Blog
In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Ein Totempfahl für Köln – Das Schnitzen beginnt

Onkel Harold Joe und George Rice aus Duncan auf Vancouver Island, Kanada arbeiten seit vergangenem Donnerstag an einem Totempfahl für Köln. Wie wir von der letzen Schülerexpedition aus der Stadt der Totempfähle, Duncan, berichtet haben, werden hierfür nur Riesenlebensbäume verwendet. Der Baumstamm für Köln stammt aus einem Versuchsforst bei Dormagen, nahe Köln, wo er vor circa 150 Jahren mit fünf anderen gepflanzt wurde. In Folge eines Waldbrandes nach etwa 56 Jahren entwickelte sich eine Stammfäule, weswegen der Baum dieses Jahr gefällt werden musste. Er hatte eine Gesamthöhe von fast 32 Metern mit einem Durchmesser von 85 cm. Für den Totempfahl können und werden 8 Meter des Stammes verwendet. Noch im Wald wurde der Baum entrindet und zugesägt. Der Bast, welcher für Flechtarbeiten genutzt wird, ist extra in einer Badewanne in der Globetrotterfiliale beiseitegelegt worden, um die Biegsamkeit der Innenrinde bis zum Flechten aufrecht zu erhalten. Baum und Bast sind am Donnerstagabend mit einem LKW aus dem Wald Dormagen direkt vor die Globetrotter Filiale transportiert worden. Mit einer speziell für die Anfertigung des Totempfahls hergestellten Rollenkonstruktion kann der Stamm nun in den kommenden Wochen von den Cowichanischen Holzbildhauern bearbeitet werden. Bis zum 5. Oktober entsteht ein Totempfahl für die Stadt Köln. Harold Joe lässt uns bereits heute schon wissen, wie der Totempfahl einmal aussehen wird. Er wird gekrönt von einem Donnervogel, der auf einer Schwarzbärin steht, welche einen Lachs in ihren Pfoten hält, unter der sich eine Wölfin befindet. Der sehr häufig auf Totempfählen dargestellte Orca ist auf dem Kölner Totempfahl nicht zu finden, da es in der Umgebung der Stadt kein Salzwasser gibt. Außerdem handelt es sich ausschließlich um weibliche Tiere, da auch der Baum ein weibliches Exemplar ist. Wir werden vom Fortgang der Arbeiten berichten und genießen den Abend auf einem versteckten Kölner Kinderspielplatz mit einigen alten Bäumen aus denen nun während der Dämmerung Fledermäuse zur Jagd aufbrechen. Miriam und Brigitte Heyduck

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

  • Empfehlungen






















    Jahre