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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

„Das war das geilste, was ich je gesehen habe“ – Interview mit Klaus Weichbrodt & Ole Schulz

Klaus Weichbrodt, Geschäftsführer Globetrotter Köln, und Ole Schulz, Marketing Leiter Globetrotter Köln, haben sich auch dieses Jahr wieder dazu entschieden, ins Naturschutzgebiet von Wilderness International zu reisen. Was sie zu ihrem Anflug ins Toba Valley zu erzählen haben, lest ihr hier. Hallo Klaus & Ole, was war euer erster Eindruck vom Toba Valley aus dem Helikopter? Klaus: Amazing. Der Flug war total überwältigend. Wir sind in Squamish gestartet, 1 Stunde nördlich von Vancouver, und sind dann direkt über den Gletscher in 45 Minuten ins Toba Valley geflogen. Ich kannte ja schon die Aufnahmen aus dem Jahr zuvor und es war 1:1 wie auf den Fotos. Aber wenn du das in echt siehst, fehlen mir einfach die Worte, es ist unbegreiflich, wie der liebe Gott das geschaffen hat. Das war mein 1. langer Hubschrauberflug und es war echt das geilste was ich je gesehen habe in meinem Leben. Dann war ich natürlich ein bisschen geschockt, weil ihr nicht auf der vereinbarten Sandbank wart, doch da kannten wir natürlich noch nicht eure Probleme mit dem Boot. Ole: Ich war überwältigt von den Eindrücken während des Flugs, sowohl von der Schönheit, als auch leider von den Einschnitten des Menschen (Anm. der Red.: Forstkonzerne) in diese grandiose Natur. Aus der Sicht von oben, fiel mir noch mehr auf wie sehr sich die aufgeforsteten“Clearcuts“ von den alten temperierten Regenwäldern unterscheiden und leider auch überwiegen. Ihr seid ja erst 24 Stunden in Kanada, und schon in der Wildnis. Wie geht ihr mit dem Jetlag um? Klaus: Gar nicht. (Ole lacht) Ole: Wir haben erstmal unser Revier markiert und unsere Zelte aufgebaut, die uns im letzten Jahr auf Porcher Island schon gute Dienste geleistet haben. Abends saßen wir dann gemütlich am Feuer, und haben gespannt euren Geschichten zugehört. Am Nachmittag wart ihr ja noch im möglicherweise 2. Naturschutzgebiet von Wilderness International. Findet Ihr das es in seiner Einzigartigkeit mit dem 1. Gebiet gleichzusetzen ist? Klaus: Absolut. Ole: Definitiv. Nachdem wir uns vorsichtig 2 Stunden durch den unvorstellbar dichtbewachsenen Regenwald gekämpft haben, und dabei noch frische Wolfs- und Wapitihirschspuren gefunden haben, sind wir auf ein unberührtes Stück Urwald gestoßen. Wir freuen uns also umso mehr mit der Totempfahlaktion in Köln* dem Schutz des Gebietes ein Stück näher zu kommen. Klaus: Der Rückweg hat sich sogar noch ereignisreicher gestaltet, weil Kai auf Grund seiner jahrelangen Wildniserfahrung gehört hat, dass ein Grizzly in unserer Nähe war. Dann wurde uns noch einmal bewusst, dass wir in sein Territorium eingedrungen sind und ihn etwas beunruhigt haben. Zum Glück aber haben wir sein Revier schnell wieder verlassen und uns in Richtung Boot begeben. * Ab dem 22.8 wird Harold Joe, Elder und Schnitzer der Cowichan First Nations einen ca. 8 m großen Totempfahl vor dem Globetrotter Köln schnitzen. Nach ca. 6 Wochen wird Köln seinen 1. Totempfahl besitzen, der im Jahr 2014 in das Rautenstrauch-Joest-Museum wechseln wird und dort stehen bleiben wird. Von August bis Oktober 2013 werden viele Aktionen rund um das Schnitzen des Totempfahls stattfinden. Globetrotter unterstützt Wilderness International seit Jahren beim Schutz der kanadischen Wildnis. Mehr zu Harold Joe’s Schnitzarbeiten findet ihr hier. Klaus Weichbrodt – Vita
In meinem Geburtsjahr, als Katerina Valente ihren Welthit „Ganz Paris träumt von der Liebe“ sang, galt Hamburg bereits als die Hafenstadt für Abenteurer und Globetrotter. So wurde mir in Hamburg das Reisen und das „Träume leben“ bereits von Geburt an mit in die Wiege gelegt. Nachdem ich auf der Reeperbahn aufgewachsen bin, habe ich zunächst eine Lehre zum Zahntechniker abgeschlossen. Im Laufe der Jahre zog es mich jedoch immer wieder in der Natur, so auch in die kanadische Wildnis. Hier lernte ich Fährten lesen und jagen – mit Messer, Pfeil und Bogen – und organisierte Kanutouren auf Manitobas Gewässern. Nach vielen Reisen durch Kanada und Südostasien packte mich endgültig das Globetrotterfieber. Ich heuerte beim gleichnamigen Outdoorausrüster an und bin nun bereits seit über 30 Jahren bei Globetrotter Ausrüstung tätig. Anfang der 90er Jahre war ich maßgeblich an der Standortentwicklung und dem Aufbau der Filialen in Dresden (1990), Berlin (1996), Frankfurt (1999) und Bonn (2001) beteiligt. Seit der Filialleitung in Bonn bis 2006 habe ich kontinuierlich die Ziele und Philosophie des Unternehmens Globetrotter Ausrüstung weiterentwickelt, vorangetrieben und perfektioniert. Höhepunkt meiner Tätigkeit ist bis heute die Filialeröffnung in Köln am 04. März 2006 und deren Leitung und Ausbau. Aus dem alten Handelshaus Olivandenhof Köln von 1913 wurde eine der modernsten Outdoorfilialen Europas, ein Projekt, das sich gegen viele Zweifler durchsetzen musste.
Doch hatte nicht bereits Thomas Mann mit meiner Namensvetterin Sesemi Weichbrodt in seinem Roman „Die Buddenbrocks“ eine Figur geschaffen, die stets mit ihrem Glauben gegen die Beharrlichkeit ihrer Umwelt das Unmögliche für möglich hielt? Im Jahre 2007 wurde Europas größtes Outdoorhaus zum „Store of the Year“ gekürt. Meine Reiselust und Begeisterung für die Ferne ist bisher nie zu kurz gekommen. Die drei Steckenpferde von mir sind derzeit Kanada, Thailand und Burma. Innerhalb meiner Tätigkeit bei Globetrotter Ausrüstung engagiere ich mich zudem sowohl für soziale, als auch für kulturelle und ökologische Projekte. Aktuell werden schwerpunktmäßig folgende Projekte unterstützt: Große Schlafsackspende an Gulliver (Obdachlosenhilfe), Geld- und Sachspenden an Stiftung Wilderness International (Schutz des Regenwaldes), Geldspenden an den Target e.V. von Rüdiger Nehberg (Menschenrechte) und Sponsoring des neuen Rautenstrauch- Joest-Museum (Völkerkundemuseum in Köln). Zudem wurde ich in der Session 2011 / 2012 für mein Engagement, fair gehandelte Kamelle im Kölner Karneval zu werfen, zum Fairen Jecken ausgezeichnet.

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre