Gastblogger
Im Teilbereich Gastblogger werden Berichte zu aktuellen Themen veröffentlicht, die sich mit Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigen.
Aktueller Gastblogger ist Peter Tobies, welcher an einem innovativen Projekt zur Erhaltung von Gletschern arbeitet und und regelmäßig auf der Internetseite www.klimaverhalten.de berichtet. Geleitet wird das Gletscherprojekt von Prof. Dr. Eduard Heindl.
Wir sind immer an neuen Entwicklungen interessiert und freuen uns sehr über die Teilnahme von Peter Tobies!
August 2010
Der erste künstliche Gletscher in den Alpen wird bei Zermatt aufgebaut. Auf einer Fläche von über 6.000m² wird mit 15 Hochleistungsdüsen Wasser versprüht, sobald die Temperatur unter 0°C sinkt. Damit sollen sich in den nächsten Monaten mehrere Meter Eis bilden.
Prof. Heindl arbeitet aktuell intensiv an der Umsetzung dieses Vorhabens.
Unser Gastblogger Peter Tobies arbeitet ebenfalls an einer speziellen Lösung, um die Gletscherschmelze zu entschleunigen. Über dieses gibt es in kommender Zeit ebenfalls weitere Informationen.
Folgend ein Fernsehbeitrag über das Gletscherprojekt von Prof. Heindl:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1110678/Schweiz-Forscher-will-Gletscher-zuechten?setTime=3#/beitrag/video/1110678/Schweiz-Forscher-will-Gletscher-zuechten
30. Dezember 2009
Kurz vor dem Weihnachtsfest 2009 neigte sich die Klimakonferenz in Kopenhagen dem Ende zu - Doch ein wirkliches Ergebnis konnte nicht erzielt werden. Unser Gastblogger Peter Tobies war dabei und fasst die Ereignisse der Konferenz mit folgendem Fazit zusammen:
Die Vorbereitungen für die UN Weltklimakonferenz von Kopenhagen haben mehrere Monate in Anspruch genommen. Das Ergebnis lässt sich nach einer guten Woche seit dem Ende in aller Kürze festhalten: Die Konferenz ist weniger ein „Kompromiss“ und entspricht kaum einem „Minimalkonsens“. Vielmehr kann sie als „gescheitert“ bezeichnet werden, auch wenn das Bundeskanzlerin Merkel und andere Politiker nicht gerne hören. Doch wie konnte es passieren, dass die größte UN Konferenz seit dem Zweiten Weltkrieg keinen Erfolg brachte?
Zunächst einmal bestand das Ziel darin, dass 1997 beschlossene, 2005 in Kraft getretene und 2012 auslaufende „Kyoto-Protokoll“, in ein rechtsverbindliches Folgeabkommen überzuführen. Dies wurde nicht erreicht, sondern lediglich der „Copenhagen Accord“ von den teilnehmenden Ländern „zur Kenntnis genommen“. Außerdem gab es keine Selbstverpflichtung zur Halbierung des globalen Kohlendioxidausstoßes bis zum Jahre 2050.
Die Formulierung , „die Erderwärmung auf weniger als 2 °C im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen“, bleibt ohne ein: Wie dies erreicht werden soll?, auf Papier stehen. Die Delegierten einigten sich weder auf konkrete Ziele für die Verringerung der Treibhausgase, noch auf einen Fahrplan für das weitere Vorgehen. Jedes Land kann selbst entscheiden und seine Maßnahmen in einen Anhang an das UN Dokument schreiben.
Alle vorbereitende Konferenzen in Bonn, Barcelona und Bangkok verliefen weitgehend...
Hier geht es zum gesamten Bericht!
27. Oktober 2009
Ab kommenden Samstag, dem 31.10.2009, gibt es beim Gletscherprojekt in Schönenbach bei Furtwangen ein zweites Testfeld, auf dem eine weitere Sprinkleranlage im kommenden Winter Eis produzieren wird. Neu ist dabei allerdings, dass eine kleine Pumpe zur Sicherheit eingebaut wird, um einen stabilen Wasserzufluss zu garantieren. Um die Stromkosten möglichst gering zu halten, steuert ein Temperaturmesser über ein Relais und einen Pumpendimmer die Leistung der Pumpe. Wenn die Temperaturen im November dann in den Minusbereich sinken, startet das Gletscherprojekt seine Eisproduktion. Das erste Testfeld ist bereits startklar.
Grundidee
Beim Gletscherprojekt in Furtwangen wird die Idee praktisch umgesetzt, mit einfachen Mitteln und vor allem mit geringem Energieaufwand, aus vorhandenen Wasserquellen mittels Sprinklern natürlich Eis zu produzieren. Die produktive Speicherung von Wasser in Form von Eis ist in Zeiten einer rapiden Eisschmelze eine wichtige Maßnahme zur Sicherung der Süßwasserreserven. Damit trägt sie zur Sicherung des Trinkwassers bei und erhält die Möglichkeit zur Gewinnung von Energie mit Wasserkraft. Außerdem unterstützt das Gletscherprojekt den Erhalt von wasserabhängigen Lebensgrundlagen in der Natur.
Bedingungen
Entscheidend für die Entstehung eines Gletschers ist neben der ausreichenden Kälte(summe) die passende Menge an Niederschlag. Auf den ersten Blick käme die Bildung von Eis in größeren Mengen nur in alpinem Gelände in Höhen jenseits von 2500 Metern in Frage. Das Gletscherprojekt in Furtwangen macht jedoch deutlich, dass die Bildung eines Gletschers auch in wesentlich geringeren Höhen möglich ist. Nach Kenntnis der Wetterdaten reicht daher das 885m hoch gelegene Testgelände am Gaisberg im Bregtal aus. Damit soll hervorgehoben werden, dass auch bei einer erwarteten Klimaerwärmung von 3-4°Celsius die Bildung von Eis und damit die Speicherung von Süßwasser möglich ist.
Vorzüge
Das Gletscherprojekt schafft demzufolge selbst in Zeiten der Klimaerwärmung die Voraussetzung, Wasser in größerem Stil zu Eis zu formen und zu speichern. Damit trägt es zum Erhalt eines ausgeglichenen Wasserhaushaltes bei. In der weiteren Folge kann so einem rapiden Abfluss von Süßwasser Einhalt geboten werden, selbst wenn nur ein Teil des Schmelzwassers aufgefangen und beispielsweise nachts bei Minusgraden zu Eis gebunden wird. Außerdem ist es denkbar, dass eine menschlich geförderte, naturnahe Eisbildung an exponierten Stellen dem Auftauen von Permafrostboden Einhalt gebietet. Somit erhalten hochgelegene Bergdörfer Schutz vor Felsstürzen. Mit einer flächigen Eisherstellung eröffnet das Gletscherprojekt die Möglichkeit in auftauenden Permafrostgebieten eine schützende Eisschicht zu bilden und damit zum Beispiel das unkontrollierte Austreten von Methangas zu verhindern.
Das Experiment
Das im Winter 2008/09 begonnene, erste Eis-Experiment, bei dem auf ca. 1000m² bis zu zwei Meter Eis gebildet und 2000m³ Wasser gespeichert wurden, wird nun im Folgewinter 2009/10 fortgesetzt und ausgeweitet. Zusätzlich zum ersten Testfeld wird auf einer darunter liegenden Wiesenfläche ein zweites Eisfeld aufgebaut, welches bei mindestens 100 Frosttagen und mit zuverlässiger Wasserquelle mehrere Meter dickes Eis entstehen lässt. Während des Experimentes zeichnet eine Wetterstation alle notwendigen Daten auf, die anschließend zusammen mit der Eisbildung ausgewertet werden.
Medien
Wie im letzten Jahr, zeichnet eine Webcam den aktuellen Stand der Eisbildung auf und gewährt mit den aktuellen Wetterdaten Einblicke in die Bedingungen vor Ort. Unter http://www.gletscherprojekt.de gibt es zudem laufend aktuelle Berichte und Hinweise auf externe Medienbeiträge.
Kontakt:
Prof. Dr. Eduard Heindl, Rohrbacher Straße 6, 78120 Furtwangen, http://www.gletscherprojekt.de
Hier geht es zum Bericht mit noch mehr Bildern!
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Am 30.12.2011 hat Sunny Sunny (dkyrikos@otenet.gr) geschrieben: Thanks for contributing. It's helped me unedrsatnd the issues. Homepage: http://www.yahoo.com/ |
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Die Klimakonferenz in Kopenhagen: Peter Tobies war dabei!
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Peter Tobies über das Furtwanger Gletscherprojekt
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