Modernste Technologie für den Naturschutz
Jeder Organismus hinterlässt Spuren in seiner Umgebung, zum Beispiel durch Häutungen und Verlust von Haaren oder das Ausscheiden von Sekreten und Exkrementen. Diese Spuren können wir im Anschluss auf DNA-Stränge untersuchen und die Arten bestimmen, von denen die DNA stammt. Bereits kleinste Mengen an DNA reichen dabei aus, da die Methode extrem sensibel ist. Letztendlich erhoffen wir uns, mit dieser neuen Methode den wahren Wert dieser artenreichen Hotspots zu ermitteln, um effektiv die Erhaltung intakter sowie die Wiederherstellung degradierter Ökosysteme zu fördern.
Partnerschaften und zukünftige Anwendungsbereiche
Das Pilotprojekt kann nur dank der Zusammenarbeit mit engagierten Partnern durchgeführt werden:
- die ETH Zürich hat die Technologie zur Probenentnahme entwickelt und arbeitet kontinuierlich an Verbesserungen
- die Audi Environmental Foundation bezuschusst die Projektkosten
DJI stellt eine Matrice Drohne - Fauna Forever liefert die Vergleichsdaten von konventionellen Biodiverisitätsforschungsmethoden
- Wir wenden die Technologie und Methodik in unseren Schutzgebieten an und ermöglichen so Verbesserungen am Verfahren
Das Monitoring der Biodiversität auf der Grundlage drohnengestützter eDNA-Erhebung und Auswertung ist für die Naturschutzarbeit von Wilderness International wegweisend. Aktuell erproben wir diese Methodik im Zusammenhang mit dem Monitoring bereits geschützter Flächen und planen, in Zukunft auch die Auswahl noch zu schützender Flächen mit dieser Methodik zu revolutionieren. Wir können so unsere Ressourcen viel gezielter einsetzen und schneller valide Ergebnisse erzielen. Somit könnten wir in Zukunft Urwaldflächen noch schneller unter Naturschutz stellen.
Da die Technologie global anwendbar ist, trägt das Projekt dazu bei, neue Horizonte in der weltweiten Biodiversitätsforschung zu erschließen. Nach der Testphase in Peru kann Wilderness International diese neue Forschungsmethode so auch in den Schutzgebieten in Kanada anwenden. Für diese liegen bislang nur wenig Biodiversitätsdaten vor - die eDNA-Proben könnten somit auch dort große Wissenslücken schließen.
Die Studie zur neuen Methode der eDNA-Entnahme kann hier eingesehen werden.