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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Tag 18 – 27.07. – Ankunft

Die letzten Tage ist eigentlich nicht viel passiert, außer, dass wir in kürzester Zeit 180 Kilometer gepaddelt sind. Als wir gestern Nacht an der Taco Bar angekommen sind, haben wir die Nachricht bekommen, dass die Gwich’in uns dort mit ihren Booten nicht abholen können, da der Wasserstand des Peel Rivers zu niedrig ist. Zu groß ist die Angst, auf eine Sandbank aufzulaufen und den Motor nachhaltig zu schädigen. Wir sollen uns mit ihnen am Trail River treffen. Doch wo ist dieser? Keiner weiß es…die Gwich’in Teammitglieder schätzen zwischen 30 und 130 Kilometer. Das wird spannend. Doch Gegenwind macht uns einen Strich durch die Rechnung: nach 7 Stunden haben wir grad mal 30 Kilometer geschafft. Das wird eine lange Nacht. Wir paddeln weiter und weiter. Jeder Paddelschlag wird schwerer und schwerer. Die Gesichter des Teams immer ermüdeter. Schuss. Tobi schreckt hoch und nochmal: Schuss. Auf einmal wird es ganz still. Doch dann: Schreie. Jubelschreie! Am Rand stehen die Boote, die uns abholen sollen. Winkende Menschen. Wir landen an und fallen uns gegenseitig in die Arme. Geschafft. Wir sind da. Die Abholung hat geklappt. Alle sind total erleichtert und überglücklich. Wir werden die Nacht hier bleiben, da es schon nach 20 Uhr ist, und morgen erst mit den Booten nach Fort McPherson fahren. Zum Abendbrot haben die Gwich’in alles mitgebracht, von dem wir die letzten Tage geträumt haben: Obst, Gemüse, Süßigkeiten, und vor allem zwei besondere Dinge: gebratenen Schwan und ein gestern erst geschossenes Karibou. Wir fühlen uns extrem wohl und schon bald schließen sich neue Kontakte. Wir reden über die Expedition und die Mission und es wird gegenseitig Dank ausgesprochen: Die Gwich’in danken uns, dass wir uns für den Schutz dieser einmaligen und größten Bergwildnis der Welt einsetzen, und wir danken Ihnen, dass wir in ihrem Heimatgebiet reisen dürfen. Als wir nach viel Essen, Trinken und Hunderten Gesprächen und Gelächter einschlafen, sind wir alle nur überglücklich. Was für uns, aber vor allem für die Gwich’in der dringend notwendige Schutz dieses Naturjuwels bedeutet, lässt sich nur schwer in Worte fassen. Aber eins ist klar: Wir müssen es schützen.

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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