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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Was passiert mit BP’s Schadensmilliarden?

Über zwei Jahre ist es jetzt schon her, dass im Golf von Mexiko die Ölplattform „Deepwater Horizon“ explodiert ist und damit eine der größten Umweltkatastrophen der letzten Jahre verursacht hat. Über 4,9 Mil. Barrel bzw. 779,1 Mil. Liter Öl flossen damals in die Bucht vor den USA und Mexiko. Erst nach knapp 3 Monaten konnte das Leck gestoppt werden. Angrenzende Naturschutzareale oder auch das Mississippi Flussdelta wurden nachhaltig beschädigt. Dass BP nach diesem Unglück nicht einfach so davon kommen würde, war ihnen wohl klar. So wurden in die Jahresbilanz 38 Milliarden $ eingerechnet, um möglichen Schadensersatz oder andere Strafen zu bezahlen. Letzte Woche entschieden US-Behörden in einer Einigung, dass BP als Betreiber der Plattform (Eigentümer war das Schweizer Unternehmen Transocean) 4,5 Milliarden Dollar als Strafe zahlen sollen. Dieses Geld kann BP über 5 Jahre in Raten abbezahlen, ein Großteil geht dann beispielsweise an die „National Fish and Wildlife Foundation“ (2,4 Milliarden $) und die „Nationale Wissenschaftsakademie“ (350 Millionen $). Kurioserweise erhält auch die US-Börsenaufsicht 525 Millionen $. Nun könnte man ja denken BP sei gut weggekommen, wenn mit 38 Milliarden $ geplant wurde. Doch die größeren Summen werden BP im Streit um Schadensersatz zahlen müssen. Vor allem die anliegenden US-Staaten am Golf von Mexiko planen Klage, um den Tourismusausfall zu kompensieren. Dabei geht es um bis zu 21 Milliarden $. Die versuchte außergerichtliche Einigung von BP ging schief, da sich der US-Staat Louisiana quergestellt hat. Im Februar 2013 kommt es also nun zu einem Zivilprozess in den USA, bei dem sich BP verantworten muss, nicht grob fahrlässig gehandelt zu haben. Dies ist nämlich die Argumentation der staatlichen Stellen, sollte das Gericht nach dieser Anklage entscheiden, müsste BP für einen Barrel Öl, 4300 $ statt 1100 $ zahlen. Damit wären die 38 Milliarden dann doch ziemlich schnell aufgebraucht. Quellen: Abendblatt                  Spiegel Online Foto:       Wikipedia „Ölpest im Golf von Mexiko“                  badische-zeitung.de

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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