkugel sind aufgrund ihrer Artenvielfalt als das kanadische Amazonien bekannt. Heute sind diese Wälder akut von Holzeinschlag, Bergbau und Zersiedlung bedroht. 75% dieses Ökosystems wurden weltweit innerhalb der letzten 150 Jahre stark beschädigt, so dass nur noch 25% der Wälder, Flüsse, Moore und Fjorde naturbelassen sind. Doch noch immer werden riesige Flächen durch Kahlschläge gerodet, Minen eröffnet und Straßen gebaut.
Das Regenwald-Projekt in Westkanada knüpft direkt an unser Arktis-Projekt „Three Rivers“ an, welches Wilderness International seit 2007 betreut. Im Rahmen dieses Projektes engagierten wir uns erfolgreich gemeinsam mit den Gwich’in Indianern für den Schutz eines Irland-großen Berggebietes in Nordkanada. Eindrücke zu diesem Projekt finden Sie unter: