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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

My home is where my heart is

Lina Aufstehen, Essen rein und auf geht‘s zur nächsten Plotvermessung. Jedenfalls ein Teil der Gruppe. Einige, auch ich, bleiben im Camp um noch letzte Arbeiten zu verrichten: Sowohl für die Filme, als auch zur Vorbereitung auf morgen, den Tag an dem wir diese wundervolle Sandbank verlassen, die uns so viele schöne Erinnerungen schenkt. Als die Vermesser zurückkehren, entnehme ich einem Interview mit Pia, dass die Plotsuche wirklich nur bei einer Plotsuche blieb. Obwohl sich Kai alle 10 Minuten zu 100% sicher war, dass sie direkt vor dem Plot stehen, kamen sie doch nie an. Vielleicht lag es an dem Devil’s Club? Oder an dem riesigen giftigen Tausendfüßler? Wer weiß. Doch Pia macht das alles nichts aus. Sie überquert den Fluss zurück nach Hause zwar nicht hochmotiviert, aber immerhin auch nicht niedergeschlagen: Aus der Ferne beobachten wir belustigt die Heimkehrer, wie sie uns mit vollstem Körper­einsatz zu demonstrieren versuchen, wie man sich bei einer Bärenbegegnung NICHT verhält, aber offensichtlich sehr viel Spaß dabei hat. Nach dieser „lehrreichen“ Vorführung schnappen wir uns alle unsere persönlichen Sachen und räumen auf. Ich nutze die Zeit, um mein Projekt weiter voranzutreiben. Während ich also so über dem Heilpflanzenbuch hocke und etwas vor mich hin döse, starre ich auf die Berge, die meilenweit von mir entfernt zu liegen scheinen. Irgendwie kann ich es gar nicht glauben, dass ich direkt vor den Bergen sitze, die ich schon Wochen zuvor auf dem Foto bewunderte. Wunderschön und faszinierend. Mir kommt auf einmal alles so unwirklich vor. Es könnte sogar sein, dass die Berge nur mit Green-Screen eingeblendet sind, denn es ist einfach nicht glaubwürdig, dass dieses Bild jetzt schon 9 Tage zum Greifen nahe ist. Erst jetzt fällt mir auf, dass dies eine meiner letzten Möglichkeiten ist, in der ich die Berge und Bäume aus dieser Sicht betrachten kann. Und dass dies der letzte Tag ist, an dem ich mit dieser Gruppe, die ich über die vergangene Zeit so zu schätzen gelernt habe, am Lagerfeuer sitzen kann. So ergibt sich eine melancholische Abschiedsstimmung, welche dann noch in dem verzweifelten Versuch endet, die verbliebenen Marshmallows zu verspeisen, da wir sie bei der morgigen Wanderung nicht tragen wollen. Trotzdem genießen wir die letzten gemeinsamen Stunden, bevor 2 Gruppenmitglieder morgen in die Zivilisation zurückkehren müssen. #1 Pia – Überquerung des Tobas zur Plotvermessung – Begegnung mit einem schimpfenden Eichhörnchen – tiefe Wolfsspuren im Sand – Waschtag im Camp – Filmen unter dem gigantischen Blätterdach eines Arhorns – im Dunkeln leuchtendes Holz. #2 Lina – My home is where my heart is – Bauernschmarrn zum Frühstück – ambitionierter versuch der Plotvermessung – Hannes hat zum 3. Mal erfolglos seinen Hut verloren – lautstarke Simulation einer Bärenbegegnung – Camp aufräumen – Bilder Sichtung – reste essen – emotionaler Abschied von der heimatlichen Sandbank am Lagerfeuer. http://wi.wildblog.org/wp-content/uploads/2014/07/DSC06595.jpghttp://wi.wildblog.org/wp-content/uploads/2014/07/DSC06592.jpg

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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