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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Wo die Lakritze auf den Bäumen wächst

Pia „Bzzz“ – das erste Geräusch des Morgens. „Vielleicht hätte ich doch nicht unter freiem Himmel schlafen sollen?“, denke ich, während ich mit einer Hand mein Tuch tief ins Gesicht ziehe und mit der anderen versuche, die mich umkreisenden Mücken zu verscheuchen. Als Daves „Wake-Up-Song“ erklingt stehe ich schließlich auf. Das orangefarbene Morgenlicht lässt die Landschaft malerisch aussehen, mit dem wolkenlosen Himmel ist sie beinahe zu perfekt. Lina und ich sitzen auf den Steinen am Wasser und lassen das eindrucksvolle Bild auf uns wirken. Nach dem Frühstück im Schatten unter der gestern gespannten Plane, machen wir uns auf den Weg zu einer blumenbewachsenen Wiese. Obwohl sie nicht besonders weit von unserem Camp entfernt ist, brauchen wir eine ganze Weile, um sie zu Fuß zu erreichen, da wir auf der Wanderung viele interessante Dinge entdecken. Am meisten beeindruckt mich der Lackritzfarn, den wir auf einem großen Ahornbaum finden. Er schmeckt süßlich, wenn man auf seiner Wurzel kaut. Der Geschmack erinnert mich allerdings eher an Sellerie als an Lackritze. Nachmittags paddeln wir vom Camp aus zu einer Stelle an der das Wasser tief genug ist zum Schwimmen. Ich bin sehr erleichtert, als wir schließlich in den kühlen Fluss springen können, denn an der Luft ist es, besonders in den Schwimmwesten, unglaublich heiß! Abgekühlt und mit Insektenspray präpariert, laufen wir noch ein kleines Stück in den Wald, um einen kurzen Film zu drehen. Danach wird schon der Großteil des Camps abgebaut und früh schlafen gegangen, denn die morgige Paddeltour beginnt um 4:30 Uhr – ehrlich gesagt bin ich nach der vorangegangenen Nacht noch ziemlich müde!

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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