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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Nissen Bight nach Laura Creek – North Coast Trail Tag 2

Dicke Wolken schweben am Himmel, als wir morgens aufstehen. Nicht schon wieder! Vom Regen haben wir gerade wirklich genug. Die ersten dicken Tropfen fallen, als wir kurz nach dem Start unsere Wasserflaschen an einem kleinen Bach auffüllen. Schnell die Jacken überziehen, die Rucksäcke wasserdicht verpacken und dann geht es los. Laura Creek heißt unser heutiges Ziel. Dies sind nur 7,8 km, also im Verhältnis zum Vortag eher weniger anstrengend. Dennoch geht es erst einmal durch sehr viel Matsch und Schlamm über einen Berg. Gleich am Anfang kommt uns eine Gruppe Wanderer entgegen, anhand deren Kleidung wir erraten können, was gleich auf uns zukommt: Schlamm, Matsch, rutschige Pfade und einige fluchende Ausrufe, wenn man ausrutscht und komplett im Schlamm landet. So Matsch fun!!! Nach ca. 2 h bergauf durch den Schlamm waten kommen wir im Hochmoor an einem kleinen See vorbei, auf dem Loons singen, die für Kanada typischen Vögel, welche auch die kanadische 1-Dollar Münze zieren (umgangssprachlich Loonie). Obwohl das Singen mehr wie ein Lachen klingt. Ich hoffe, sie lachen nicht über diese Gruppe aus völlig mit Schlamm bedeckten Deutschen, die sich auf dem North Coast Trail verlaufen haben. Zum Glück hat es mittlerweile aufgehört zu regnen. Bergab geht es dann schnell durch den verwunschenen Küstenregenwald mit Farnen, Moos und riesigen Kiefern, bevor wir am Laura Creek ankommen, welcher direkt ins Meer fließt. Wir bauen unser Zelt auf einer Plattform im Wald auf, die aufgrund weiterer Wanderer sehr schnell sehr eng wird. Als wir baden gehen entdecken wir jedoch einen wunderbaren Spot zum campen etwa 200 m den Strand hinauf direkt am Laura Creek. Perfekt! Wir bauen also flink das Camp um, machen Abendbrot, waschen unsere Sachen und genießen am Lagerfeuer den Blick auf den Sonnenuntergang über dem Meer. Zweimal kann man Wale sehen, die in der Ferne vorbeiziehen. Ob es Grauwale oder Buckelwale sind können wir nur erraten. Aber das ist auch nicht so wichtig, denn Wale alleine sind schon aufregend genug! Und während alle dem untergehenden roten Feuerball zuschauen spiegeln sich in unseren Gesichtern die wunderbaren Momente in der Natur in einem Lächeln wieder. – Tobi

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre