FAQ

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Wilderness International

Hinter Wilderness International Deutschland stehen 25 Gründungsstifter, die neun Mitglieder des Stiftungsrats, drei Vorstandsmitglieder, unser Büroteam, viele Ehrenamtliche und unzählige Spender, Sponsoren und Unterstützer.
Auf kanadischer Seite kümmert sich David MacDonald vor Ort um die Landkäufe. Ellen Weiland und Kai Andersch vertreten die Interessen von WI Deutschland. Außerdem engagieren sich auch hier Freiwillige, Spender und Unterstützer. Mehr dazu finden Sie unter „Was macht Wilderness International (Canada)?“
Für Wilderness International Peru bilden die acht Gründer den Stiftungsrat. Vor Ort kümmert sich Chris Kirkby um die regelmäßige Kontrolle der Schutzgebiete sowie die Suche neuer Landstücke.
Mehr Informationen zur Organisation von Wilderness International finden Sie   hier.

Wilderness International zeichnet sich durch ein direkt nachvollziehbares Konzept zum handfesten Schutz von Wildnis aus. Wir kaufen ökologisch wertvolle Wildnisgebiete in Kanada und Peru mit Grundbucheintrag auf. So wird die maximale dauerhafte Rechtssicherheit des Schutzes gewährleistet. Die Käufe werden durch Spenden refinanziert, sogenannte Wildnispatenschaften. Wildnispaten können ihr Patenschaftsgebiet selbst auswählen und erhalten die konkreten Geokoordinaten der geschützten Gebiete. So ist direkt nachvollziehbar, wo sich das geschützte Gebiet befindet. Auf unseren Expeditionen haben die teilnehmenden Schüler zum Beispiel die Schutzgebiete ihrer Schulen mit der Urkunde und dem GPS-Gerät aufgesucht, angeschaut und erforscht.

Ein effizienter Stiftungsaufbau und das Engagement vieler Freiwilliger sorgen für geringe Verwaltungskosten in Höhe von ca. 10%, sodass der Großteil Ihrer Spende direkt in die Projektarbeit mit den Wildnisschutz im Mittelpunkt fließt.

Wilderness Internationals Engagement orientiert sich an ökologischer Sinnhaftigkeit und Dringlichkeit sowie zunehmender globaler Vernetzung. Auf globaler Ebene schützen wir Wildnis dort, wo es sie noch gibt. Auf lokaler Ebene konzentrieren wir uns auf Umweltbildung und Renaturierung. Unter anderem wollen wir Schüler durch die Wildnisläufe zum Engagement für den Naturschutz inspirieren und begeistern. Außerdem führen wir gemeinsam mit den den teilnehmenden Schulen lokale Umweltprojekte durch.

Die vielseitigen fachlichen Hintergründe unserer aktiven Mitarbeiter sichern einen multidisziplinären Ansatz. Durch Kooperationen mit wissenschaftlichen Partnern wie zum Beispiel dem Umweltforschungszentrum Leipzig, den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen und Fauna Forever stellen wir die Qualität unserer Arbeit sicher.

In Kanada werden wir durch unsere Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) rechtlich vertreten. Vor Ort ist David MacDonald, Direktor von Wilderness International (Canada), der vor allem die Landkäufe koordiniert. Ellen Weiland und Kai Andersch komplettieren das Team. Außerdem engagieren sich auch hier Freiwillige, Spender und Unterstützer, zum Beispiel in gemeinsamen Projekten mit First Nations. So konnte in der Vergangenheit bspw. ein Wildnislauf im Cowichan Valley durchgeführt werden. Mehr darüber können Sie in diesen Zeitungsartikeln (auf Englisch) erfahren:
Cowichan Students Walk for the Wild
Cowichan Valley Citizen
Zudem war Wilderness International (Canada) maßgeblich am „Protect the Peel“ Projekt in Zusammenarbeit mit der Canadian Parks and Wilderness Society (CPAWS) und den Gwich’in beteiligt. Mehr Infos erhalten sie in diesem Trailersowie in diesen Zeitungsartikeln:
Yukon News 2008
Yukon News 2017
CBC News 2017
News/North 2017
Tusaayaksat 2007

Wilderness International kaufte bisher Land von Forstkonzernen, Privatpersonen und Bergbau-Spekulanten.

Landkauf

Wilderness International steht als Besitzer des Landes im Grundbuch. Ein Beispiel für einen Grundbucheintrag können Sie hier einsehen.

Stiftungskonstrukt

Das Stiftungskonstrukt wiederum verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt X in der Stiftung engagierten Menschen. Unsere Satzung legt fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden.

Rechtssicherheit und Kontrolle

Die große Rechtssicherheit in Kanada sorgt dafür, dass eine Beschädigung von Land starke Sanktionen nach sich zieht. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Ein Zaun, natürliche Grenzen oder Schilder sollten gegeben sein, weshalb unsere Landstücke in diesem Jahr mit Schildern gekennzeichnet werden. Zudem sind unsere Schutzgebiete aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellem und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risiko erreichbar. Zudem kontrollieren wir die geschützten Gebiete im Rahmen regelmäßiger Forschungsaufenthalte.

Vorleistung

Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, das Sie ausgewählt haben.

Bislang haben wir sechs Landstücke mit einer Gesamtfläche von 391 Hektar erworben und so unter dauerhaften Schutz gestellt. Dies entspricht einer Fläche von 548 Fußballfeldern oder 3,91 Millionen Quadratmetern geschütztem Wald. Davon sind bereits 270 Hektar durch Wildnispatenschaften refinanziert.

Drei der fünf Landstücke, das „Land der Adler“, das „Land der Wölfe“ und das „Land der Fischotter“ befinden sich auf Porcher Island. Die Insel liegt an der Nordwestküste Kanadas, ca. 40km südlich der Hafenstadt Prince Rupert. Mit diesen Landstücken wurde das bereits bestehende Naturschutzgebiet „Gitxaala Nii Luutiksm/Kitkala Conservancy“ erweitert. Die anderen vier Landstücke, das „Land der Grizzlies“, das „Land der Geisterblumen“ und das „Land der Wapitis“ und das „Land der Kolibris“ befinden sich im Toba Valley. Dieses Flusstal liegt etwa 160km nördlich von Vancouver City an der Küste.

Die Flächen werden durch Wilderness International und unsere kanadische Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) per Grundbucheintrag gekauft. In Peru steht außerdem Wilderness International Peru mit im Grundbucheintrag. Somit liegt das alleinige Verfügungsrecht bei Wilderness International. Unsere Satzung legt mit dem Stiftungszweck fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden. Das Stiftungskonstrukt verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt in der Stiftung engagierten Menschen.

Gemeinsam mit unseren Naturschutzexperten und wissenschaftlichen Partnern wie dem Umweltforschungszentrum Leipzig (UFZ), den Senckenberg Naturhistorischen Sammlungen und anderen wählen wir die Landstücke nach besonderer Schutzbedürftigkeit aus. Ausschlaggebend dafür sind Faktoren wie Artenvielfalt, Biomasse und akute Bedrohung.

Es begab sich vor vielen Jahren, irgendwo an der Westküste Kanadas, dass ein junger Mann nach einer Sturmflut am Strand spazieren ging. Tausende Seesterne hatte die Sturmflut auf das Land gespült, und es würden Wochen oder sogar Monate vergehen, bis die Wellen sich wieder hoch genug auftürmen würden, um die Seesterne zurück ins Meer zu tragen. „All die wunderschönen Seesterne werden nun in der Sonne vertrocknen“ dachte der junge Mann traurig, „und es gibt nichts, was ich tun könnte.“ Dann erblickte er in der Ferne einen alten Mann, der einen Seestern zurück ins Meer trug. Und noch einen. Und noch einen. „Was für ein aussichtsloses Unterfangen“ ging es dem jungen Mann durch den Kopf, „wo doch tausende Seesterne hier liegen und dem sicheren Tod geweiht sind.“ So ging er auf den alten Mann zu und fragte ihn: „Warum tust du das? Das macht doch keinen Unterschied…“ Der alte Mann bückte sich, hob einen besonders schönen Seestern auf und zeigte ihn dem jungen Mann: „Doch. Für diesen einen macht es einen Unterschied.“ Mit diesen Worten lief er ein weiteres Mal zum Meer.

Diese Legende bringt unsere Überzeugung auf den Punkt, dass jeder Beitrag zum Umweltschutz, jeder geschützte Quadratmeter zählt. Wilderness International wählt die Landstücke auch nach strategischen Gesichtspunkten aus. Die Landstücke auf Porcher Island vergrößern ein bereits bestehendes Naturschutzgebiet, jene im Toba Tal schützen durch ihre Lage am Zusammenfluss zwischen Big Toba und Little Toba indirekt ein weitaus größeres Gebiet und schützen einen von Wölfen, Grizzlybären und Wapitihirschen stark frequentierten Wildtierkorridor. Insgesamt hat Wilderness International bereits 3,9 Millionen Quadratmeter gekauft und so dauerhaft geschützt. Kern unseres Konzeptes ist die ökologische Notwendigkeit, mindestens Zellen unberührter Natur zu erhalten, in denen Artenvielfalt erhalten bleibt und natürliche Prozesse ungestört ablaufen. Für die erfolgreiche Renaturierung von umliegenden Gebieten sind diese Urwaldzellen unabdingbar, damit sich bedrohte Arten wieder ansiedeln können. Neben dem Landkauf ist Umweltbildungsarbeit ein weiterer wichtiger Bestandteil unseres Konzeptes. Wir möchten die heranwachsende Generation für den Umweltschutz begeistern und sie inspirieren, selbst aktiv zu werden. Im Rahmen des Wildnislaufes lernen jedes Jahr tausende Schülerinnen und Schüler das Ökosystem temperierter Regenwald und dessen einzigartige Bedeutung kennen.

Sie können Wilderness International auf vielen Wegen unterstützen:

    Finanziell:

  • Wildnispatenschaft: Spenden Sie einmalig direkt für den Wildnisschutz. Sie können die Wildnispatenschaft auch verschenken. Mehr Infos dazu finden Sie auch unter „Was ist eine Wildnispatenschaft“.
  • Werden Sie Fördermitglied : Unterstützen Sie uns mit einer regelmäßigen ungebundenen Spende.
  • In Persona:

  • Unterstützen Sie uns bei der Durchführung von Wildnisläufen oder anderen Aktionen.
  • Umweltbotschafter werden
  • Wissenschaftlicher Partner werden
  • Kooperationspartner oder Naturschutzpartner werden
  • Ihren ökologischen Fußabdruck ausgleichen
  • Ihr Umfeld für die Ziele von Wilderness International begeistern

Das Grundstockvermögen umfasst zum Einen den durch Stifter und Zustifter zur Verfügung gestellten Geldwert von 54.000€, zum Anderen die bereits erworbenen Landstücke in Kanada. Wilderness International besitzt sieben Landstücke mit einer Größe von insgesamt 381 Hektar. Unser langfristiges Ziel ist es, mit dem Grundstockvermögen unsere laufenden Kosten (Grundsteuer und Verwaltungskosten) abzusichern.

Wildnislauf

Der Wildnislauf ist ein Sponsorenlauf für Schulen. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler haben eine Stunde Zeit, auf dem Sportplatz so viele Runden zu rennen wie möglich. Im Vorfeld suchen sie sich selbstständig und auf freiwilliger Basis Sponsoren, die pro gelaufener Runde einen vorher gemeinsam festgelegten Betrag an Wilderness International spenden. Jedes Jahr nehmen ca. 6000 Schüler von über 30 Schulen aus ganz Deutschland am Wildnislauf teil. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.

80% der Spendengelder werden direkt für den Kauf und die wissenschaftliche Erforschung unserer Wildnisflächen, sowie für unsere Umweltbildungsarbeit verwendet. Die übrigen 20% können von den teilnehmenden Schulen für die Umsetzung eigener, lokaler Umweltprojekte abgerufen werden. Für jede 50 Euro, die als einmalige Spende erlaufen werden, schützt Wilderness International zusammen mit allen Wildnisläufern und Sponsoren/Spendern ein 64 Quadratmeter großes, geniales Stück Wildnis für alle Zukunft.

Der Wildnislauf soll jungen Menschen die Möglichkeit geben, unmittelbar, dauerhaft und nachvollziehbar etwas in der Welt zu verändern. Wir wollen Kinder und Jugendliche für für den direkten Naturschutz begeistern. Damit unterstützen wir die Schulen bei der Vermittlung eines wesentlichen Ziels gemäß des Lehrplans. Die Teilnahme am Wildnislauf stärkt den Klassenzusammenhalt, da alle Schülerinnen und Schüler für ein gemeinsames Ziel arbeiten: ihren Klassenwald. Durch das Sponsoren-Prinzip lernen die Schüler eine Möglichkeit kennen, wie sie eigene Projekte umsetzen bzw. finanzieren können.

In der Vorbereitung auf den Spendenlauf werden die Schüler über Umweltprobleme und Naturschutz in Kanada und Peru informiert. Sie lernen die Ökosysteme temperierter und tropischer Regenwald kennen und werden über eine Thematik in ihrem komplexen, globalen Rahmen informiert. Durch die Teilnahme am Wildnislauf und der damit verbundenen Sponsorensuche werden folgende Fähigkeiten gemäß der Bildungs- und Erziehungsziele (Lehrplan Sachsen, Gymnasium) eingeübt:

  • Reflexions- und Diskursfähigkeit
  • Interdisziplinarität und Mehrdisziplinarität
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Umweltbewusstsein
  • Werteorientierung
  • Verantwortungsbereitschaft

Nach dem Wildnislauf können 20% der Spendengelder von den teilnehmenden Schulen für die Umsetzung eigener, lokaler Umweltprojekte abgerufen werden.

Seit der Stiftungsgründung 2008 sind Wildnisläufe ein elementarer Bestandteil unserer Arbeit zum Schutz unberührter Natur. Jedes Jahr führen wir zwischen fünf und acht Wildnisläufe durch und kooperieren jährlich mit etwa 60 Schulen.

Der Wildnislaufzettel besteht aus zwei Teilen:

a) Wenn Du den oberen Teil verloren hast, dann schicke uns einfach eine Mail an lauf@wilderness-international.org. Darin müssen folgende Angaben enthalten sein:

  • Name, Vorname
  • Schule
  • Klasse
  • Rundenanzahl
  • Name/n und Adresse/n des/der Sponsor/en (für die Zuwendungsbescheinigung)
  • E-Mail-Adresse des Sponsors (für eventuelle Rückfragen)
  • Geldbeträge pro Sponsor
  • sechsstellige Zuwendungsnummer (Die findest Du auf dem unteren Teil des Wildnislaufzettels)

b) Wenn Du den unteren Teil verloren hast und Dein Sponsor deshalb nicht weiß, wohin er das Geld überweisen soll, kann er sich hier informieren. Achtung! Jeder Lauf hat eine eigene Kontoverbindung. Wenn Du den gesamten Zettel verloren hast, dann befolge erst a) und dann b). Bitte weise außerdem Deinen Sponsor darauf hin, bei seiner Überweisung zusätzlich noch Deinen Namen anzugeben. Nur so können wir Dir das Geld zuordnen. Vielen Dank!

Die Teilnahme am Wildnislauf erfolgt stets auf freiwilliger Basis. Nimmt Deine Schule bereits am Wildnislauf teil, Deine Klasse jedoch nicht, kannst Du Dich von der Schulleitung für den betreffenden Tag individuell freistellen lassen und am Lauf teilnehmen. Sind wir mit Deiner Schule noch nicht in Kontakt getreten, kannst Du die Initiative ergreifen. Du kannst Deine Mitschüler darüber informieren und Dich direkt bei uns melden, oder Deine Lehrer bitten mit uns in Kontakt zu treten.

Jeder kann ein Sponsor sein. Es ist ganz egal, ob es deine Eltern, der Bäcker in Deiner Straße, Ärzte oder große Unternehmen sind. Erzähl davon, was Du beim Vortrag über den temperierten Regenwald gelernt hast, und warum Du Dich engagieren möchtest. Frag, ob sie Dich dabei unterstützen möchten. Die Sponsorensuche kann sehr mühsam sein, denn Du kannst nicht jeden mit Deinem Anliegen erreichen. Deshalb gilt das Motto: Lass Dich nicht entmutigen, denn jeder Euro zählt!

Beim vorbereitenden Umweltbildungsvortrag bringen wir die Sponsorenzettel an Deine Schule. Du nimmst Dir so viele, wie Du glaubst, Sponsoren finden zu können. Wir lassen immer auch ein paar zusätzliche Exemplare bei Deinem Klassenlehrer, im Lehrerzimmer oder im Sekretariat, damit Du Dir noch mehr Sponsorenzettel holen kannst. Es ist wichtig, dass Du für jeden Sponsor ein eigenes Formular mitnimmst und diese nicht kopierst. Denn jeder Sponsorenzettel enthält eine einzigartige Nummer, damit wir die Spenden später den richtigen Läufern zuordnen können. Den oberen Teil füllst Du aus und begibst Dich auf Sponsorensuche. Mit jedem Sponsor verhandelst Du die Spendenhöhe pro Runde. Gemeinsam füllt ihr den unteren Teil des Sponsorenzettels aus. Zum Wildnislauf bringst Du den kompletten Zettel mit. Nach dem Lauf trägst Du Deine Rundenzahl in den oberen und und in den unteren Teil des Sponsorenzettels ein. Deine Lehrerin oder Dein Lehrer bestätigen Deine Rundenzahl und Du unterschreibst den Sponsorenzettel. Nach dem Lauf bringst Du den unteren Teil zu Deinen Sponsoren, damit Sie wissen, wie viel Geld sie bitte überweisen sollen. Alternativ kannst Du den Sponsorenzettel abfotografieren und per E-Mail, SMS oder WhatsApp an potentielle Unterstützer versenden. Achte dabei auch darauf, dass sie bei der Überweisung Deinen Namen und Deine Schule in den Überweisungsbetreff schreiben und dass Du in ihrem Namen die Sponsorenzettel genau so ausfüllst, als ob Du vor ihnen sitzen würdest. Am Besten Du rufst sie an und gehst mit ihnen gemeinsam die Sponsorenvereinbarung Zeile für Zeile durch.

Du könntest Deine/n Lehrer/in bitten Deine Runden zu zählen oder Dir bei jeder Runde einen Streich abholen. Oder Du bittest jemanden aus deinem Familien- und Bekanntenkreis vorbeizukommen und Deine Runden zu zählen.

Der Wildnislauf eröffnet Ihrem Kind die Möglichkeit unmittelbar und dauerhaft etwas in der Welt zu verändern. 20% der Spendengelder können außerdem von der Schule Ihres Kindes für die Umsetzung eigener, lokaler Umweltprojekte abgerufen werden. In der Vergangenheit wurden damit großartige Projekte umgesetzt. Einige Beispiele finden Sie hier.

Ihr Kind wird für den handfesten Naturschutz verbunden mit einem persönlichen Erfolgserlebnis sensibilisiert. Außerdem lernt Ihr Kind mit dem Sponsorenlauf eine Möglichkeit kennen, eigene Projekte umzusetzen bzw. zu finanzieren. Die Schüler schützen direkt und langfristig Lebensräume mit einer für die gemäßigten Breiten einzigartigen Artenvielfalt. Dieses Engagement verbriefen wir mit Wildnispatenurkunden, auf denen die genauen Geokoordinaten des geschützten Gebietes vermerkt sind.

Freuen Sie sich, dass sich Ihr Kind so begeistert für den Umweltschutz einsetzt! Falls Sie in der Sponsorenvereinbarung keinen Maximalbetrag (Festbetrag) eingetragen haben, aber Ihnen die errechnete Spende zu hoch ist, dürfen Sie gern einfach die Ihnen angenehme Summe überweisen. Kontaktieren Sie uns einfach. Wir finden eine Lösung!

Sie kommen mit Ihrer Klasse etwa 30 Minuten vor Beginn des Laufes am Veranstaltungsort an. Eine Begrüßung und gemeinsame Erwärmung findet 15 Minuten vor dem Lauf statt. Der eigentliche Wildnislauf dauert eine Stunde. Nach dem Lauf gibt es Obst für alle Teilnehmer. Insgesamt sollten Sie für den Wildnislauf zwei Stunden einplanen. Dazu kommt die An- und Abreise.

In der Regel zählen die Schüler ihre Runden selbstständig und eigenverantwortlich. Eine Möglichkeit ist es, den Schülern nach jeder absolvierten Runde einen Strich auf die Hand oder den Arm zu malen oder eine klassische Strichliste zu führen.

Die Zuwendungsbescheinigungen stellen wir in der Regel ca. ein halbes Jahr nach dem Lauf aus.

1) Als Sponsor für einen Wildnisläufer haben Sie die Möglichkeit, selbst etwas für den Erhalt eines der wertvollsten Ökosysteme der Welt beizutragen.

2) Sie können das Engagement von Schülern unterstützen und ihnen so ein Erfolgserlebnis ermöglichen.

3) Die geschützten Waldgebiete sind wesentliche Kohlenstoffsenken. Mit Ihrer Spende beteiligen Sie sich aktiv am Klimaschutz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

4) Ihre Spende ist für Sie steuerlich absetzbar.

Die Feedbackzettel sind weder Zahlungsaufforderungen, noch Mahnungen. Sie dienen lediglich der Übersicht für die Schüler über die Geldeingänge der Sponsoren bei Wilderness International, um Fehler im Prozess zu vermeiden.

Spenden

Einzigartige und artenreiche Natur

Der temperierte Regenwald ist ein einzigartiges Ökosystem. Seine Urwälder beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt und Jahrtausende alte Baumriesen. Seltene Geisterblumen sind hier zu Hause, außerdem Bären, Wölfe und Adler. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Klimaerhalt

Bei der CO2-Speicherung sind die temperierten Regenwälder weltweit Spitzenreiter. Die bis zu 2000 Jahre alten Bäume und Moore spielen im Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Nirgendwo sonst binden die Bäume so viel CO2 – 104,79kg sind es pro Quadratmeter im Land der Grizzlies! Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Nach dem Prinzip der Klimaneutralität ist es daher unerheblich, an welchem Ort Emissionen verursacht oder eingespart werden. Entscheidend ist vielmehr, dass global die Konzentration der Treibhausgasse in der Atmosphäre gesenkt wird. Der Schutz kanadischer Regenwälder ist somit ein handfester Beitrag zum Klimaschutz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wildnis hat global positive Auswirkungen

Der Schutz von Wildnisgebieten hat viele positive Auswirkungen: Stabile Niederschläge, saubere Luft, klares Wasser, Artenvielfalt, Klimaerhalt, Ruhepole für Rückzug und Erholung, fantastische Landschaften, Platz für Abenteuer und Herausforderung, Besinnung auf unsere Wurzeln. Wo wir diese Orte schützen hat dabei keinen Einfluss darauf, wie sehr wir von diesen positiven Auswirkungen profitieren können.

In Kanada gibt es noch Wildnis

Wildnis oder unberührte Natur ist der einzige Ort, an dem natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Nur hier finden unzählige Arten einen passenden Lebensraum. Wildnisgebiete sind daher ein Refugium, in dem langfristig Arten überleben können. Wenn Naturschutzgebiete etabliert werden, kann sich die Artenvielfalt von dort aus wieder ausbreiten. Auch in Deutschland gab es einst flächendeckend Urwälder mit alten Bäumen. Daran, dass heute nichts mehr davon übrig ist, zeigt sich, dass Wildnis keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist unsere Verantwortung, die verbleibenden Wildnisgebiete zu schützen, egal wo sie sich befinden.

Danke an die Natur sagen

Das natürliche Gleichgewicht bleibt nur erhalten, wenn wir nicht mehr nur Nehmen, sondern auch Geben. Daher ist es Zeit, endlich auch wieder an die Natur zurückzugeben. Sagen wir Danke für alles, womit sie uns versorgt – beschützen wir sie.

Rechtssicherheit und dauerhafter Schutz

Kanada ist ein Rechtsstaat mit strengen Regelungen zu Eigentumsverhältnissen. Das macht eine willkürliche Enteignung unmöglich. Anders als in Ländern mit weniger stark ausgeprägter Rechtssicherheit zieht deswegen eine Beschädigung umfassende Sanktionen nach sich. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Ein Zaun, natürliche Grenzen oder Schilder sollten gegeben sein, weshalb unsere Landstücke mit Schildern gekennzeichnet sind. Zudem sind unsere Schutzgebiete aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellen und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risisko erreichbar. Zudem kontrollieren wir die geschützten Gebiete bei regelmäßigen Expeditionen. Die Flächen werden durch Wilderness International und unsere kanadische Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) per Grundbucheintrag gekauft. Unsere Satzung legt mit dem Stiftungszweck fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden. Das Stiftungskonstrukt verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt in der Stiftung engagierten Menschen. So ist der langfristige Schutz der gekauften Gebiete gewährleistet. Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, welches Sie ausgewählt haben.

Akute Bedrohung

Von der ursprünglichen Fläche des temperierten Regenwaldes sind in Kanada nur noch etwa 25% übrig. Diese letzten Gebiete sind verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt:

  • Holzgewinnung in Urwäldern
  • Agrarflächen verdrängen die Wälder
  • Zersiedlung und Bau von Infrastruktur wie z.B. Straßen
  • Austritt Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll

Lesen Sie dazu auch „Warum keine lokalen Projekte?“ und „Warum engagieren sich die Kanadier nicht selbst?“

Von den Spendengeldern werden Wildnisgebiete in Kanada und Peru erworben und dadurch dauerhaft geschützt. Unsere Verwaltungsquote liegt bei ungefähr 7-11% und die Personalkostenquote (inklusive Personal für Projekte) bei 18-24%. Somit kann Wilderness International den Großteil der Spendenmittel für den Urwaldschutz, die Umweltbildung und regionale Umweltprojekte z.B. an Schulen verwenden.

  • Patenschaftsspende: Mit 50% direkte Refinanzierung von Landkäufen und somit direkter und dauerhafter Schutz eines von Ihnen gewählten Wildnisgebiets; die zweiten 50% werden für die wissenschaftliche Erforschung der Artenvielfalt und Kohlenstoffflüsse sowie für Umweltbildung und die jährliche Grundsteuer unserer Naturschutzgebiete verwendet.
  • Ungebundene Spenden: unterstützen die Projekte, welche am dringendsten Finanzbedarf haben
  • Fördermitgliedschaften: Strukturelle Unterstützung der Stiftung
  • Sponsoring-Gelder: Für Wildnisläufe und andere Aktionen, Wasser, Verpflegung, Kommunikation, Tische, Transportermiete

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Transparenz-Seite.

Der Stiftungsrat und -vorstand haben im März 2015 entschieden, dass Wilderness International das DZI-Spendensiegel nicht beantragen wird, sondern stattdessen der Initiative Transparente Zivilgesellschaft beitritt. Die Entscheidung basiert unter anderem auf den Handlungsempfehlungen der Masterarbeit unserer langjährigen Stiftungsratspräsidentin Ellen Weiland zum Thema „Verantwortliches Management im Stiftungswesen – Herleitung einer Handlungsempfehlung am Beispiel von Wilderness International“.

Kernpunkte, die gegen die Beantragung des DZI-Spendensiegels sprechen:

  • Zweckentfremdung von Spendenmitteln für die Kosten der Beantragung der Zertifizierung
  • hohe Arbeits- und Kostenbelastung für eine kleine Stiftung, die wie eine NGO geführt wird

„Neben einer Untersuchung, wie es um die Vertrauensbeziehung zwischen den Stakeholdern und der Stiftung steht, galt es die Frage zu klären, ob es ethisch korrekt ist, einen Teil der eingesammelten Spendengelder für die Kosten der Beantragung des DZI-Spendensiegels auszugeben. Aus Sicht des Stiftungsmanagements kommt dies einer Zweckentfremdung gleich, da das Management der Verantwortung, die Spendenmittel zweckentsprechend einzusetzen, sehr konkret und korrekt nachkommt und dafür keine Kosten in Form von Zeit und Ressourcen für die Einreichung der mannigfaltigen Unterlagen veranschlagen sollte, die für eine Beantragung des Spendensiegels anfallen würden.“ – Ellen Weiland, Verantwortliches Management im Stiftungswesen – Herleitung einer Handlungsempfehlung am Beispiel von Wilderness International

Zudem gibt es auch große, sehr bekannte und als gemeinnützig anerkannte Vereine, die nicht über ein DZI-Spendensiegel verfügen, wie BUND, WWF und Grüne Liga.

Die ITZ ist eine freiwillige Initiative für Transparenz in gemeinnützigen Organisationen. Sie wurde von Transparency International Deutschland ins Leben gerufen. TID ist eine gemeinnützige, politisch unabhängige Organisation, die deutschlandweit an einer effektiven und nachhaltigen Bekämpfung und Eindämmung der Korruption arbeitet. Dazu sollen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und Koalitionen bilden. Ziel ist es, das öffentliche Bewusstsein über die schädlichen Folgen der Korruption zu schärfen und Integritätssysteme zu stärken (mehr dazu hier). Eine Maßnahme ist das ITZ-Siegel, welches den Umstand adressiert, dass es in Deutschland keine einheitlichen Veröffentlichungspflichten für gemeinnützige Organisationen gibt. Das ITZ bietet Organisationen daher die Möglichkeit, sich freiwillig zu Transparenz und Offenheit zu verpflichten. Das geschieht, indem man 10 Informationen veröffentlicht, die jede Organisation öffentlich zugänglich machen sollte, die sogenannten „10 Punkte für die Öffentlichkeit“. Dazu zählen unter anderem die Satzung, die Namen der wesentlichen Entscheidungsträger sowie Angaben über Mittelherkunft, Mittelverwendung und Personalstruktur. Um Wilderness International transparenter zu gestalten, sind wir deshalb seit 2016 Mitglied der Initiative Transparente Zivilgesellschaft und legen unsere Daten und Jahresabschlüsse offen, die Sie hier einsehen können. Darüber hinaus sind wir für unsere Unterstützer sehr gern bereit, Ihnen bei einem persönlichen Gespräch detailliert Einblicke in unsere Arbeitsweise und Finanzen zu geben.

Nach dem Landkauf entstehen keine weiteren unmittelbaren Kosten, da weder Ranger noch Gärtner oder ähnliches eingestellt werden. Wir greifen nicht in die Natur ein und nehmen keine Veränderungen im Wald vor. Das Ziel von Wilderness International ist es, unberührte Wildnis vor dem Eingriff von Menschenhand zu schützen. Die Grundsteuern für unsere Naturschutzgebiete finanzieren wir schon jetzt größtenteils von den jährlichen Erträgen des Grundkapitals von Wilderness International.

Der Preis eines Landstückes wird von mehreren Faktoren beeinflusst:

  • Lage und Erreichbarkeit
  • aktueller Holzpreis
  • Standortfaktoren wie Vorkommen von Bodenschätzen und Biomassevolumen
  • Anzahl der weiteren Interessenten
  • Dauer der Verkaufsverhandlungen
  • Aktueller Besitzer
  • Verhandlungsgeschick unseres kanadischen Stiftungspräsidenten David MacDonald

Ja. Eine Zuwendungsbescheinigung stellen wir ab einer Spende von 50€ aus. Ist der gespendet Betrag geringer, können Sie den Kontoauszug für die Steuererklärung verwenden.

Eine Wildnispatenschaft ist eine einmalige Spende für den dauerhaften Schutz eines ganz bestimmten Waldstücks. Spenden Sie bspw. 50€, ermöglichen Sie uns dadurch den Kauf und langfristigen Schutz von 64m2 Wildnis. Für Sie entstehen keine weiteren Verpflichtungen. Sie erhalten eine Patenschaftsurkunde mit den konkreten Geokoordinaten ihres Landstücks, sowie eine Zuwendungsbescheinigung. Dadurch ist ihre Spende steuerlich absetzbar. Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, das Sie ausgewählt haben. Auf unserer Patenschaftsplattform haben Sie die Möglichkeit Ihr Gebiet aus der Vogelperspektive anzuschauen, oder sie geben die Geokoordinaten bei Google Maps ein. Die Patenschaft ist zeitlich unbegrenzt.

Sämtliche bei der Organisation und Durchführung der Wildnisläufe entstehenden Kosten werden durch zweckgebundene Spenden, bzw. durch Sponsoring von unseren Partnern übernommen. Spendengelder, die im Zuge der Wildnisläufe bei uns eingehen werden hierfür grundsätzlich nicht verwendet. Preise für besonders erfolgreiche Schüler und Schulkassen werden uns von unseren Partnern kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Wildnisschutz

Die meisten Kanadier sind absolut begeistert, wenn sie von unserem Projekt hören, und beteiligen sich direkt. Leider ist in Kanada die Endlichkeit der Ressourcen vielen noch nicht bewusst. Außerdem ist die Holzgewinnung ein traditioneller und sehr wichtiger Wirtschaftszweig mit einer einflussreichen und finanziell starken Lobby, ähnlich wie die Autoindustrie in Deutschland. Es gibt zwar kanadische NGOs, die sich für den Schutz der letzten Wildnisgebiete einsetzen, aber ihr politischer Einfluss ist nur gering.

Auch in Deutschland ist Naturschutz von essentieller Wichtigkeit und begeistert uns. Deshalb engagieren wir uns in Aktionen für Artenvielfalt und Lebensräume vor der eigenen Haustür. Dazu gehört bspw. die von uns und weiteren engagierten Dresdnern und Dresdnerinnen ins Leben gerufene Initiative „Mein Baum – Mein Dresden“, bei der durch bürgerschaftliches Engagement 500 000 Bäume in der Stadt gepflanzt werden. Die Initiative wird derzeit auch auf andere deutsche Städte ausgeweitet. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie hier .
Zudem werden im Rahmen des Wildnislaufes 20% der erlaufenen Gelder für lokale Projekte an den teilnehmenden Schulen eingesetzt. Beispiele für bisher umgesetzte Projekte finden Sie hier. Für erfolgreichen Naturschutz sind jedoch Wildnisrefugien notwendig, welche Arten das Überleben und die Wiederausbreitung ermöglichen. Deshalb müssen bestehende Lebensräume geschützt werden. Daher sehen wir bei Wilderness International die oberste Priorität im Schutz unberührter Natur, dem Schutz von intakten Lebensräumen und dem Erhalt von Artenvielfalt.

In Deutschland gibt es keine Wildnisgebiete von bedeutender Größe mehr. In Kanadas temperiertem Regenwald gibt es noch unberührte Natur, eine hohe Artenvielfalt und Jahrtausende alte Bäume. Durch den geringen Kaufpreis können wir in Kanada sehr große, ökologisch wertvolle Flächen mit wenig Geld dauerhaft rechtssicher schützen. Wir finden daher, dass wir in diesem Bereich Spendengelder und ehrenamtliches Engagement am effektivsten einsetzen können.

Naturschutzprojekte in Deutschland sind wichtig und unterstützenswert. Ebenso ist es der Wildnisschutz. Jede Organisation muss sich auf Kernanliegen beschränken, keiner kann alles verändern. Engagement bewirkt dort am meisten, wo es von ganzem Herzen geschieht. Wilderness International hat sich dem Wildnisschutz verschrieben.

Das primäre Ziel von Wilderness International ist der konkrete Schutz von Wildnisgebieten. Umweltpolitische Maßnahmen sind oft nur in sehr langwierigen, ressourcenaufwändigen Prozessen zu erreichen und deren Erfolg ist erfahrungsgemäß oft nicht von Dauer. Deshalb betreiben wir praktischen Umweltschutz und bewahren so direkt ökologisch wertvolle Habitate. Neben dem Aufkauf von Wildnisgebieten arbeiten wir mit der indigenen Bevölkerung (bspw. den Cowichan und Gwich’in) zusammen. Wir unterstützen lokale Akteure dabei, auf Umweltprobleme hinzuweisen und diese auf eine globale Ebene zu heben. So gelang beispielsweise, den Schutz der Peel River Watershed, einem Wildnisgebiet von der Größe Österreichs im Norden Kanadas, zu erwirken. Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Als Wildnis bezeichnen wir unberührte, ökologisch intakte Naturlandschaften.

Wildnis oder unberührte Natur ist der einzige Ort, an dem natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Nur hier finden unzählige Arten einen passenden Lebensraum. Wildnisgebiete sind daher ein Refugium, in dem Arten überleben können. Wenn Gebiete renaturiert werden, kann sich Artenvielfalt von dort aus wieder ausbreiten. Wildnisgebiete, egal wo sie sich befinden, haben viele positive Auswirkungen auf die gesamte Erde: Saubere Luft, klares Wasser, Artenvielfalt und Klimaerhalt. Sie bieten Ruhepole für Rückzug und Erholung, fantastische Landschaften, sowie Platz für Abenteuer und Herausforderung, oder auch Besinnung auf unsere Wurzeln. Vom Menschen wenig beeinflusste Naturgebiete werden immer seltener und damit zu Schätzen für uns und nachfolgende Generationen. Einmal durch Industrialisierung, Bergbau oder Landwirtschaft veränderte Natur ist nur mit großem Aufwand und hohen Kosten reparabel. Deswegen glauben wir, dass der Schutz von (noch) intakten Ökosystemen den größten Nutzen für den Umweltschutz bringt. Auch in Deutschland gab es einst flächendeckend Urwälder mit alten Bäumen. Daran, dass heute nichts mehr davon übrig ist, zeigt sich, dass Wildnis keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist unsere Verantwortung, die verbleibenden Wildnisgebiete zu schützen, egal wo sie sich befinden. Das natürliche Gleichgewicht bleibt nur erhalten, wenn wir nicht mehr nur Nehmen, sondern auch geben. Daher ist es Zeit, endlich auch wieder an die Natur zurückzugeben. Sagen wir Danke für alles, womit sie uns versorgt – beschützen wir sie.

Einzigartige und artenreiche Natur

Der temperierte Regenwald ist ein einzigartiges Ökosystem. Seine Urwälder beherbergen eine einzigartige Artenvielfalt und Jahrtausende alte Baumriesen. Seltene Geisterblumen sind hier zu Hause, außerdem Bären, Wölfe und Adler. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Klimaerhalt

Bei der CO2-Speicherung sind die temperierten Regenwälder weltweit Spitzenreiter. Die bis zu 2000 Jahre alten Bäume und Moore spielen im Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Nirgendwo sonst binden die Bäume so viel CO2 – 104,79kg sind es pro Quadratmeter im Land der Grizzlies! Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Nach dem Prinzip der Klimaneutralität ist es daher unerheblich, an welchem Ort Emissionen verursacht oder eingespart werden. Entscheidend ist vielmehr, dass global die Konzentration der Treibhausgasse in der Atmosphäre gesenkt wird. Der Schutz kanadischer Regenwälder ist somit ein handfester Beitrag zum Klimaschutz. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Wildnis hat global positive Auswirkungen

Der Schutz von Wildnisgebieten hat viele positive Auswirkungen: Stabile Niederschläge, saubere Luft, klares Wasser, Artenvielfalt, Klimaerhalt, Ruhepole für Rückzug und Erholung, fantastische Landschaften, Platz für Abenteuer und Herausforderung, Besinnung auf unsere Wurzeln. Wo wir diese Orte schützen hat dabei keinen Einfluss darauf, wie sehr wir von diesen positiven Auswirkungen profitieren können.

In Kanada gibt es noch Wildnis

Wildnis oder unberührte Natur ist der einzige Ort, an dem natürliche Prozesse ungestört ablaufen können. Nur hier finden unzählige Arten einen passenden Lebensraum. Wildnisgebiete sind daher ein Refugium, in dem langfristig Arten überleben können. Wenn Naturschutzgebiete etabliert werden, kann sich die Artenvielfalt von dort aus wieder ausbreiten. Auch in Deutschland gab es einst flächendeckend Urwälder mit alten Bäumen. Daran, dass heute nichts mehr davon übrig ist, zeigt sich, dass Wildnis keine Selbstverständlichkeit ist. Es ist unsere Verantwortung, die verbleibenden Wildnisgebiete zu schützen, egal wo sie sich befinden.

Danke an die Natur sagen

Das natürliche Gleichgewicht bleibt nur erhalten, wenn wir nicht mehr nur Nehmen, sondern auch Geben. Daher ist es Zeit, endlich auch wieder an die Natur zurückzugeben. Sagen wir Danke für alles, womit sie uns versorgt – beschützen wir sie.

Rechtssicherheit und dauerhafter Schutz

Kanada ist ein Rechtsstaat mit strengen Regelungen zu Eigentumsverhältnissen. Das macht eine willkürliche Enteignung unmöglich. Anders als in Ländern mit weniger stark ausgeprägter Rechtssicherheit zieht deswegen eine Beschädigung umfassende Sanktionen nach sich. Der British Columbia Trespass Act verbietet es eindeutig, Privatland zu betreten. Verstöße werden auf Klage gerichtlich verfolgt, selbst wenn kein Schaden entstanden ist. Ein Zaun, natürliche Grenzen oder Schilder sollten gegeben sein, weshalb unsere Landstücke mit Schildern gekennzeichnet sind. Zudem sind unsere Schutzgebiete aufgrund ihrer Abgelegenheit und dem unerschlossenen Gebiet nur unter großem finanziellen, materiellen und zeitlichen Aufwand und nicht ohne Risisko erreichbar. Zudem kontrollieren wir die geschützten Gebiete bei regelmäßigen Expeditionen. Die Flächen werden durch Wilderness International und unsere kanadische Schwesterstiftung Wilderness International (Canada) per Grundbucheintrag gekauft. Unsere Satzung legt mit dem Stiftungszweck fest, dass die Landstücke unberührt gelassen und lediglich zu Forschungs- und Dokumentationszwecken aufgesucht werden. Das Stiftungskonstrukt verhindert, dass die Rechte über die Verfügung von Eigentum bei einer einzelnen Person liegen. Vielmehr gehört die Stiftung und damit auch ihr Land immer allen zum Zeitpunkt in der Stiftung engagierten Menschen. So ist der langfristige Schutz der gekauften Gebiete gewährleistet. Wir gehen beim Kauf von Landstücken immer in Vorleistung. Ihre Spende refinanziert den Kauf. Dadurch stellen wir sicher, dass für Ihre Spende auch wirklich genau das Waldstück geschützt wird, welches Sie ausgewählt haben.

Akute Bedrohung

Von der ursprünglichen Fläche des temperierten Regenwaldes sind in Kanada nur noch etwa 25% übrig. Diese letzten Gebiete sind verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt:

  • Holzgewinnung in Urwäldern
  • Agrarflächen verdrängen die Wälder
  • Zersiedlung und Bau von Infrastruktur wie z.B. Straßen
  • Austritt Kanadas aus dem Kyoto-Protokoll

Lesen Sie dazu auch „Warum keine lokalen Projekte?“ und „Warum engagieren sich die Kanadier nicht selbst?“

Das liegt zum einen daran, dass wir unsere Luftbilder nur alle paar Jahre erneuern können, aber ein unbefestigter wilder Fluss, wie es der Toba River ist, „mäandert“, also seinen Lauf immer wieder verändert. Er hat das Ufer in den letzten Jahren immer wieder leicht verschoben, sodass seit der Aufnahme unseres ersten Luftbilds und dessen Georeferenzierung einige wenige unserer Gebiete ins Wasser gewandert sind und andere Gebiete trockengelegt wurden. Sie sind natürlich dennoch weiterhin geschützt als wichtiger Teil des Ökosystems, den der Fluss darstellt, bspw. für die Bären und Wölfe und die riesigen Bäume, die vom Fluss und seinen Lachsen abhängig sind. Die laut Grundbuch eingetragene und gekaufte Größe der Fläche verändert sich außerdem nicht sondern bleibt gleich.
Ein weiterer Grund für die Verschiebung der Landstücke ist, dass die Möglichkeiten zur Erstellung georefenzierter Luftbilder für uns immer besser geworden ist und wir diese Genauigkeit in Zukunft auch noch weiter ausbauen. Das heißt, dass die Luftbilder inzwischen viel genauer georeferenziert werden können. Für unsere ersten Landstücke, wie bspw. Das Land der Grizzlybären, haben wir die Luftbilder noch mit dem Wasserflugzeug aufgenommen, während wir unser aktuellstes Landstück, das Land der Fischotter, komplett drohnengestützt georeferenzieren konnten. 
Leichte Schwankungen der Geokoordinaten kommen außerdem zustande, weil derzeit über nicht oder kaum besiedelten Gebieten wenige Satelliten unterwegs sind. Das wird sich verbessern, sobald das europäische GPS-System online ist.

CO2-Rechner

Wilderness International ist eine gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, ökologisch wertvolle und akut bedrohte Wildnisgebiete zu erhalten. Derzeit schützen wir Urwälder in Westkanadas temperiertem Regenwald so wie in den ostperuanischen Tropen. Die Landstücke werden per Grundbucheintrag gekauft und sind so rechtssicher geschützt. Die Landkäufe werden durch Spenden für sogenannte Wildnispatenschaften refinanziert. Wildnispaten erhalten eine personalisierte Urkunde mit den exakten Geokoordinaten des geschützten Waldstückes.
Außerdem setzt sich die Stiftung für Umweltbildung ein und arbeitet dafür jährlich mit mehreren tausend Schülern zusammen, mit denen auch lokale Projekte wie Baumpflanzaktionen und Schulhofbegrünungen durchgeführt werden.

Kurz gesagt: Jeder von uns bekommt täglich von der Natur zu Essen, Lebensraum, sauberes Wasser und klare Luft zum Atmen geschenkt. Es ist Zeit, dafür Danke zu sagen indem wir ihr erlauben, zu existieren und sich zu erholen. So übernehmen wir Verantwortung, können den Klimawandel aufhalten und das Leben auf unserer Erde retten.

Der CO2-Fußabdruck gibt uns Zahlen, um unsere Auswirkungen auf die Atmosphäre greifbar zu machen. Durch den Schutz der entsprechend großen Fläche intakter Natur gleichen wir unsere Emissionen aus, indem wir die Freisetzung riesiger Mengen CO2 verhindern, wichtige Funktionen von Wäldern für das Klima erhalten und Lebensräume und Artenvielfalt bewahren.

In der Weltgemeinschaft stehen das Bewusstsein und die Notwendigkeit des Handelns längst ganz oben auf der Tagesordnung. Das 13. der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen legt daher fest, dass umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergriffen werden müssen. Ziel #15 legt außerdem fest, dass Landökosysteme dringend geschützt und ihre positiven Effekte erhalten werden müssen. Mit unserem Rechner und der dazugehörigen Kompensation erfüllen Sie also gleich zwei der UN-Nachhaltigkeitsziele.

Ein weiterer Vorteil für Sie ist, dass Sie unseren CO2-neutral Sticker erhalten und somit in der Kommunikation zeigen können, dass Sie als Vorbild vorangehen, Verantwortung übernehmen und nachhaltig handeln.

Die lange Erklärung:

Als Bewohner der Erde verbraucht jeder von uns täglich natürliche Ressourcen und hinterlässt so seine Spuren auf der Erde: Wir beziehen Strom, kaufen Technik, sind mobil und heizen – dabei entstehen Emissionen, die unsere Atmosphäre beeinflussen. In den letzten Jahren haben wir so viele Emissionen verursacht und so wenig Natur geschützt, dass sich das Klima verändert und die Ökosysteme und das Leben auf unserer Erde bedroht sind. Zunehmende Wetterextreme wie Überflutungen und Dürren und das rasante Artensterben zeigen das.
Doch wir haben den besten Verbündeten – die Natur, die uns täglich Ressourcen und Lebensraum, sauberes Wasser und klare Luft zum Atmen schenkt. Wenn wir endlich Danke sagen und ihr erlauben, zu existieren und sich zu erholen, können wir den Klimawandel aufhalten.

Unsere Emissionen können berechnet und in CO2-Äquivalenten ausgedrückt werden. Damit werden die Auswirkungen unseres menschlichen Handelns auf das Klima in Zahlen gefasst. Sobald wir unseren Anteil kennen, können wir Verantwortung dafür übernehmen und handeln, um den Klimawandel aufzuhalten und Lebensräume und Artenvielfalt zu bewahren.

Nicht alle Emissionen sind vermeidbar. Sie lassen sich jedoch ausgleichen, indem wir bspw. intakte Natur bewahren, denn dort sind große Mengen CO2 gespeichert. Indem wir sie handfest und dauerhaft schützen verhindern wir die Freisetzung von gespeichertem CO2 und bewahren gleichzeitig wertvolle Naturräume.

Es werden die Treibhausgas-Emissionen berechnet, die bei den Tätigkeiten einer bestimmten Einheit entstehen, bspw. von Personen (Einzelpersonen-, Familien- und Schulklassenrechner), von einer Institution (bspw. Firmenrechner und Schulrechner), oder einer Aktivität (bspw. Reiserechner).
Dabei wird nicht ausschließlich der Ausstoß von CO2 berechnet, sondern auch die Emission anderer klimawirksamer Gase wie Methan und Lachgas. Diese Emissionen werden wiederum in CO2-Äquivalente umgerechnet, weshalb der Schwerpunkt in der Kommunikation auf CO2 liegt, obwohl auch weitere Treibhausgase mit einbezogen werden. 1g Methan bspw. ist ungefähr 25-mal klimawirksamer als 1g CO2. 1g Methan ergeben daher 25g CO2-Äquivalente.

Der CO2-Fußabdruck wird mit Hilfe von sogenannten CO2-Faktoren berechnet. Im Idealfall gibt es für jedes Produkt oder jede Aktivität einen solchen Faktor, der wissenschaftlich ermittelt wurde und angibt, wie viele Kilogramm CO2-Äquivalente durch die Nutzung des Produkts oder durch die Durchführung der Aktivität ausgestoßen werden.
Als Beispiel: Nach einer Quelle vom Umweltbundesamt verursacht ein mittelgroßer PKW 0,214 kg CO2 bei einer Fahrtstrecke von einem Kilometer. Davon ausgehend wird mittels Eurer Angaben zur Anzahl vorhandener Fahrzeugen und Euren Aktivitäten damit (gefahrene Kilometer auf dem Arbeits- oder Schulweg, auf Reisen oder zu Geschäftsterminen) Euer CO2-Fußabdruck ermittelt.

Soweit es die Datenlage erlaubt, fließt der gesamte Lebenszyklus eines Produkts bzw. einer Aktivität in die CO2-Berechnung ein (bspw. nicht nur Benzinverbrennung des Autos, sondern auch Emissionen der Rohstoffgewinnung, Herstellung und Entsorgung des Fahrzeuges).

Wir verwenden in unserem Rechner verhältnismäßig wenige Durchschnitte und Verallgemeinerungen. Unser oberstes Ziel bei der Entwicklung des Rechners und der Erstellung unserer Datenbank war immer, dass jede*r den persönlichen Fußabdruck so genau wie möglich ausrechnen kann. Auf diese Art werden bspw. Menschen, die so gut wie nie Auto fahren, nicht für Emissionen für Infrastruktur wie Autobahnen verantwortlich gemacht, die in vielen geläufigen Rechnern auf jeden Fußabdruck pauschal aufgerechnet werden. Daher könnte die Abfrage bei uns auch manchmal etwas länger dauern bzw. es kann etwas detaillierterer Anstrengung bedürfen, Deine konkreten Werte herauszufinden. An vielen Stellen hast Du aber auch Wahlmöglichkeiten, wie exakt Du die Daten angeben möchtest.

So hoch unser Anspruch auch ist, erlaubt es uns die Datenlage aber leider nicht immer, konkrete Werte zu hinterlegen. Und manchmal wäre die Abfrage für Euch einfach zu kompliziert und langwierig, und Ihr würdet vor dem Rechner verzweifeln oder ihn abbrechen, da es sehr komplex ist, den Detailreichtum verschiedenster Sachverhalte in den CO2-Faktoren abzubilden. An diesen Stellen nutzen auch wir Durchschnittswerte und manchmal Schätzungen, die aber gewissenhaft aus verschiedensten Quellen gesammelt, verglichen und gemäß zahlreicher Gütekriterien ausgewählt wurden.

Natürlich ist es sehr komplex, alle Individualitäten verschiedenster Unternehmen zu berücksichtigen. Daher haben wir uns zunächst auf die Gemeinsamkeiten von Unternehmen konzentriert und fragen diese im derzeitigen Firmenrechner ab. Dieser konzentriert sich momentan v.a. auf Bürotätigkeiten.
Unsere CO2-Rechner befinden sich aber in ständiger Entwicklung und Optimierung. Ziel ist es, für verschiedene Branchen und Schwerpunkte möglichst detailgetreue Rechner anbieten zu können.

Nicht alle Emissionen sind vermeidbar. Sie lassen sich jedoch kompensieren, indem wir zum Beispiel noch intakte Naturräume bewahren. In diesen Gebieten sind große Mengen CO2 in lebendiger Biomasse gebunden. Die CO2-Speicherkapazität von Flächen in Ökosystemen kann berechnet werden. Eine direkte Verbindung von Kompensationsvolumen und Naturfläche ist dadurch möglich. Zum Beispiel ist der temperierte Regenwald Weltmeister der CO2-Bindung. Wilderness International hat erforscht, wie viel CO2 von den riesigen Urwaldbäumen gebunden wird: Auf einer Fläche von 128 m2 bindet der temperierte Regenwald in unseren Schutzgebieten 13 Tonnen CO2. Das entspricht dem jährlichen Durchschnittsverbrauch eines Europäers.

Das Wort “Kompensation” impliziert zwar, dass das ausgestoßene CO2 irgendwo anders wieder aufgenommen wird. Das ist bei unseren Wäldern der Fall, allerdings noch in unbekannter Höhe, da wir den Zuwachs immer noch nicht zufriedenstellend erfassen konnten. Daher können wir zahlenmäßig nur angeben, wie viel Kohlenstoff bereits jetzt gebunden ist, und durch den Schutz gebunden bleibt.
Das Gleiche gilt für viele andere Projekte: Auch Solarkocher binden kein CO2, sondern verhindern lediglich, dass zum Kochen Holz verbrannt wird und damit weiteres CO2 ausgestoßen wird. Außerdem haben wir keine Herstellungskosten, Energie- und Rohstoffverbrauch für den Wald.

Viel wichtiger ist außerdem, dass das Ziel der Kompensation sein sollte, nicht nur CO2 auszugleichen und damit die Erwärmung der Erde zu beenden, sondern den Klimawandel als Ganzes aufzuhalten und das Leben auf der Erde an sich zu bewahren. Das schaffen wir nur mit Hilfe der vielen wichtigen Funktionen, die der Wald für stabiles Klima hat, die Artenvielfalt, die er beherbergt, und die Lebensgrundlage, die er darstellt, und die wir nur durch den Schutz bestehender, intakter Wälder erhalten. Mehr dazu lesen Sie auch unter Frage 15. Wie gleicht der Regenwald meinen CO2-Ausstoß aus?

Die Berechnung ist für alle Branchen gleich, wir nutzen die gleichen Werte und Rechnungen. Allerdings unterscheiden sich die Berechnungen im Hinblick auf die Abfrage, die branchenspezifisch gestaltet ist. So fragen wir bspw. spezifisch für den Firmenrechner die Anzahl der Meetingräume ab und im Schulrechner die Klassenfahrten.

Es wurden verschiedenste Quellen gesammelt, die für uns relevante Daten erhalten. Dabei haben wir uns auf wissenschaftliche Quellen konzentriert, um die Richtigkeit und Tiefe der CO2-Faktoren mit besten Gewissen gewährleisten zu können.
Bei dieser Recherche wurden über 3000 Emissionswerte gesammelt und in einer eigenen Datenbank zusammengeführt, auf die unser Rechner zugreift.

Die Aktualität der Daten ist je nach Objekt oder Sachverhalt mehr oder weniger relevant. Deshalb setzen wir die Priorität nicht immer auf die Aktualität, sondern eher auf die wissenschaftliche Fundiertheit der Daten. Wir streben allerdings an, möglichst aktuelle Daten zu verwenden und setzen unsere Datenbank regelmäßig auf den neuesten Stand.

Eure Daten werden bei uns sehr vertraulich behandelt. Alle Daten werden ausschließlich auf europäischen Servern gespeichert. Näheres dazu findet Ihr in unseren Datenschutzbestimmungen.

Die Berechnung bezieht sich jeweils auf ein Jahr. Wenn Ihr danach weiterhin Euren aktuellen CO2-Fußabdruck wissen und ausgleichen möchtet, empfiehlt es sich, den CO2-Rechner und das Kompensationsprojekt jährlich zu nutzen. So könnt Ihr auch evaluieren, welche Fortschritte Ihr im Hinblick auf die Reduktion von CO2-Emissionen gemacht hat.

Ja, denn Eure Aktivitäten werden ja auch weiterhin Emissionen verursachen, zudem können diese ja auch von Jahr zu Jahr (teils stark) variieren. Der Wald, mit dem ihr letztes Jahr Euren Fußabdruck ausgeglichen habt, ist zwar weiterhin geschützt. Dadurch, dass ihr erneut Emissionen verursacht, sollten diese aber durch den Schutz weiterer Waldgebiete ausgeglichen werden, um weiteren CO2-Ausstoß durch Entwaldung sowie den Verlust von Lebensräumen und Artenvielfalt zu verhindern.
Ziel ist es, dass Euer CO2-Fußabdruck von Jahr zu Jahr geringer ausfällt und Ihr die Vorgänge in Eurem Unternehmen, Eurer Schule oder Familie soweit optimiert, dass so wenig Emissionen wie möglich entstehen.

Im Anschluss an die Berechnung habt Ihr die Möglichkeit, Eure Emissionen zu kompensieren, indem ihr handfest ein ganz bestimmtes Gebiet im temperierten Regenwald Kanadas oder im tropischen Regenwald Perus schützt. Denn dort sind große Mengen CO2 gespeichert. Indem wir sie handfest und dauerhaft schützen verhindern wir die Freisetzung von gespeichertem CO2 und bewahren gleichzeitig Lebensräume und Artenvielfalt. Mehr dazu hier: Wie gleicht der Regenwald meinen CO2-Ausstoß aus?

Wilderness International kauft die Gebiete rechtssicher auf und schützt sie durch Grundbucheintrag und Sitftungskonstrukt für alle Zukunft. Für Eure Spende erhaltet ihr eine Urkunde mit den exakten Geokoordinaten des geschützten Waldstückes, sodass direkt nachvollziehbar ist, welches Stück Urwald mit Eurem Kompensationsbetrag dauerhaft geschützt wurde. Mehr dazu: Wie funktioniert der Waldschutz mit Wilderness International?

Wenn Ihr Euch für eine Kompensation mit uns entscheidet, erhaltet Ihr ein ausführliches Auswertungsdokument und unser CO2-Zertifikat, mit dem Ihr kommunizieren könnt, dass Ihr Euren CO2-Fußabdruck kompensiert habt.

In unserem Rechner und Kompensationsprojekt geht es um CO2, weil CO2 der bisher am konkretesten greifbare und am genauesten berechenbare Teil unseres ökologischen Fußabdrucks ist. Dabei dürfen wir aber nicht vergessen, dass das nur ein Teil der Rechnung ist, und dass unser Klima als ganzes und damit das Leben auf unserer Erde in Gefahr sind. Die globale Erwärmung ist nur eine Konsequenz unserer Eingriffe ins ökologische Gleichgewicht, aber auch Trockenheit, Fluten, Stürme und andere Wetterextreme gehören zum Klimawandel dazu.
Es reicht also nicht, allein das CO2 in der Atmosphäre zu verringern. Selbst wenn wir keine fossilen Brennstoffe mehr verbrennen, könnten wir den Klimawandel nicht aufhalten, wenn wir weiterhin kohlenstoffreiche Ökosysteme und wichtige Lebensräume zerstören. Wir brauchen einen echten Retter des Klimas und der Artenvielfalt. Das beste daran – wir haben ihn schon. Und wir können es uns nicht leisten, ihn zu verlieren: Den Wald.

Aktuell sind 30% der Erdoberfläche bewaldet. Stehende Wälder haben viele wichtige Funktionen für Klima und Umgebung. Sie verhindern die Abtragung von nährstoffreichen Böden. Bäume produzieren weltweit betrachtet den Großteil des für uns Menschen lebenswichtigen Sauerstoffs, sie sichern also unsere Lebensgrundlage. Zudem filtern Wälder Feinstaub wie Schwermetalle, Stickoxide und Rußpartikel aus Industrie- und Autoabgasen aus der Atmosphäre und reinigen das Wasser in den Bächen und Flüssen.
Durch die ständige Verdunstung der Vegetation und die Abgabe von Aerosolen durch die Bäume sorgt der Wald zudem selbst für die typisch häufigen Niederschläge. Wälder sind dadurch auch verantwortlich für ein feuchtes, kühles Mikroklima, speichern riesige Wassermengen und sind damit unser wichtigster Puffer gegen Wetterextreme und Klimawandel. Sie sind also tatsächlich die „Grüne Lunge“ unserer Erde. Und nicht zuletzt sind sie Orte der Ruhe und Erholung.
Vor allem aber binden diese Wälder in ihrer Biomasse, ihren Böden und Waldmooren mehr CO2, als in der gesamten Atmosphäre vorhanden ist. Wird der Wald abgeholzt, werden die in ihm gespeicherten Kohlenstoff–Vorräte durch die Nutzung des Holzes und das Verrotten der Äste, Blätter und Wurzeln freigesetzt und gelangen als CO2 zurück in die Atmosphäre. Dort wirkt das CO2 als Treibhausgas und beschleunigt die Erderwärmung. Die Artenvielfalt geht verloren und es wird aufgrund der fehlenden Baumvegetation deutlich trockener und heißer. Wenn kohlenstoffreiche Ökosysteme wie Wälder und Moore zerstört werden, setzen sie mehr CO2 frei, als in einer für Menschen relevanten Zeitspanne je wieder zu binden möglich wäre.
Aus diesem Grund sind Wälder, vor allem alte Urwälder, weltweit betrachtet unser wichtigster Puffer gegen den menschenverursachten Klimawandel. Doch jährlich verschwinden 13 Millionen Hektar Wald, eine Fläche, die der Größe Griechenlands entspricht.

Ohne den Wald wäre unsere Luft zu verschmutzt zum Atmen, es gäbe nicht genügend verlässlichen Regen, unsere Böden wären ausgewaschen und nährstoffarm, unsere Wasserquellen würden versiegen, und Trockenheit und Hitze uns belasten. Deshalb finden wir, es ist Zeit Danke zu sagen an die Natur für all die kostenlosen Leistungen, mit denen sie uns täglich beschenkt und ohne die das Leben unmöglich wäre. Wenn wir das Klima als ganzes und das Leben auf unserer Erde retten wollen, reicht es nicht aus, CO2 in Neupflanzungen irgendwann in der Zukunft zu binden oder durch innovative Technologien zu verringern.
Wir müssen Danke sagen und all die noch bestehenden, intakten, hoch-kohlenstoffhaltigen Ökosysteme bewahren, die uns jeden Tag “beschenken”.

Bei der CO2-Speicherung sind die temperierten Regenwälder weltweit Spitzenreiter. Die bis zu 2000 Jahre alten Bäume und Moore spielen im Klimaschutz eine entscheidende Rolle. Nirgendwo sonst binden die Bäume so viel CO2 – 104,79 kg sind es pro Quadratmeter im Land der Grizzlies! Treibhausgase verteilen sich gleichmäßig in der Atmosphäre. Nach dem Prinzip der Klimaneutralität ist es daher unerheblich, an welchem Ort Emissionen verursacht oder eingespart werden. Entscheidend ist vielmehr, dass global die Konzentration der Treibhausgasse in der Atmosphäre gesenkt wird. Der Schutz kanadischer Regenwälder ist somit ein handfester Beitrag zum Klimaschutz.

Mehr dazu: Warum Kanada? Warum Peru?

Mit dem Wald schützt Du auch einen essentiellen Lebensraum für Insekten. Du kannst aber auch bei Dir zu Hause ganz aktiv und in Eigenregie Wiesen für Schmetterlinge und Bienen schaffen. Dazu hat bspw. der NABU gute Tipps.
Und unser Partner Dr. Matthias Nuß treibt seit Jahren gemeinsam mit einer großen Unterstützerschaar eines der weltweit erfolgreichsten Citizen Science Projekte.

Natürlich. Gerne besprechen wir mit Euch eine mögliche Partnerschaft. Dank unserer Partner können wir immer mehr Wildnisgebiete sicher und langfristig schützen, sowie junge Menschen praktisch einbinden. Naturschutzpartner bspw. schützen mit jedem verkauften Produkt ein Stück Wildnis, schenken Ihren Kunden ein Stück Wildnis zu Weihnachten oder als Andenken an ihr Erlebnis, sie kompensieren die Fernreisen ihrer Kunden; weitere Partner unterstützen unsere Forschungsprojekte oder unterstützen Aktionen und Events wie Wildnisläufe und Baumpflanzaktionen mit Sponsoring.
Gemeinsam übernehmen wir Verantwortung für morgen! Kontaktiert uns gern unter kontakt@wilderness-international.org

Ihr erhaltet unseren CO2-neutral Sticker, der auf der Homepage oder auf Euren Kanälen in den sozialen Medien veröffentlicht werden kann.Sehr gerne könnt Ihr den CO2-Rechner auf Eurer Website verlinken. Im Fall einer direkten Kooperation mit uns kann er auch direkt auf Eurer Website eingebunden werden. So animiert Ihr auch andere Personen und Institutionen, Verantwortung für Ihre Auswirkungen auf die Natur zu übernehmen, den Klimawandel aufzuhalten und das Leben auf unserer Erde zu bewahren.
Nutzt dazu gerne die folgenden Textbausteine+Link. Falls Ihr noch mehr Infomaterialien benötigt, kommt gerne auf uns zu unter kontakt@wilderness-international.org.

Wir verbrauchen Strom, kaufen Technik, sind mobil und heizen – dabei entstehen Emissionen, die unsere Atmosphäre beeinflussen. In den letzten Jahren haben wir so viele Emissionen verursacht und so wenig Natur geschützt, dass sich das Klima verändert und die Ökosysteme und das Leben auf unserer Erde bedroht sind. Zunehmende Wetterextreme wie Überflutungen und Dürren und das rasante Artensterben zeigen das.
Doch wir haben den besten Verbündeten – die Natur, die uns täglich Ressourcen und Lebensraum, sauberes Wasser und klare Luft zum Atmen schenkt. Wenn wir endlich Danke sagen und ihr erlauben, zu existieren und sich zu erholen, können wir den Klimawandel aufhalten.

Unsere Emissionen können berechnet und in CO2-Äquivalenten ausgedrückt werden. Damit werden die Auswirkungen unserer Aktivitäten auf das Klima greifbarer. Nicht alle Emissionen sind vermeidbar. Sie lassen sich jedoch ausgleichen, indem wir bspw. intakte Natur bewahren, denn dort sind große Mengen CO2 gespeichert. Indem wir sie handfest und dauerhaft schützen verhindern wir die Freisetzung von gespeichertem CO2 und bewahren gleichzeitig Lebensräume und Artenvielfalt.

Seit 20XX übernehmen wir Verantwortung für unsere Auswirkungen auf Natur und Klima. Wir kompensieren unseren ermittelten CO₂-Fußabdruck durch den Schutz kanadischer Wildnisgebiete. So bleibt CO2 in lebendiger Biomasse gebunden und Lebensräume und Artenvielfalt werden dauerhaft bewahrt. Auf diese Weise möchte unser Unternehmen der Natur „Danke“ sagen!

Sind Sie dabei? Berechnen auch Sie jetzt kostenlos und unverbindlich Ihren Fußabdruck mit dem CO2-Rechner von Wilderness International. Im Anschluss haben Sie die Möglichkeit, die berechneten CO2-Emissionen freiwillig durch Waldschutz zu kompensieren.
Übernehmen Sie Verantwortung, seien Sie ein Vorbild und sagen Sie Danke an die Natur!

Jetzt CO2-kompensieren

Treibhausgas-Emissionen bezeichnen einen so exzessiven menschengemachten Ausstoß von bestimmten Gasen, dass diese einen negativen Einfluss auf unsere Atmosphäre haben. So sammelt sich bspw. CO2 in der Atmosphäre an und erwärmt das Klima auf der Erde.

Wir verbrauchen Strom, sind mobil und heizen – dabei entstehen Emissionen, die unsere Atmosphäre beeinflussen und das Klima belasten. Sie können berechnet und in CO2-Äquivalenten ausgedrückt werden. Methan bspw. ist neben CO2 ein weiteres Gas, das durch menschliche Aktivität in zu großen Mengen freigesetzt wird. 1g Methan ist ungefähr 25-mal klimawirksamer als 1g CO2. 1g Methan ergeben also 25g CO2-Äquivalente.
Mit dem CO2-Fußabdruck werden alle Emissionen einer bestimmten Einheit zusammengefasst, bspw. einer Person, Institution oder eines Produkts.
Doch nicht nur wenn wir wirklich mit dem Flugzeug fliegen oder ein neues Handy kaufen, werden Emissionen freigesetzt. Auch beim Bau von Infrastruktur, der Rohstoffgewinnung und -verarbeitung sowie später bei Transport und Entsorgung entstehen so viele Treibhausgase, dass sich das Klima verändert und Ökosysteme in Gefahr sind. Alle Emissionen dieses sogenannten Lebenszyklus eines Produktes bzw. einer Aktivität fließen in den CO2-Fußabdruck mit ein.

Jeder Baum, der aus dem Wald herausgenommen wird, verrottet früher oder später oder wird verbrannt; egal, ob als siebenfach recyceltes Papier oder jahrelang vererbtes Möbelstück. Ein Kohlenstoffvorrat, der sich über Jahrtausende in der Biomasse des Waldes aufgebaut hat, gelangt so innerhalb kürzester Zeit wieder als Kohlendioxid in die Atmosphäre.

Abholzung von Wäldern hat nicht nur einen riesigen CO2-Ausstoß zur Folge, der die Klimaerwärmung beschleunigt. Wälder haben noch viele weitere wichtige Funktionen für unser Weltklima, die durch Abholzung nicht nur verloren gehen, sondern das Klima sogar zusätzlich negativ beeinflussen.

Die auf Waldverlust folgende Trockenheit und Hitze wirkt sich wiederum negativ auf die Wälder selbst aus: Wissenschaftler schätzen bspw., dass bei einem Temperaturanstieg von zwei bis drei Grad Celsius der Amazonas-Regenwald großflächig versteppen würden. Da als Folge der Entwaldung außerdem auch nährstoffreicher Mutterboden abgetragen wird und Arten unwiederbringlich verdrängt werden, kann selbst eine Wiederbepflanzung nie die ursprünglichen Zustände wiederherstellen.

1/8 bis 1/6 aller jährlichen Emissionen werden durch Waldzerstörung und die Trockenlegung von Waldmooren verursacht – damit hat der Verlust von Waldfläche einen größeren Einfluss als der weltweite Transportsektor. Und das schlimmste daran: Für jeden Baum, den wir fällen, stoßen wir nicht nur mehr CO2 in die Atmosphäre aus, sondern wir vernichten vor allem auch unseren größten Verbündeten im Kampf gegen den Klimawandel.

CO2-Äquivalente nutzen wir, um den menschlichen Einfluss auf die Atmosphäre gesammelt auszudrücken und greifbar sowie berechenbar zu machen. CO2 ist aber nicht das einzige Gas, dass bei unseren Aktivitäten in großen Mengen ausgestoßen wird und das Klima beeinflusst. Methan bspw. ist ein weiteres Gas, das durch menschliche Aktivität in zu großen Mengen freigesetzt wird. 1g Methan ist ungefähr 25-mal klimawirksamer als 1g CO2. 1g Methan ergeben also 25g CO2-Äquivalente.

Siehe Was kostet die Kompensation?

Unser CO2-Ausstoß drückt aber nur einen Bruchteil der Auswirkungen unserer Aktivitäten auf den Planeten aus. Denn nicht erst, wenn wir den Bus nehmen oder mit dem Flugzeug fliegen, hinterlassen wir Spuren auf der Erde. Bereits für Ölgewinnung, -raffinierung und -transport bspw. werden natürliche Ressourcen verbraucht und Naturräume zerstört. Für den Bau von Infrastruktur wie Straßen, den Ressourcenabbau für die Produktion von Maschinen und den Bau von Fabriken bspw. werden weltweit viele wertvolle Ökosysteme verunreinigt oder vernichtet. In der Folge verschwindet die Lebensgrundlage für eine riesige Artenvielfalt und auch für uns selbst.
Dieser sogenannte ökologische Fußabdruck lässt sich bisher nur schwer vollständig greifbar machen. Derzeit können wir lediglich einen Bruchteil vereinfacht in Zahlen ausdrücken, den CO2-Fußabdruck.
Daher ist es umso wichtiger, ganzheitliche Lösungen zu finden, die nicht ausschließlich auf Vermeidung oder Wiederaufnahme von CO2 fokussiert sind, sondern Biodiversität bewahren und das Klima stabil halten.

Der CO2-Rechner kostet nichts. Jede*r kann den Rechner ausfüllen und am Ende ein Ergebnis erhalten.
Wir stellen Euch im Anschluss an die Berechnung die (kostenpflichtige) Möglichkeit zur Verfügung, freiwillig die berechneten CO2-Emissionen durch Eure Waldschutz-Spende zu kompensieren.

Der Kompensationsbetrag ist abhängig von der Höhe Eurer Emissionen.
Auf einer Fläche von 128 m² sind im Naturschutzgebiet von Wilderness International in Westkanada 13 Tonnen CO2 gebunden. 128m2 schützen wir mit 100€. Daraus ergibt sich ein Betrag von 7,80 € pro Tonne CO2.
In unseren Schutzgebieten in Peru sind es 8,3 Tonnen CO2. 128m2 schützen wir mit 100€. Daraus ergibt sich ein Betrag von 12,02 € pro Tonne CO2.

Dieser Betrag beinhaltet:

  • direkte Refinanzierung von Landkäufen und somit direkter und dauerhafter Schutz eines Wildnisgebiets gemeinsam mit unseren Schwesterstiftungen in Peru und Kanada
  • jährliche Grundsteuer des Naturschutzgebietes im Projektland
  • Erforschung der Artenvielfalt und der Kohlenstoffflüsse gemeinsam mit lokalen Partnern
    Umweltbildung
  • Damit ist die Kompensation mit Wilderness International vergleichsweise sehr günstig. Das liegt zum einen daran, dass die Wildnisflächen im Gegensatz zu anderen Kompensationsprojekten bereits existieren und keiner Pflege bedürfen, zum anderen daran, dass wir die eigenen administrativen Kosten minimal halten. Des Weiteren sind wir einer der wenigen Anbieter welche als Projektstiftung die vollumfängliche Verantwortung für die Datengrundlage und die Kompensationsprojekte bis hin zur Forschungstätigkeit vereinen und somit keine Übermittlungskosten haben. Wilderness International tritt in keinster Weise als Zwischenhändler oder wirtschaftlich motiviert auf. Unser Zeithorizont ist am Alter der Ökosysteme mit ihren mehr als 1.000 Jahre alten Bäumen orientiert.

    Sonstiges

    Hierbei handelt es sich um ein internationales Stipendiatenprogramm für den Naturschutz und globale Verantwortung. Das Umweltbotschafterprogramm ermöglicht es besonders engagierten Schülern die Gebiete kennenzulernen, die sie beim Wildnislauf geschützt haben. Kernstück des Stipendiatenprogramms ist eine mehrwöchige Expedition in die von Wilderness International geschützten Gebiete in Kanada. Engagierte Schülerinnen und Schüler der 9. – 11. Klasse erleben echte Wildnis hautnah, lernen die Kultur der First Nations kennen und führen eigene wissenschaftliche Projekte durch. Auf diese Weise entsteht eine emotionale Bindung und sie können authentisch von diesem Ökosystem und seiner Bedeutung berichten. Nach der Expedition werden so aus den Stipendiaten sogenannte Umweltbotschafter, die andere für den Umweltschutz begeistern. Durch die Ausarbeitung einer Wanderausstellung mit den Forschungsergebnissen und den Erlebnissen in der Wildnis berichten sie anderen von ihren Erlebnissen und teilen ihr neu erlangtes Wissen. Viele ehemalige Stipendiaten engagieren sich auch nach Ende des Programms für Wilderness International, bspw. durch ein FÖJ oder als Werkstudenten.

    Am Stipendiatenprogramm „Wisdom Seekers Knowledge Keepers“ können engagierte Schüler/innen von der neunten bis zur nicht angefangenen zwölften Klasse teilnehmen, deren Schule am Wildnislauf teilgenommen hat. Der erste Schritt ist die schriftliche Bewerbung. Informationen zu dem Bewerbungszeitraum sowie die Bewerbungsunterlagen findest Du hier. Ein Kernbestandteil der Bewerbung ist Dein Forschungsprojekt. Du entwickelst Forschungsfragen und Ideen, wie Du Dein Projekt in Kanada am besten umsetzen kannst. Natürlich muss das Thema einen Bezug zur Flora und Fauna Kanadas oder den First Nations haben. Wenn Du zum Bewerbungsgespräch eingeladen wirst, hast Du die erste Hürde bereits geschafft. Nun gilt es, die Jury auch persönlich von Dir und Deinem Projekt zu überzeugen. Einige Tage nach dem Bewerbungsgespräch erhältst Du Bescheid, ob Du bei der Expedition dabei bist.

    Unser Ansprechpartner beim UFZ ist Herr Prof. Dr. rer. nat. Andreas Huth, der in der Abteilung „ökologische Systemanalyse“ tätig ist. Er berät uns wissenschaftlich bei der Erweiterung unseres Modells zur Berechnung des Kohlenstoff-Flusses und bei Waldinventuren, die wir regelmäßig in Kanada durchführen. 2018 planen wir ein weiteres großes Forschungsprojekt zur Modellierung der Biomasse in den geschützten Urwäldern. Im Zuge dessen ist eine „light detection and ranging“-Befliegung (LIDAR) geplant. So können wir unsere Waldinventuren, welche die Grundlage unseres Modells für den CO2-Rechner bilden, validieren. Die wissenschaftliche Zusammenarbeit ist mit der Diplomarbeit unseres langjährigen Mitarbeiters Hannes Holtermann zum Thema „Carbon Sequestration in a Temperate Rainforest on Porcher Island, Canada“ gefestigt worden. Diese können Sie hier einsehen.

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