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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Ein schräges Gefährt

Liebe Leser, E-Mobilität – unter diesem Stichwort steht dieser Artikel. Zugegeben, das folgende Produkt, was mir da über den Weg gelaufen, wohl eher gefahren ist, bedarf schon einiger Gewöhnung, wenn man es erstmals auf der Straße sieht. Doch um was genau handelt es sich hierbei und was sind die Hintergedanken bei der Produktentwicklung? Um das Herauszufinden, habe ich mich auf den Weg nach Christchurch gemacht, welches leider immer noch arg vom Erdbeben getroffen ist. Für mich persönlich wirkt es fast so, als wäre das Beben erst gestern gewesen, wenn ich entlang der abgesperrten Innenstadt laufe. Was für ein trauriger Anblick… Mit Maria Key, der Kundenberaterin, habe ich einen Termin vereinbart, um mehr über ein völlig neues Fahrrad zu erfahren – das Yikebike. Als ich die Bilder im Internet gesehen habe, musste ich auf jeden Fall schmunzeln. Doch steckt hinter dieser Entwicklung mehr, als nur ein ungewohnt designetes Gefährt. Es handelt sich hierbei um ein Elektrofahrrad, welches seit fünf Jahren entwickelt wird und mehr und mehr erfolgreich verkauft wird. Mit zwanzig Kilometern pro Stunde und einer Akkureichweite von zehn Kilometern kann es gut in der Stadt genutzt werden und innerhalb von 40 Minuten an jeder normalen Steckdose aufgeladen werden. Die Kosten sind jedoch eher abschreckend, denn aktuell liegt der Preis in Deutschland bei 3500 Euro und mehr. Was ist nun also das innovative und vorteilhafte an diese Elektrofahrrad? Schließlich gibt es bereits eine Vielzahl von diesen… Zum einen ist es das Gewicht von ca. zehn Kilogramm, zum anderen die Größe, denn zusammengeklappt kann man es leicht überall hin mitnehmen. Aus diesem Grunde ist es vor allem angedacht, dass Geschäftsleute dieses Fahrrad nutzen, um zu Treffen zu gelangen und dabei die Umwelt zu schonen sowie nicht lästig nach Parkplätzen zu suchen. Des Weiteren ist das Ausleihen der Fahrräder Ziel – beispielsweise, um kleine Einkäufe zu erledigen und dafür nicht das Auto nutzen zu müssen. Letzteres ist vielleicht eher fraglich, da ich mich als Vielfahrradfahrer natürlich frage, wieso man dafür nicht auch in die Pedalen treten kann. Besonders gespannt war ich natürlich auf die Testfahrt! :) Erst war es schon eine recht wacklige Angelegenheit, doch man gewöhnt sich tatsächlich recht schnell an die ungewohnte Fahrweise. Der Gedankengang, mit diesem Produkt auch die Umwelt zu schützen, ist auf jeden Fall ein schöner und besonders der Ansatz, das Gefährt für geschäftliche Zwecke zu nutzen, ist ein sehr interessanter – schon alleine der Anblick, einen Geschäftsmann mit Anzug und Krawatte auf diesem kleinen Fahrrad zu sehen, lässt mich hoffen, dass diese Entwicklung Erfolg hat. ;) Ich bin auf jeden Fall mehr als gespannt, wie sich das Ganze weiterentwickelt und für so manche Einsatzbereiche macht es sicherlich auch Sinn, tatsächlich dieses Elektrofahrrad zu nutzen. Hiermit endet ein Wildblog-Bericht der etwas anderen Art aus Neuseeland. Das Schöne an diesem Projekt ist, dass es zeigt, wie wichtig es ist, Ideen einfach umzusetzen und nicht zu zögern. Besonders in Richtung Umweltschutz sollte es viele solcher Ansätze geben, um vom Öl wegzukommen. Ob bzw. welche Ansätze von Erfolg gekrönt sind, wird die Zukunft zeigen… Viele Grüße vom anderen Ende der Welt Josef

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre