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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Paddle hard! (Archiv, Expedition 2008)

Die wärmenden Sonnenstrahlen kitzeln das Gesicht, als wir an diesem Morgen erwachen. Mit ein paar anderen Stipendiaten zusammen haben wir die letzte Nacht unter dem atemberaubendsten Sternenhimmel der Welt verbracht. »Beim Aufwachen sehen wir die Fontänen von Walen…« Leider heißt es heute Abschied nehmen von dieser wunderschönen Insel, auf der wir die letzten Tage das totale, stressfreie Glück genießen durften. Nach einem letzten Gourmetfrühstück mit dem Ozean gleich vor der Nase (vermischt mit Kaffee- und Haferbreigeruch) sind wir ausreichend gestärkt für das nächste Abenteuer: eine ca. 8-stündige Paddeltour zur nächsten Insel. Aber gut, die Sehnsucht nach einem bequemen Sessel und Radiomusik im Ohr werden schnell wieder verdrängt, denn schließlich sind wir hier, um reife Überlebenskünstler zu werden. Also, los geht’s! Auch die Betreuer haben ihren Spaß, als Johanna (da sie frecherweise das Kanu wieder einmal Boot nennt) in das kalte Ozeanwasser geworfen wird. Doch zum Glück müssen wir keine Haie fürchten, denn unsere einzigen treuen Begleiter sind die Robbengruppen, die uns mit ihren großen, runden Augen beobachten. Bald schon kommen wir an unserem Pausenziel an: einer Stelle neben einem riesigen Sägewerk. Wir passiere n immense Tanker, gefüllt mit den Spänen unserer großen Baumfreunde. Bei diesem Anblick überkommt einige von uns ein ermattendes Gefühl völliger Hilflosigkeit … Beim Aufwachen sehen wir die Fontänen von Walen und hören, wie sie mit den Flossen auf die Wasseroberfläche schlagen. So schön wird man nicht alle Tage geweckt! In unserer Gruppe kommt es leider immer wieder zu einigen Diskrepanzen zwischen den Cowichan und den Deutschen. Deswegen bilden wir zwei Gesprächskreise, um der Sache auf den Grund zu gehen. Anschließend gibt es einen großen Kreis, in dem jeweils jede Nationalität einen Wunsch und ein Geschenk äußert. Es wird sehr viel geredet, was ich auch als sehr wichtig empfinde, und nebenbei wird das Ganze mit Bonbons versüßt. Nach dem Mittag müssen wir uns daran machen, die Kanus wieder zu bepacken, denn es soll heute noch zurück zu unseren Gastfamilien gehen. Es ist sehr windig und deshalb auch sehr anstrengend zu paddeln – wir kommen nur langsam voran. Zu Hause empfängt uns unser Gastvater und wir freuen uns auf eine warme Dusche. Spät und erschöpft schlafen wir ein. Blanka, 16 Jahre und Uta, 17 Jahre

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre