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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Die Reise kann beginnen (Archiv, Expedition 2008)

Die Koffer sind gepackt, alles ist gut verstaut, Eltern und Kinder umarmen sich zum letzten Mal, dann fährt der Bus nach Frankfurt ab. Endlich geht es los in Richtung Abenteuer. Was uns wohl erwarten wird in der Wildnis Kanadas? Nach einem halben Jahr intensiver Treffen, bei denen von nassen Socken bis zu gefährlichen Grizzly-Attacken alles besprochen wurde, fühlen wir uns gut vorbereitet. Am Frankfurter Flughafen ist das deutsche Expeditionsteam fast komplett: Sieben Schüler-Stipendiaten, Robert (der Filmemacher), Johanna (unsere Fotografin), Eva (Journalistin), Hans (unser Betreuer) und Tom (Expeditionstechniker) sind mit von der Partie. Kai, unser Chef -Organisator, und Hwiemtun von Wilderness International Kanada erwarten uns laut Plan am Flughafen Whitehorse. Schnell schließen wir noch Wetten darüber ab, wie viele Bären wir wohl sehen werden, dann hebt das Flugzeug von deutschem Boden ab. Neun Stunden später erwarten uns Hwiemtun, Kai und Thomas De Jager, unser Hauptguide, strahlend am Rollfeld in Whitehorse. Sie bringen uns samt Gepäck in unser erstes Lager, den Tatshenshini-Hotsprings, einen Campingplatz mit wunderbar hei.en Quellen. Wir erkunden die Gegend rund um unser Lager und staunen: Hier sind wir noch mitten in der Zivilisation, doch davon ist weit und breit nichts zu sehen. Hohe, dicht bewaldete Berge, umgeben von weit ausladenden, grünlich  schimmernden Tälern, klare sprudelnde Bächlein, in denen warme Sonnenstrahlen spielen, neugierige Eichhörnchen, die bis auf einen Meter herankommen- und nicht zu vergessen die unendliche Ruhe, die uns umgibt. Während wir am Nachmittag eine Mahlzeit in Form von Burgern und Tee zu uns nehmen, stö.t das kanadische Gwich`in- Indianer -Team aus Fort McPherson dazu, die gemeinsam mit uns an der Expedition teilnehmen. Wir sind jetzt eine insgesamt 26 Leute starke Truppe mit 15 Teenagern, zwei Stammesältesten, den so genannten „Elders“, zwei Lehrern der Gwich’in, einem Filmemacher, einer Fotografin, einer Journalistin und fünf Mitgliedern von Wilderness International. Nachdem sich alle kurz vorgestellt haben und die Regeln für die nächsten Wochen besprochen sind, genießen wir alle da abendliche Zusammensein. Dann zeigen Kai und Thomas uns schnell noch, wie man die Zelte aufbaut, und alle mummeln sich gemütlich in ihre Schlafsäcke, lauschen einer Weile dem Rauschen der Bäume, bis die Augen nach einem erlebnisreichen Tag zufallen. Jakob, 15 Jahre

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre