FAQ

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Wilderness International

Hinter Wilderness International Deutschland stehen 25 Gründungsstifter, die neun Mitglieder des Stiftungsrats, drei Vorstandsmitglieder, unser Büroteam, viele Ehrenamtliche und unzählige Spender, Sponsoren und Unterstützer.
Auf kanadischer Seite kümmert sich David MacDonald vor Ort um die Landkäufe. Ellen Weiland und Kai Andersch vertreten die Interessen von WI Deutschland. Außerdem engagieren sich auch hier Freiwillige, Spender und Unterstützer. Mehr dazu finden Sie unter „Was macht Wilderness International (Canada)?“
Mehr Informationen zur Organisation von Wilderness International finden Sie hier.

Wilderness International zeichnet sich durch ein direkt nachvollziehbares Konzept zum handfesten Schutz von Wildnis aus. Wir kaufen ökologisch wertvolle Wildnisgebiete in Kanada mit Grundbucheintrag auf. So wird die maximale dauerhafte Rechtssicherheit des Schutzes gewährleistet. Die Käufe werden durch Spenden refinanziert, sogenannte Wildnispatenschaften. Wildnispaten können ihr Patenschaftsgebiet selbst auswählen und erhalten die konkreten Geokoordinaten der geschützten Gebiete. So ist direkt nachvollziehbar, wo sich das geschützte Gebiet befindet. Auf unseren Expeditionen haben die teilnehmenden Schüler zum Beispiel die Schutzgebiete ihrer Schulen mit der Urkunde und dem GPS-Gerät aufgesucht, angeschaut und erforscht.

Ein effizienter Stiftungsaufbau und das Engagement vieler Freiwilliger sorgen für geringe Verwaltungskosten in Höhe von ca. 10%, sodass der Großteil Ihrer Spende direkt in die Projektarbeit mit den Wildnisschutz im Mittelpunkt fließt.

Wilderness Internationals Engagement orientiert sich an ökologischer Sinnhaftigkeit und Dringlichkeit sowie zunehmender globaler Vernetzung. Auf globaler Ebene schützen wir Wildnis dort, wo es sie noch gibt. Auf lokaler Ebene konzentrieren wir uns auf Umweltbildung und Renaturierung. Unter anderem wollen wir Schüler durch die Wildnisläufe zum Engagement für den Naturschutz inspirieren und begeistern. Außerdem führen wir gemeinsam mit den den teilnehmenden Schulen lokale Umweltprojekte durch.

Die vielseitigen fachlichen Hintergründe unserer aktiven Mitarbeiter sichern einen multidisziplinären Ansatz. Durch Kooperationen mit wissenschaftlichen Partnern wie zum Beispiel dem Umweltforschungszentrum Leipzig und den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen stellen wir die Qualität unserer Arbeit sicher.

In Kanada werden wir durch unsere Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) rechtlich vertreten. Vor Ort ist David MacDonald, Direktor von Wilderness International (Canada), der vor allem die Landkäufe koordiniert. Ellen Weiland und Kai Andersch komplettieren das Team. Außerdem engagieren sich auch hier Freiwillige, Spender und Unterstützer, zum Beispiel in gemeinsamen Projekten mit First Nations. So konnte in der Vergangenheit bspw. ein Wildnislauf im Cowichan Valley durchgeführt werden. Mehr darüber können Sie in diesen Zeitungsartikeln erfahren:
Cowichan Students Walk for the Wild
Cowichan Valley Citizen
Zudem war Wilderness International (Canada) maßgeblich am „Protect the Peel“ Projekt in Zusammenarbeit mit der Canadian Parks and Wilderness Society (CPAWS) und den Gwich’in beteiligt. Mehr Infos erhalten sie in diesem Trailersowie in diesen Zeitungsartikeln:
Yukon News 2008
Yukon News 2017
CBC News 2017
News/North 2017 
Tusaayaksat 2007

Wilderness International kaufte bisher Land von Forstkonzernen, Privatpersonen und Bergbau-Spekulanten.

Landkauf

Wilderness International steht als Besitzer des Landes im Grundbuch. Zwei Beispiele für Grundbucheinträge können Sie hier einsehen.

Stiftungskonstrukt

Das Stiftungskonstrukt wiederum verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt X in der Stiftung engagierten Menschen. Unsere Satzung legt fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden.

Rechtssicherheit und Kontrolle

Die große Rechtssicherheit in Kanada sorgt dafür, dass eine Beschädigung von Land starke Sanktionen nach sich zieht. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Ein Zaun, natürliche Grenzen oder Schilder sollten gegeben sein, weshalb unsere Landstücke in diesem Jahr mit Schildern gekennzeichnet werden. Zudem sind unsere Schutzgebiete aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellem und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risiko erreichbar. Zudem kontrollieren wir die geschützten Gebiete im Rahmen regelmäßiger Forschungsaufenthalte.

Vorleistung

Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, das Sie ausgewählt haben.

Bislang haben wir sechs Landstücke mit einer Gesamtfläche von 391 Hektar erworben und so unter dauerhaften Schutz gestellt. Dies entspricht einer Fläche von 548 Fußballfeldern oder 3,91 Millionen Quadratmetern geschütztem Wald. Davon sind bereits 270 Hektar durch Wildnispatenschaften refinanziert.

Zwei der fünf Landstücke, das „Land der Adler“ und das „Land der Wölfe“ befinden sich auf Porcher Island. Die Insel liegt an der Nordwestküste Kanadas, ca. 40km südlich der Hafenstadt Prince Rupert. Mit diesen Landstücken wurde das bereits bestehende Naturschutzgebiet „Gitxaala Nii Luutiksm/Kitkala Conservancy“ erweitert. Die anderen vier Landstücke, das „Land der Grizzlies“, das „Land der Geisterblumen“ und das „Land der Wapitis“ und das „Land der Kolibris“ befinden sich im Toba Valley. Dieses Flusstal liegt etwa 160km nördlich von Vancouver City an der Küste.

Die Flächen werden durch Wilderness International und unsere kanadische Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) per Grundbucheintrag gekauft. Somit liegt das alleinige Verfügungsrecht bei Wilderness International. Unsere Satzung legt mit dem Stiftungszweck fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden. Das Stiftungskonstrukt verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt in der Stiftung engagierten Menschen.

Gemeinsam mit unseren Naturschutzexperten und wissenschaftlichen Partnern wie dem Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ), den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen und anderen wählen wir die Landstücke nach besonderer Schutzbedürftigkeit aus. Ausschlaggebend dafür sind Faktoren wie Artenvielfalt, Biomasse und akute Bedrohung.

Es begab sich vor vielen Jahren, irgendwo an der Westküste Kanadas, dass ein junger Mann nach einer Sturmflut am Strand spazieren ging. Tausende Seesterne hatte die Sturmflut auf das Land gespült, und es würden Wochen oder sogar Monate vergehen, bis die Wellen sich wieder hoch genug auftürmen würden, um die Seesterne zurück ins Meer zu tragen. „All die wunderschönen Seesterne werden nun in der Sonne vertrocknen“ dachte der junge Mann traurig, „und es gibt nichts, was ich tun könnte.“ Dann erblickte er in der Ferne einen alten Mann, der einen Seestern zurück ins Meer trug. Und noch einen. Und noch einen. „Was für ein aussichtsloses Unterfangen“ ging es dem jungen Mann durch den Kopf, „wo doch tausende Seesterne hier liegen und dem sicheren Tod geweiht sind.“ So ging er auf den alten Mann zu und fragte ihn: „Warum tust du das? Das macht doch keinen Unterschied…“ Der alte Mann bückte sich, hob einen besonders schönen Seestern auf und zeigte ihn dem jungen Mann: „Doch. Für diesen einen macht es einen Unterschied.“ Mit diesen Worten lief er ein weiteres Mal zum Meer.

Diese Legende bringt unsere Überzeugung auf den Punkt, dass jeder Beitrag zum Umweltschutz, jeder geschützte Quadratmeter zählt. Wilderness International wählt die Landstücke auch nach strategischen Gesichtspunkten aus. Die Landstücke auf Porcher Island vergrößern ein bereits bestehendes Naturschutzgebiet, jene im Toba Tal schützen durch ihre Lage am Zusammenfluss zwischen Big Toba und Little Toba indirekt ein weitaus größeres Gebiet und schützen einen von Wölfen, Grizzlybären und Wapitihirschen stark frequentierten Wildtierkorridor. Insgesamt hat Wilderness International bereits 3,9 Millionen Quadratmeter gekauft und so dauerhaft geschützt. Kern unseres Konzeptes ist die ökologische Notwendigkeit, mindestens Zellen unberührter Natur zu erhalten, in denen Artenvielfalt erhalten bleibt und natürliche Prozesse ungestört ablaufen. Für die erfolgreiche Renaturierung von umliegenden Gebieten sind diese Urwaldzellen unabdingbar, damit sich bedrohte Arten wieder ansiedeln können. Neben dem Landkauf ist Umweltbildungsarbeit ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes. Wir möchten die heranwachsende Generation für den Umweltschutz begeistern und sie inspirieren, selbst aktiv zu werden. Im Rahmen des Wildnislaufes lernen jedes Jahr tausende Schülerinnen und Schüler das Ökosystem temperierter Regenwald und dessen einzigartige Bedeutung kennen.

Sie können Wilderness International auf vielen Wegen unterstützen:

  • Finanziell:
  • Wildnispatenschaft: Spenden Sie einmalig direkt für den Wildnisschutz. Sie können die Wildnispatenschaft auch verschenken. Mehr Infos dazu finden Sie auch unter „Was ist eine Wildnispatenschaft“.
  • Werden Sie Fördermitglied : Unterstützen Sie uns mit einer regelmäßigen ungebundenen Spende.
  • In Persona: Unterstützen Sie uns bei der Durchführung von Wildnisläufen oder anderen Aktionen.
  • Umweltbotschafter werden
  • Wissenschaftlicher Partner werden
  • Kooperationspartner oder Naturschutzpartner werden
  • Ihren ökologischen Fußabdruck ausgleichen
  • Ihr Umfeld für die Ziele von Wilderness International begeistern

Das Grundstockvermögen umfasst zum Einen den durch Stifter und Zustifter zur Verfügung gestellten Geldwert von 54.000€, zum Anderen die bereits erworbenen Landstücke in Kanada. Wilderness International besitzt fünf Landstücke mit einer Größe von insgesamt 391 Hektar. Unser langfristiges Ziel ist es, mit dem Grundstockvermögen unsere laufenden Kosten (Grundsteuer und Verwaltungskosten) abzusichern.

Wildnislauf

Der Wildnislauf ist ein Sponsorenlauf für Schulen. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben eine Stunde Zeit, auf dem Sportplatz so viele Runden zu rennen wie möglich. Im Vorfeld suchen sie sich selbstständig und auf freiwilliger Basis Sponsoren, die pro gelaufener Runde einen vorher gemeinsam festgelegten Betrag an Wilderness International spenden. Jedes Jahr nehmen ca. 6000 Schüler von über 30 Schulen aus ganz Deutschland am Wildnislauf teil. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

80% der Spendengelder werden direkt für den Kauf und die wissenschaftliche Erforschung unserer Wildnisflächen, sowie für unsere Umweltbildungsarbeit verwendet. Die übrigen 20% können von den teilnehmenden Schulen für die Umsetzung eigener, lokaler Umweltprojekte abgerufen werden. Für jede 50 Euro, die als einmalige Spende erlaufen werden, schützt Wilderness International zusammen mit allen Wildnisläufern und Sponsoren/Spendern ein 64 Quadratmeter großes, geniales Stück Wildnis für alle Zukunft.

Der Wildnislauf soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, unmittelbar, dauerhaft und nachvollziehbar etwas in der Welt zu verändern. Wir wollen Kinder und Jugendliche für für den direkten Naturschutz begeistern. Damit unterstützen wir die Schulen bei der Vermittlung eines wesentlichen Ziels gemäß des Lehrplans. Die Teilnahme am Wildnislauf stärkt den Klassenzusammenhalt, da alle Schülerinnen und Schüler für ein gemeinsames Ziel arbeiten: ihren Klassenwald. Durch das Sponsoren-Prinzip lernen die Schüler eine Möglichkeit kennen, wie sie eigene Projekte umsetzen bzw. finanzieren können.

In der Vorbereitung auf den Spendenlauf werden die Schüler über Umweltprobleme und Naturschutz in Kanada informiert. Sie lernen das Ökosystem des temperierten Regenwaldes kennen und werden über eine Thematik in ihrem komplexen, globalen Rahmen informiert. Durch die Teilnahme am Wildnislauf und der damit verbundenen Sponsorensuche werden folgende Fähigkeiten gemäß der Bildungs- und Erziehungsziele (Lehrplan Sachsen, Gymnasium) eingeübt:

  • Reflexions- und Diskursfähigkeit
  • Interdisziplinarität und Mehrdisziplinarität
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Umweltbewusstsein
  • Werteorientierung
  • Verantwortungsbereitschaft

Nach dem Wildnislauf können 20% der Spendengelder von den teilnehmenden Schulen für die Umsetzung eigener, lokaler Umweltprojekte abgerufen werden.

Seit der Stiftungsgründung 2008 sind Wildnisläufe ein elementarer Bestandteil unserer Arbeit zum Schutz unberührter Natur. Jedes Jahr führen wir zwischen fünf und acht Wildnisläufe durch und kooperieren jährlich mit etwa 60 Schulen.

Der Wildnislaufzettel besteht aus zwei Teilen:

a) Wenn Du den oberen Teil verloren hast, dann schicke uns einfach eine Mail an lauf@wilderness-international.org. Darin müssen folgende Angaben enthalten sein:

  • Name, Vorname
  • Schule
  • Klasse
  • Rundenanzahl
  • Name/n und Adresse/n des/der Sponsor/en (für die Zuwendungsbescheinigung)
  • E-Mail-Adresse des Sponsors (für eventuelle Rückfragen)
  • Geldbeträge pro Sponsor
  • sechsstellige Zuwendungsnummer (Die findest Du auf dem unteren Teil des Wildnislaufzettels)

b) Wenn Du den unteren Teil verloren hast und Dein Sponsor deshalb nicht weiß, wohin er das Geld überweisen soll, kann er sich hier informieren. Achtung! Jeder Lauf hat eine eigene Kontoverbindung. Wenn Du den gesamten Zettel verloren hast, dann befolge erst a) und dann b). Bitte weise außerdem Deinen Sponsor darauf hin, bei seiner Überweisung zusätzlich noch Deinen Namen anzugeben. Nur so können wir Dir das Geld zuordnen. Vielen Dank!

Die Teilnahme am Wildnislauf erfolgt stets auf freiwilliger Basis. Nimmt Deine Schule bereits am Wildnislauf teil, Deine Klasse jedoch nicht, kannst Du Dich von der Schulleitung für den betreffenden Tag individuell freistellen lassen und am Lauf teilnehmen. Sind wir mit Deiner Schule noch nicht in Kontakt getreten, kannst Du die Initiative ergreifen. Du kannst Deine Mitschüler darüber informieren und Dich direkt bei uns melden, oder Deine Lehrer bitten mit uns in Kontakt zu treten.

Jeder kann ein Sponsor sein. Es ist ganz egal, ob es deine Eltern, der Bäcker in Deiner Straße, Ärzte oder große Unternehmen sind. Erzähl davon, was Du beim Vortrag über den temperierten Regenwald gelernt hast, und warum Du Dich engagieren möchtest. Frag, ob sie Dich dabei unterstützen möchten. Die Sponsorensuche kann sehr mühsam sein, denn Du kannst nicht jeden mit Deinem Anliegen erreichen. Deshalb gilt das Motto: Lass Dich nicht entmutigen, denn jeder Euro zählt!

Beim vorbereitenden Umweltbildungsvortrag bringen wir die Sponsorenzettel an Deine Schule. Du nimmst Dir so viele, wie Du glaubst, Sponsoren finden zu können. Wir lassen immer auch ein paar zusätzliche Exemplare bei Deinem Klassenlehrer, im Lehrerzimmer oder im Sekretariat, damit Du Dir noch mehr Sponsorenzettel holen kannst. Es ist wichtig, dass Du für jeden Sponsor ein eigenes Formular mitnimmst und diese nicht kopierst. Denn jeder Sponsorenzettel enthält eine einzigartige Nummer, damit wir die Spenden später den richtigen Läufern zuordnen können. Den oberen Teil füllst Du aus und begibst Dich auf Sponsorensuche. Mit jedem Sponsor verhandelst Du die Spendenhöhe pro Runde. Gemeinsam füllt ihr den unteren Teil des Sponsorenzettels aus. Zum Wildnislauf bringst Du den kompletten Zettel mit. Nach dem Lauf trägst Du Deine Rundenzahl in den oberen und und in den unteren Teil des Sponsorenzettels ein. Deine Lehrerin oder Dein Lehrer bestätigen Deine Rundenzahl und Du unterschreibst den Sponsorenzettel. Nach dem Lauf bringst Du den unteren Teil zu Deinen Sponsoren, damit Sie wissen, wie viel Geld sie bitte überweisen sollen. Alternativ kannst Du den Sponsorenzettel abfotografieren und per E-Mail, SMS oder WhatsApp an potentielle Unterstützer versenden. Achte dabei auch darauf, dass sie bei der Überweisung Deinen Namen und Deine Schule in den Überweisungsbetreff schreiben und dass Du in ihrem Namen die Sponsorenzettel genau so ausfüllst, als ob Du vor ihnen sitzen würdest. Am Besten Du rufst sie an und gehst mit ihnen gemeinsam die Sponsorenvereinbarung Zeile für Zeile durch.

Du könntest Deine/n Lehrer/in bitten Deine Runden zu zählen oder Dir bei jeder Runde einen Streich abholen. Oder Du bittest jemanden aus deinem Familien- und Bekanntenkreis vorbeizukommen und Deine Runden zu zählen.

Der Wildnislauf eröffnet Ihrem Kind die Möglichkeit unmittelbar und dauerhaft etwas in der Welt zu verändern. 20% der Spendengelder können außerdem von der Schule Ihres Kindes für die Umsetzung eigener, lokaler Umweltprojekte abgerufen werden. In der Vergangenheit wurden damit großartige Projekte umgesetzt. Einige Beispiele finden Sie hier.

Ihr Kind wird für den handfesten Naturschutz verbunden mit einem persönlichen Erfolgserlebnis sensibilisiert. Außerdem lernt Ihr Kind mit dem Sponsorenlauf eine Möglichkeit kennen, eigene Projekte umzusetzen bzw. zu finanzieren. Die Schüler schützen direkt und langfristig Lebensräume mit einer für die gemäßigten Breiten einzigartigen Artenvielfalt. Dieses Engagement verbriefen wir mit Wildnispatenurkunden, auf denen die genauen Geokoordinaten des geschützten Gebietes vermerkt sind.

Freuen Sie sich, dass sich Ihr Kind so begeistert für den Umweltschutz einsetzt! Falls Sie in der Sponsorenvereinbarung keinen Maximalbetrag (Festbetrag) eingetragen haben, aber Ihnen die errechnete Spende zu hoch ist, dürfen Sie gern einfach die Ihnen angenehme Summe überweisen. Kontaktieren Sie uns einfach. Wir finden eine Lösung!

Sie kommen mit Ihrer Klasse etwa 30 Minuten vor Beginn des Laufes am Veranstaltungsort an. Eine Begrüßung und gemeinsame Erwärmung findet 15 Minuten vor dem Lauf statt. Der eigentliche Wildnislauf dauert eine Stunde. Nach dem Lauf gibt es Obst für alle Teilnehmer. Insgesamt sollten Sie für den Wildnislauf zwei Stunden einplanen. Dazu kommt die An- und Abreise.

In der Regel zählen die Schüler ihre Runden selbstständig und eigenverantwortlich. Eine Möglichkeit ist es, den Schülern nach jeder absolvierten Runde einen Strich auf die Hand oder den Arm zu malen oder eine klassische Strichliste zu führen.

Die Zuwendungsbescheinigungen stellen wir in der Regel ca. ein halbes Jahr nach dem Lauf aus.

1) Als Sponsor für einen Wildnisläufer haben Sie die Möglichkeit, selbst etwas für den Erhalt eines der wertvollsten Ökosysteme der Welt beizutragen.

2) Sie können das Engagement von Schülern unterstützen und ihnen so ein Erfolgserlebnis ermöglichen.

3) Die geschützten Waldgebiete sind wesentliche Kohlenstoffsenken. Mit Ihrer Spende beteiligen Sie sich aktiv am Klimaschutz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

4) Ihre Spende ist für Sie steuerlich absetzbar.

Die Feedbackzettel sind weder Zahlungsaufforderungen, noch Mahnungen. Sie dienen lediglich der Übersicht für die Schüler über die Geldeingänge der Sponsoren bei Wilderness International, um Fehler im Prozess zu vermeiden.

Spenden

Einzigartige und artenreiche Natur

Der temperierte Regenwald ist ein einzigartiges Ökosystem. Seine Urwälder beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt und Jahrtausende alte Baumriesen. Seltene Geisterblumen sind hier zu Hause, außerdem Bären, Wölfe und Adler. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Klimaerhalt

Bei der CO2-Speicherung sind die temperierten Regenwälder weltweit Spitzenreiter. Die bis zu 2000 Jahre alten Bäume und Moore spielen im Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Nirgendwo sonst binden die Bäume so viel CO2 – 104,79kg sind es pro Quadratmeter im Land der Grizzlies! Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Nach dem Prinzip der Klimaneutralität ist es daher unerheblich, an welchem Ort Emissionen verursacht oder eingespart werden. Entscheidend ist vielmehr, dass global die Konzentration der Treibhausgasse in der Atmosphäre gesenkt wird. Der Schutz kanadischer Regenwälder ist somit ein handfester Beitrag zum Klimaschutz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wildnis hat global positive Auswirkungen

Der Schutz von Wildnisgebieten hat viele positive Auswirkungen: Stabile Niederschläge, saubere Luft, klares Wasser, Artenvielfalt, Klimaerhalt, Ruhepole für Rückzug und Erholung, fantastische Landschaften, Platz für Abenteuer und Herausforderung, Besinnung auf unsere Wurzeln. Wo wir diese Orte schützen hat dabei keinen Einfluss darauf, wie sehr wir von diesen positiven Auswirkungen profitieren können.

In Kanada gibt es noch Wildnis

Wildnis oder unberührte Natur ist der einzige Ort, an dem natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Nur hier finden unzählige Arten einen passenden Lebensraum. Wildnisgebiete sind daher ein Refugium, in dem langfristig Arten überleben können. Wenn Naturschutzgebiete etabliert werden, kann sich die Artenvielfalt von dort aus wieder ausbreiten. Auch in Deutschland gab es einst flächendeckend Urwälder mit alten Bäumen. Daran, dass heute nichts mehr davon übrig ist, zeigt sich, dass Wildnis keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist unsere Verantwortung, die verbleibenden Wildnisgebiete zu schützen, egal wo sie sich befinden.

Danke an die Natur sagen

Das natürliche Gleichgewicht bleibt nur erhalten, wenn wir nicht mehr nur Nehmen, sondern auch Geben. Daher ist es Zeit, endlich auch wieder an die Natur zurückzugeben. Sagen wir Danke für alles, womit sie uns versorgt – beschützen wir sie.

Rechtssicherheit und dauerhafter Schutz

Kanada ist ein Rechtsstaat mit strengen Regelungen zu Eigentumsverhältnissen. Das macht eine willkürliche Enteignung unmöglich. Anders als in Ländern mit weniger stark ausgeprägter Rechtssicherheit zieht deswegen eine Beschädigung umfassende Sanktionen nach sich. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Ein Zaun, natürliche Grenzen oder Schilder sollten gegeben sein, weshalb unsere Landstücke mit Schildern gekennzeichnet sind. Zudem sind unsere Schutzgebiete aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellen und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risisko erreichbar. Zudem kontrollieren wir die geschützten Gebiete bei regelmäßigen Expeditionen. Die Flächen werden durch Wilderness International und unsere kanadische Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) per Grundbucheintrag gekauft. Unsere Satzung legt mit dem Stiftungszweck fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden. Das Stiftungskonstrukt verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt in der Stiftung engagierten Menschen. So ist der langfristige Schutz der gekauften Gebiete gewährleistet. Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, welches Sie ausgewählt haben.

Akute Bedrohung

Von der ursprünglichen Fläche des temperierten Regenwaldes sind in Kanada nur noch etwa 25% übrig. Diese letzten Gebiete sind verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt:

  • Holzgewinnung in Urwäldern
  • Agrarflächen verdrängen die Wälder
  • Zersiedlung und Bau von Infrastruktur wie z.B. Straßen
  • Austritt Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll

Lesen Sie dazu auch „Warum keine lokalen Projekte?“ und „Warum engagieren sich die Kanadier nicht selbst?“

Von den Spendengeldern werden Wildnisgebiete im Westen Kanadas erworben und dadurch dauerhaft geschützt. Unsere Verwaltungsquote liegt bei ungefähr 7-11% und die Personalkostenquote (inklusive Personal für Projekte) bei 18-24%. Somit kann Wilderness International den Großteil der Spendenmittel für den Urwaldschutz, die Umweltbildung und regionale Umweltprojekte z.B. an Schulen verwenden.

  • Patenschaftsspende: Mit 50% direkte Refinanzierung von Landkäufen und somit direkter und dauerhafter Schutz eines von Ihnen gewählten Wildnisgebiets; die zweiten 50% werden für die wissenschaftliche Erforschung der Artenvielfalt und Kohlenstoffflüsse sowie für Umweltbildung und die jährliche Grundsteuer unserer Naturschutzgebiete verwendet.
  • Ungebundene Spenden: unterstützen die Projekte, welche am dringendsten Finanzbedarf haben
  • Fördermitgliedschaften: Strukturelle Unterstützung der Stiftung
  • Sponsoring-Gelder: Für Wildnisläufe und andere Aktionen, Wasser, Verpflegung, Kommunikation, Tische, Transportermiete

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Transparenz-Seite.

Der Stiftungsrat und -vorstand haben im März 2015 entschieden, dass Wilderness International das DZI-Spendensiegel nicht beantragen wird, sondern stattdessen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft beitritt. Die Entscheidung basiert unter anderem auf den Handlungsempfehlungen der Masterarbeit unserer langjährigen Stiftungsratspräsidentin Ellen Weiland zum Thema „Verantwortliches Management im Stiftungswesen – Herleitung einer Handlungsempfehlung am Beispiel von Wilderness International“.

Kernpunkte, die gegen die Beantragung des DZI-Spendensiegels sprechen:

  • Zweckentfremdung von Spendenmitteln für die Kosten der Beantragung der Zertifizierung
  • hohe Arbeits- und Kostenbelastung für eine kleine Stiftung, die wie eine NGO geführt wird

„Neben einer Untersuchung, wie es um die Vertrauensbeziehung zwischen den Stakeholdern und der Stiftung steht, galt es die Frage zu klären, ob es ethisch korrekt ist, einen Teil der eingesammelten Spendengelder für die Kosten der Beantragung des DZI-Spendensiegels auszugeben. Aus Sicht des Stiftungsmanagements kommt dies einer Zweckentfremdung gleich, da das Management der Verantwortung, die Spendenmittel zweckentsprechend einzusetzen, sehr konkret und korrekt nachkommt und dafür keine Kosten in Form von Zeit und Ressourcen für die Einreichung der mannigfaltigen Unterlagen veranschlagen sollte, die für eine Beantragung des Spendensiegels anfallen würden.“ – Ellen Weiland, Verantwortliches Management im Stiftungswesen – Herleitung einer Handlungsempfehlung am Beispiel von Wilderness International

Zudem gibt es auch große, sehr bekannte und als gemeinnützig anerkannte Vereine, die nicht über ein DZI-Spendensiegel verfügen, wie BUND, WWF und Grüne Liga.

Die ITZ ist eine freiwillige Initiative für Transparenz in gemeinnützigen Organisationen. Sie wurde von Transparency International Deutschland ins Leben gerufen. TID ist eine gemeinnützige, politisch unabhängige Organisation, die deutschlandweit an einer effektiven und nachhaltigen Bekämpfung und Eindämmung der Korruption arbeitet. Dazu sollen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und Koalitionen bilden. Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein über die schädlichen Folgen der Korruption zu schärfen und Integritätssysteme zu stärken (mehr dazu hier). Eine Maßnahme ist das ITZ-Siegel, welches den Umstand adressiert, dass es in Deutschland keine einheitlichen Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Organisationen gibt. Das ITZ bietet Organisationen daher die Möglichkeit, sich freiwillig zu Transparenz und Offenheit zu verpflichten. Das geschieht, indem man 10 Informationen veröffentlicht, die jede Organisation öffentlich zugänglich machen sollte, die sogenannten „10 Punkte für die Öffentlichkeit“. Dazu zählen unter anderem die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur. Um Wilderness International transparenter zu gestalten, sind wir deshalb seit 2016 Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und legen unsere Daten und Jahresabschlüsse offen, die Sie hier einsehen können. Darüber hinaus sind wir für unsere Unterstützer sehr gern bereit, Ihnen bei einem persönlichen Gespräch detailliert Einblicke in unsere Arbeitsweise und Finanzen zu geben.

Nach dem Landkauf entstehen keine weiteren unmittelbaren Kosten, da weder Ranger noch Gärtner oder ähnliches eingestellt werden. Wir greifen nicht in die Natur ein und nehmen keine Veränderungen im Wald vor. Das Ziel von Wilderness International ist es, unberührte Wildnis vor dem Eingriff von Menschenhand zu schützen. Die Grundsteuern für unsere Naturschutzgebiete finanzieren wir schon jetzt größtenteils von den jährlichen Erträgen des Grundkapitals von Wilderness International.

Der Preis eines Landstückes wird von mehreren Faktoren beeinflusst:

  • Lage und Erreichbarkeit
  • aktueller Holzpreis
  • Standortfaktoren wie Vorkommen von Bodenschätzen und Biomassevolumen
  • Anzahl der weiteren Interessenten
  • Dauer der Verkaufsverhandlungen
  • Aktueller Besitzer
  • Verhandlungsgeschick unseres kanadischen Stiftungspräsidenten David MacDonald

Ja. Eine Zuwendungsbescheinigung stellen wir ab einer Spende von 50€ aus. Ist der gespendet Betrag geringer, können Sie den Kontoauszug für die Steuererklärung verwenden.

Eine Wildnispatenschaft ist eine einmalige Spende für den dauerhaften Schutz eines ganz bestimmten Waldstücks. Spenden Sie bspw. 50€, ermöglichen Sie uns dadurch den Kauf und langfristigen Schutz von 64m2 Wildnis. Für Sie entstehen keine weiteren Verpflichtungen. Sie erhalten eine Patenschaftsurkunde mit den konkreten Geokoordinaten ihres Landstücks, sowie eine Zuwendungsbescheinigung. Dadurch ist ihre Spende steuerlich absetzbar. Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, das Sie ausgewählt haben. Auf unserer Patenschaftsplattform haben Sie die Möglichkeit Ihr Gebiet aus der Vogelperspektive anzuschauen, oder sie geben die Geokoordinaten bei Google Maps ein. Die Patenschaft ist zeitlich unbegrenzt.

Sämtliche bei der Organisation und Durchführung der Wildnisläufe entstehenden Kosten werden durch zweckgebundene Spenden, bzw. durch Sponsoring von unseren Partnern übernommen. Spendengelder, die im Zuge der Wildnisläufe bei uns eingehen werden hierfür grundsätzlich nicht verwendet. Preise für besonders erfolgreiche Schüler und Schulkassen werden uns von unseren Partnern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Wildnisschutz

Die meisten Kanadier sind absolut begeistert, wenn sie von unserem Projekt hören, und beteiligen sich direkt. Leider ist in Kanada die Endlichkeit der Ressourcen vielen noch nicht bewusst. Außerdem ist die Holzgewinnung ein traditioneller und sehr wichtiger Wirtschaftszweig mit einer einflussreichen und finanziell starken Lobby, ähnlich wie die Autoindustrie in Deutschland. Es gibt zwar kanadische NGOs, die sich für den Schutz der letzten Wildnisgebiete einsetzen, aber ihr politischer Einfluss ist nur gering.

Einzigartige und artenreiche Natur

Der temperierte Regenwald ist ein einzigartiges Ökosystem. Seine Urwälder beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt und Jahrtausende alte Baumriesen. Seltene Geisterblumen sind hier zu Hause, außerdem Bären, Wölfe und Adler. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Klimaerhalt

Bei der CO2-Speicherung sind die temperierten Regenwälder weltweit Spitzenreiter. Die bis zu 2000 Jahre alten Bäume und Moore spielen im Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Nirgendwo sonst binden die Bäume so viel CO2 – 104,79kg sind es pro Quadratmeter im Land der Grizzlies! Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Nach dem Prinzip der Klimaneutralität ist es daher unerheblich, an welchem Ort Emissionen verursacht oder eingespart werden. Entscheidend ist vielmehr, dass global die Konzentration der Treibhausgasse in der Atmosphäre gesenkt wird. Der Schutz kanadischer Regenwälder ist somit ein handfester Beitrag zum Klimaschutz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wildnis hat global positive Auswirkungen

Der Schutz von Wildnisgebieten hat viele positive Auswirkungen: Stabile Niederschläge, saubere Luft, klares Wasser, Artenvielfalt, Klimaerhalt, Ruhepole für Rückzug und Erholung, fantastische Landschaften, Platz für Abenteuer und Herausforderung, Besinnung auf unsere Wurzeln. Wo wir diese Orte schützen hat dabei keinen Einfluss darauf, wie sehr wir von diesen positiven Auswirkungen profitieren können.

In Kanada gibt es noch Wildnis

Wildnis oder unberührte Natur ist der einzige Ort, an dem natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Nur hier finden unzählige Arten einen passenden Lebensraum. Wildnisgebiete sind daher ein Refugium, in dem langfristig Arten überleben können. Wenn Naturschutzgebiete etabliert werden, kann sich die Artenvielfalt von dort aus wieder ausbreiten. Auch in Deutschland gab es einst flächendeckend Urwälder mit alten Bäumen. Daran, dass heute nichts mehr davon übrig ist, zeigt sich, dass Wildnis keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist unsere Verantwortung, die verbleibenden Wildnisgebiete zu schützen, egal wo sie sich befinden.

Danke an die Natur sagen

Das natürliche Gleichgewicht bleibt nur erhalten, wenn wir nicht mehr nur Nehmen, sondern auch Geben. Daher ist es Zeit, endlich auch wieder an die Natur zurückzugeben. Sagen wir Danke für alles, womit sie uns versorgt – beschützen wir sie.

Rechtssicherheit und dauerhafter Schutz

Kanada ist ein Rechtsstaat mit strengen Regelungen zu Eigentumsverhältnissen. Das macht eine willkürliche Enteignung unmöglich. Anders als in Ländern mit weniger stark ausgeprägter Rechtssicherheit zieht deswegen eine Beschädigung umfassende Sanktionen nach sich. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Ein Zaun, natürliche Grenzen oder Schilder sollten gegeben sein, weshalb unsere Landstücke mit Schildern gekennzeichnet sind. Zudem sind unsere Schutzgebiete aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellen und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risisko erreichbar. Zudem kontrollieren wir die geschützten Gebiete bei regelmäßigen Expeditionen. Die Flächen werden durch Wilderness International und unsere kanadische Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) per Grundbucheintrag gekauft. Unsere Satzung legt mit dem Stiftungszweck fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden. Das Stiftungskonstrukt verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt in der Stiftung engagierten Menschen. So ist der langfristige Schutz der gekauften Gebiete gewährleistet. Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, welches Sie ausgewählt haben.

Akute Bedrohung

Von der ursprünglichen Fläche des temperierten Regenwaldes sind in Kanada nur noch etwa 25% übrig. Diese letzten Gebiete sind verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt:

  • Holzgewinnung in Urwäldern
  • Agrarflächen verdrängen die Wälder
  • Zersiedlung und Bau von Infrastruktur wie z.B. Straßen
  • Austritt Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll

Lesen Sie dazu auch „Warum keine lokalen Projekte?“ und „Warum engagieren sich die Kanadier nicht selbst?“

Auch in Deutschland ist Naturschutz von essentieller Wichtigkeit und begeistert uns. Deshalb engagieren wir uns in Aktionen für Artenvielfalt und Lebensräume vor der eigenen Haustür. Beispielsweise werden im Rahmen des Wildnislaufes 20% der erlaufenen Gelder für lokale Projekte an den teilnehmenden Schulen eingesetzt. Beispiele für bisher umgesetzte Projekte finden Sie hier. Für erfolgreichen Naturschutz sind jedoch Wildnisrefugien notwendig, welche Arten das Überleben und die Wiederausbreitung ermöglichen. Deshalb müssen bestehende Lebensräume geschützt werden. Daher sehen wir bei Wilderness International die oberste Priorität im Schutz unberührter Natur, dem Schutz von intakten Lebensräumen und dem Erhalt von Artenvielfalt.

In Deutschland gibt es keine Wildnisgebiete von bedeutender Größe mehr. In Kanadas temperiertem Regenwald gibt es noch unberührte Natur, eine hohe Artenvielfalt und Jahrtausende alte Bäume. Durch den geringen Kaufpreis können wir in Kanada sehr große, ökologisch wertvolle Flächen mit wenig Geld dauerhaft rechtssicher schützen. Wir finden daher, dass wir in diesem Bereich Spendengelder und ehrenamtliches Engagement am effektivsten einsetzen können.

Naturschutzprojekte in Deutschland sind wichtig und unterstützenswert. Ebenso ist es der Wildnisschutz. Jede Organisation muss sich auf Kernanliegen beschränken, keiner kann alles verändern. Engagement bewirkt dort am meisten, wo es von ganzem Herzen geschieht. Wilderness International hat sich dem Wildnisschutz verschrieben.

Das primäre Ziel von Wilderness International ist der konkrete Schutz von Wildnisgebieten. Umweltpolitische Maßnahmen sind oft nur in sehr langwierigen, ressourcenaufwändigen Prozessen zu erreichen und deren Erfolg ist erfahrungsgemäß oft nicht von Dauer. Deshalb betreiben wir praktischen Umweltschutz und bewahren so direkt ökologisch wertvolle Habitate. Neben dem Aufkauf von Wildnisgebieten arbeiten wir mit der indigenen Bevölkerung (bspw. den Cowichan und Gwich’in) zusammen. Wir unterstützen lokale Akteure dabei, auf Umweltprobleme hinzuweisen und diese auf eine globale Ebene zu heben. So gelang beispielsweise, den Schutz der Peel River Watershed, einem Wildnisgebiet von der Größe Österreichs im Norden Kanadas, zu erwirken. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Als Wildnis bezeichnen wir unberührte, ökologisch intakte Naturlandschaften.

Wildnis oder unberührte Natur ist der einzige Ort, an dem natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Nur hier finden unzählige Arten einen passenden Lebensraum. Wildnisgebiete sind daher ein Refugium, in dem Arten überleben können. Wenn Gebiete renaturiert werden, kann sich Artenvielfalt von dort aus wieder ausbreiten. Wildnisgebiete, egal wo sie sich befinden, haben viele positive Auswirkungen auf die gesamte Erde: Saubere Luft, klares Wasser, Artenvielfalt und Klimaerhalt. Sie bieten Ruhepole für Rückzug und Erholung, fantastische Landschaften, sowie Platz für Abenteuer und Herausforderung, oder auch Besinnung auf unsere Wurzeln. Vom Menschen wenig beeinflusste Naturgebiete werden immer seltener und damit zu Schätzen für uns und nachfolgende Generationen. Einmal durch Industrialisierung, Bergbau oder Landwirtschaft veränderte Natur ist nur mit großem Aufwand und hohen Kosten reparabel. Deswegen glauben wir, dass der Schutz von (noch) intakten Ökosystemen den größten Nutzen für den Umweltschutz bringt. Auch in Deutschland gab es einst flächendeckend Urwälder mit alten Bäumen. Daran, dass heute nichts mehr davon übrig ist, zeigt sich, dass Wildnis keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist unsere Verantwortung, die verbleibenden Wildnisgebiete zu schützen, egal wo sie sich befinden. Das natürliche Gleichgewicht bleibt nur erhalten, wenn wir nicht mehr nur Nehmen, sondern auch geben. Daher ist es Zeit, endlich auch wieder an die Natur zurückzugeben. Sagen wir Danke für alles, womit sie uns versorgt – beschützen wir sie.

Sonstiges

Hierbei handelt es sich um ein internationales Stipendiatenprogramm für den Naturschutz und globale Verantwortung. Das Umweltbotschafterprogramm ermöglicht es besonders engagierten Schülern die Gebiete kennenzulernen, die sie beim Wildnislauf geschützt haben. Kernstück des Stipendiatenprogramms ist eine mehrwöchige Expedition in die von Wilderness International geschützten Gebiete in Kanada. Engagierte Schülerinnen und Schüler der 9. – 11. Klasse erleben echte Wildnis hautnah, lernen die Kultur der First Nations kennen und führen eigene wissenschaftliche Projekte durch. Auf diese Weise entsteht eine emotionale Bindung und sie können authentisch von diesem Ökosystem und seiner Bedeutung berichten. Nach der Expedition werden so aus den Stipendiaten sogenannte Umweltbotschafter, die andere für den Umweltschutz begeistern. Durch die Ausarbeitung einer Wanderausstellung mit den Forschungsergebnissen und den Erlebnissen in der Wildnis berichten sie anderen von ihren Erlebnissen und teilen ihr neu erlangtes Wissen. Viele ehemalige Stipendiaten engagieren sich auch nach Ende des Programms für Wilderness International, bspw. durch ein FÖJ oder als Werkstudenten.

Am Stipendiatenprogramm „Wisdom Seekers Knowledge Keepers“ können engagierte Schüler/innen von der neunten bis zur nicht angefangenen zwölften Klasse teilnehmen, deren Schule am Wildnislauf teilgenommen hat. Der erste Schritt ist die schriftliche Bewerbung. Informationen zu dem Bewerbungszeitraum sowie die Bewerbungsunterlagen findest Du hier. Ein Kernbestandteil der Bewerbung ist Dein Forschungsprojekt. Du entwickelst Forschungsfragen und Ideen, wie Du Dein Projekt in Kanada am besten umsetzen kannst. Natürlich muss das Thema einen Bezug zur Flora und Fauna Kanadas oder den First Nations haben. Wenn Du zum Bewerbungsgespräch eingeladen wirst, hast Du die erste Hürde bereits geschafft. Nun gilt es, die Jury auch persönlich von Dir und Deinem Projekt zu überzeugen. Einige Tage nach dem Bewerbungsgespräch erhältst Du Bescheid, ob Du bei der Expedition dabei bist.

Unser Ansprechpartner beim UFZ ist Herr Prof. Dr. rer. nat. Andreas Huth, der in der Abteilung „ökologische Systemanalyse“ tätig ist. Er berät uns wissenschaftlich bei der Erweiterung unseres Modells zur Berechnung des Kohlenstoff-Flusses und bei Waldinventuren, die wir regelmäßig in Kanada durchführen. 2018 planen wir ein weiteres großes Forschungsprojekt zur Modellierung der Biomasse in den geschützten Urwäldern. Im Zuge dessen ist eine „light detection and ranging“-Befliegung (LIDAR) geplant. So können wir unsere Waldinventuren, welche die Grundlage unseres Modells für den CO2-Rechner bilden, validieren. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit ist mit der Diplomarbeit unseres langjährigen Mitarbeiters Hannes Holtermann zum Thema „Carbon Sequestration in a Temperate Rainforest on Porcher Island, Canada“ gefestigt worden. Diese können Sie hier einsehen.

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