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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Auf dem Elk River

Hey ihr da draußen, unser Tag beginnt heute mit einem vorfrühstücklichen Bad im eiskalten, klaren und von Bergen umgebenen Upper Campbell Lake. Nach der durchaus üppigen ersten Mahlzeit des Tages fangen wir dann an, mit Valery und Savannah (unseren Guides von Strathcona) das riesige Kanu zu bepacken, mit dem wir heute zum Elk River paddeln werden. Vor dem Ablegen spielen wir noch ein Spiel mit den Paddeln und machen unser Teamritual „Chunga“. Auf dem Wasser singen und lachen wir viel und Tina bringt uns bei, wie man in der Sprache ihres Stammes „Danke“ sagt. Danke an Gott, Danke für die Natur und Danke aus tiefstem Herzen. Ich denke darüber nach, dass ich mich gerade für wahnsinnig Vieles bedanken müsste. Doch auf einmal müssen wir viel schneller paddeln, denn wir bewegen uns jetzt gegen den Strom des Elk Rivers. Als wir an den Bergen mit den fleckigen Kahlschlägen vorbeigekommen sind, ist der Fluss zu flach, um weiterzukommen und wir treideln ein Stück. Ich bin froh, dass ich meine Neoprensocken dabei habe, denn der Fluss ist ziemlich kalt. Im Elk River Delta legen wir mit dem Boot auf einer Kiesbank an und tragen alle Dinge vom Boot. Dann gibt es Tortilla-Wraps zum Mittag und wir beginnen, unser finales Camp ein Stück weiter drüben aufzubauen. Zuerst das Tarp, dann die Zelte und eine provisorische Eimer-Toilette. Nach dem Abendessen, das in der Wildnis tausendmal besser schmeckt, schmeißen wir uns mit den Rettungswesten in den Fluss und lassen uns treiben. Es ist zwar tierisch kalt, aber es tut gut, sich nach dem heißen Tag etwas abzukühlen. Später am Lagerfeuer grillen wir Marshmallows, die wir nach kanadischer Art mit Chocolatechips und Crackern verspeisen und so den Tag entspannt ausklingen lassen. Es ist so unglaublich schön hier und ich komme endlich an. Ich traue mich gar nicht, die Augen zuzumachen, weil es so viel zu sehen gibt. Ich inhaliere alle Gerüche und versuche alles aufzusaugen wie ein Schwamm, weil es so viel zu lernen gibt. Später schlafen wir dann mit dem Rauschen des Windes und des Flusses im Ohr ein. Lasst es euch gut gehen, Eure Emilia

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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