
Seit Mitte August 2009 mache ich einen Entwicklungspolitischen Freiwilligendienst im Nordwesten Argentiniens in der Stadt San Salvador de Jujuy. Im Vordergrund steht die Unterstützung einheimischer Sozialprojekte durch deutsche Freiwillige, in meinem Fall die Mitarbeit in einem Integrationszentrum für Taubstumme und andersweitig behinderte Kinder sowie in einem Comedor, einer Essensausgabe verbunden mit Hausaufgabenbetreuung in einem Armenviertel der Stadt. Umgeben von den Anden, Salzwüsten und Bergurwald werde ich meine Natureindrücke schildern und betrachte, welchen Stellenwert Natur in Argentinien hat.
Julia

Juli 2010
Den vorletzten Bericht möchte ich nutzen, um von einigen der Projektkinder und -Frauen zu berichten, die mich in den vergangen Monaten am meisten beschäftigt haben. Denn letzten Endes sind es vor allem die Kinder aus den Projekten, die wir fast täglich sehen, die ein solches Jahr prägen.
F L O R
Ein Loch im Herz. Bei der Geburt hat jeder Mensch noch ein Loch im Herzen. Genauer gesagt, ist es eine kleine Öffnung zwischen den beiden Vorhöfen der Herzkammern. Während der Säugling noch im Mutterleib ist und über die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt wird, ist das Loch notwendig für eine bessere Sauerstoffversorgung. Kurz nach der Geburt schließt sich diese Öffnung jedoch normalerweise. Bei jedem vierten Menschen etwa, bleib das Loch jedoch bestehen oder schließt sich nur teilweise. Da die Öffnung recht klein ist, hat der Großteil der betroffenen Menschen keine weiteren Probleme. Die meisten sind einfach nur weniger belastbar, da durch die Öffnung sich ständig sauerstoffreiches und sauerstoffarmes Blut vermischen und somit die Sauerstoffversorgung nicht so effektiv ist, wie normalerweise.
Um die Risiken zu senken, wird die Öffnung meist operativ geschlossen. Nur bei sehr wenigen Ausnahmen, führt dieses Loch im Herz zu schwerwiegenderen Schäden. Flor ist eine dieser Ausnahmen. Flor heißt eigentlich Florencia, hat jedoch den Spitznamen „Blume“- „Flor“ bekommen. An ihrem schlurfenden Gang und ihrer gebeugten Haltung, sieht man im Gegensatz zu den meisten anderen Projektkindern auf der Stelle, dass sie eine Behinderung hat. Flor ist nicht nur taubstumm sondern sieht auch ohne ihre Brille fast nichts mehr.
Flor ist mit Abstand eines der Kinder mit denen ich am meisten zu tun habe.
Vier Nachmittage pro Woche. Zwei Stunden lang. Flor war noch nie in einer Schule, nur in anderen Projekten für behinderte Kinder. Seit fast zwei Jahren ist sie jetzt im Clamor Silencioso, um die Zeichensprache zu lernen. Um zu lernen mit ihrer Außenwelt zu kommunizieren. Denn Flor ist fünfzehn Jahre alt und bis vor einem Jahr hat sie mit anderen Menschen nur kommuniziert, indem sie sie angespuckt oder geschlagen hat. Ärgert sich Flor oder ist ihr langweilig, spuckt sie andere Menschen an, zieht ihnen an den Haaren oder schlägt einfach zu. Oft ist es vollkommen wahllos, wen es trifft. Meist sind es jedoch vor allem Menschen, die Flor nicht kennt. Mit uns Freiwilligen will sie es sich mittlerweile nicht mehr verscherzen. Flor wird schnell langweilig, deshalb gibt ihr ihre Mutter auch immer etwas zu essen oder zu trinken, damit sie eine Beschäftigung hat. Flor's Mutter ist relativ hilflos imnUmgang mit ihrer Tochter. Auch wenn man zugeben muss, dass es oft auch nicht ganz einfach ist. Vor allem, wenn man mit Flor auf der Straße unterwegs ist. Denn Flor riecht auch gerne an fremden Haaren, streichelt Menschen über den Kopf oder schlägt eben einfach zu. Aber mit der Zeit lernt man Flor kennen und erkennt, wenn sie mal wieder kurz davor ist jemanden an zu spucken. Und man merkt, dass sie lernen will. Wenn Flor zielstrebig durch die Projekttür kommt, sich hinsetzt und ihre Mutter ihr hinterher geeilt kommt. Man merkt, dass sie die Zeichensprache lernen will, wenn sie sich vor Wut auf den Oberschenkel schlägt, weil sie sich an ein Wort nicht erinnern kann oder nicht versteht, was sie machen soll. Vor zehn Monaten, als wir anfingen im Projekt zu arbeiten, konnte Flor noch kein einziges Zeichen. Vor fast einem Monat haben wir nun angefangen Zählen zu lernen. Am Anfang des Jahres haben wir gehofft, dass sie sich zumindest ein paar Zeichen merken kann. Dass wir bis zum selbständigen Zählen kommen, hätten wir wohl kaum gedacht. Natürlich braucht Flor für alles viel Zeit. Aber dass sie auf verschiedensten Ebenen schon viel gelernt hat, zeigt sie, wenn sie für ihren Müll den Mülleimer
sucht, statt ihn einfach nur an die Wand zu werfen. Und wenn sie auf der Straße Zeichen macht, weil sie eine Zahl, einen Buchstaben oder ein Tier entdeckt. Ihre Mutter steht dann meist verdutzt daneben und wundert sich, was ihre Tochter ihr gerade wohl zu sagen versucht. Zwar entdeckt Flor gerade eine Möglichkeit zu kommunizieren, falls ihre Eltern sich jedoch nicht die Mühe machen, selber auch die Zeichensprache zu lernen, werden sie sie wahrscheinlich trotzdem nie verstehen.
S A L O M E G O Y O C H E O
Salome Goyocheo ist kein Projektkind. Sie ist eine erwachsene Frau, vielleicht Ende Vierzig. Es lässt sich jedoch schwer sagen, weil die Gesichter der meisten Menschen aus dem Norden durch die starken Temperaturunterschiede und die Trockenheit viel älter wirken. Salome Goyocheo geht in unsere Englischworkshop in Tilcara, einem Dorf im Norden der Provinz, in der Quebrada de Humahuaca, einem Tal in den Anden. Weil der Ort in den letzten Jahren zu einer touristischen Hauptattraktion des Nordens geworden ist, gibt es recht viele Leute, die Englisch lernen wollen, um dem Ansturm von ausländischen Touristen gewachsen zu sein. Salome ist genauso, wie man sich die andinen Bewohner vorgestellt hat, bevor man die ersten kennen gelernt hat: verschlossen, schüchtern und nur sehr schwer zu einer Antwort zu verleiten. Natürlich sind die meisten Leute in Tilcara überhaupt nicht so, Salome dafür umso extremer.
Warum Salome in den Englischworkshop kommt ist ein wenig rätselhaft. Schon auf Spanisch fällt ihr Lesen und Schreiben schwer.
Sie traut sich nicht auf Fragen zu antworten und versteht fast nichts von dem, was wir im Englischworkshop machen. Trotzdem kommt sie jede Woche als Erste und einzige pünktlich. Um mit mir die Aufgaben nachzuholen, die sie in der letzten Stunde nicht geschafft hat. Ihre kleine Tochter Gisel ist immer dabei. Gisel geht in die erste Klasse und ist relativ clever. Wenn sie gerade nicht mit malen beschäftigt ist, hilft sie ihrer Mutterbei den Aufgaben oder korrigiert ihre Fehler. Auf ihre Tochter ist Salome ziemlich stolz, das merkt man. Schreiben wir neue Vokabeln auf ist Salome immer die langsamste, lesen wir Texte laut vor hält sich Salome heraus und zum Lösen von Arbeitsblättern braucht sie meistens Einzelbetreuung. Nur einmal hat sie sich getraut, sich vor die Klasse zu stellen und einen Dialog mit einer anderen Frau vorzustellen.
Für den Mut gab's ziemlich viel Applaus und ein seltenes Lächeln Salomes.
Obwohl sie kaum etwas versteht und kaum mit den anderen mitkommt, ist Salome immer da, seit drei Monaten.
Wahrscheinlich, um einfach etwas zu machen, um aus dem Haus zu kommen, unter Leuten zu sein und wenigstensein bisschen etwas zu schreiben und zu lernen. Egal in welcher Sprache.
Juni 2010
Im Nordwesten Argentiniens, in der Provinz Jujuy, gibt es drei verschiedenen Landschaftsformen. Im Süden befinden sich die Yungas, das flachere und weitaus fruchtbarere Land, mit Urwäldern und geprägt vom Tabak- und Zuckerrohranbau.
Weiter in Richtung Nordwesten befindet sich die Quebrada de Humahuaca, das Tal das am Fuße der Anden entlang zur bolivianischen Grenze im Norden führt. Den größten Teil der Provinz macht jedoch eine fast unbewohnte Region aus. Die Puna.
Von 1600 m auf 4170 m in zwei Stunden kurviger Fahrt. Das ist der Weg aus der Quebrada in die Puna. Schon die Fahrt beeindruckt durch die unglaublich schönen Ausblicke auf das Tal, welches man zurück lässt. Manchmal kreuzt eine Ziegenherde die Fahrbahn oder man begegnet einem der schweren Sattellaster, die asiatische Autos von der chilenischen Küste nach Argentinien importieren.
Auf dem höchsten Punkt der Fahrt, auf 4170 m merkt man die dünne Luft, die man einatmet, wenn man aussteigt, um sich anzusehen, was die zwei, drei Kunsthandwerker an diesem verlassenen Punkt verkaufen wollen. Um einen herum sieht man die von Schnee und Eis bedeckten Bergspitzen der Anden. Über einem strahlend blauer Himmel. Auf diese Höhe schaffen es die Wolken nur selten.
Noch eine letzte Kurve und dann liegt sie vor einem. Die Puna. Flaches Land. Auf über 3500 m Höhe. Gerade war man noch gefangen zwischen den Gipfeln der Anden, dann erstreckt sich plötzlich eine weite, fast vollkommen flache Hochebene vor einem.
Eine trockene Landschaft, tagsüber durch die Sonne aufgewärmt, nachts eisig kalt. Es gibt nur wenig grün und auch nur wenige Tiere konnten sich an die großen Temperaturunterschiede gewöhnen. Wenn man sich auf das Braun der Landschaft einlässt, findet man auch die genauso braunen Vicuñas, die kleineren Verwandten der Lamas.
Trotz der harten Lebensumstände, findet man auch hier oben noch Häuser entlang der einzigen Straße. Die Inkastraße, wichtigster Weg für Handel und rituelle Zusammentreffen der Inkas, führte durch diese Landschaft. Wer in Argentinien also noch die letzten indigenen Nachfahren sucht, wird vielleicht hier oben noch fündig.
Folgt man der Straße, wieder ein wenig bergab in die Hochebene, erstreckt sich plötzlich vor einem ein endloses Weiß. Doch es ist nicht etwa Schnee oder Eis, was sich dort vor einem ausbreitet. Vor einem liegen die Salinas Grandes, eine der vielen Salzwüsten, die in der Hochebene der Anden liegen. Es sind 525 km² Salzkruste, die zwischen 10 und 50 cm dick auf dem Boden liegt. Die Straße für mitten durch. Links und rechts von einem scheint das Weiß des Salzes nicht aufzuhören.
Vor Millionen von Jahren befand sich hier noch ein See. Salzwasser, das sich in der Ebene übrig blieb, als sich die Anden formten und sich die südamerikanische Platte vom Meeresgrund auf über 6000 m auftürmte. Der Salzsee trocknete jedoch aus Mangel von Niederschlag aus und was übrig blieb, ist heute eine touristische Attraktion und Arbeitsplatz der wenigen Menschen die in der Puna leben. Während die Touristen sich vom unendlichen Weiß des Salzes beeindrucken lassen und ein paar schöne Salzkristalle zusammen suchen, heben nur einige hundert Meter entfernt einige Arbeiter Gruben aus. In den Salzbecken soll das Salz schon einmal vorgereinigt werden. Bevor es in den großen Salzfabriken aufbereitet wird und schließlich als Kochsalz in sämtlichen nordargentinischen Haushalten wieder auftaucht.
Die Arbeiter schützen sich mit Sonnenbrillen vor der Reflexion des strahlenden Weißes und mit Ledermasken vor der ätzenden Salzsäure, die entsteht wenn sie den feinen Salzstaub einatmen. Das es bei weitem kein ausreichender Arbeitsschutz ist, zeigt die hohe Zahl der Erkrankungen der Atemwege und der Lungenschäden. Wer in der Puna lebt hat jedoch keine hohe Auswahl an Arbeitsplätzen. Weiter im Norden, hinter der Stadt Susque, gibt es noch die Minen. Aber ob diese ein besserer Arbeitsplatz sind?

März 2010
Argentinien gilt als das europäischste Land Südamerikas. Und das aus zwei Gründen: Erstens hat der Großteil der Argentinier europäische Vorfahren, die ursprünglich als Hafenarbeiter, Missionare oder aus irgendwelchen anderen Gründen nach Argentinien gekommen sind, um ihr Glück zu finden. Und zweitens, weil sich Argentinien schon immer, und auch heute noch ,an Europa orientiert hat. Mehr als alle anderen Staaten Südamerikas.
Wenn man als Europäer nach Argentinien kommt, verhilft einem diese Tatsache zu so manchem netten Gespräch, denn die meisten Argentinier sind stolz auf ihren europäischen Ursprung. Egal ob Taxifahrer, Bäckerin oder Kassiererin, irgendwie hat jeder deutsche Vorfahren, kennt jemanden der schon mal in Deutschland war oder hat zumindest Bekannte, die irgendjemanden kennen der wiederum jemanden kennt, der aus Deutschland kommt. Und selbst wer persönlich keinen kennt, kennt durch die Fußballübertragungen zumindest die Namen einiger deutscher Städte. „Munich? Hamburgo?“- „Nein, ich bin aus Dresden. Die Stadt kennt aber eigentlich keiner. Hat kein gutes Fußballteam.“ Auf jeden Fall reden die Argentinier sehr gerne über das, was sie von Deutschland wissen. Und so bekommt man manchmal morgens um fünf während einer Taxifahrt ganze Familiengeschichten erzählt, bekommt nach einem kleinen Plausch ein extra Brötchen zum probieren eingepackt, oder erfährt während einer Weinprobe, dass Deutschland die besten Geräte in der Kosmetik- und Schönheitsbranche herstellt. Und oftmals ist man ganz verwundert über die Dinge, die man von Argentiniern über Deutschland erfährt. Namen von deutschen Firmen, Lob für unsere Deutsche Bahn, Tipps für gute Restaurants und lohnenswerte Reiseziele in Deutschland. Namen von Sportlern, die schon seit Jahrzehnten tot sind, Dinge, die man selbst noch nicht wusste oder die aufgrund einer anderen Perspektive plötzlich ganz anders wirken.

Februar 2010
Zum Karneval, sagt man in Jujuy, kehren alle in den Norden zurück. In die Orte ihrer Geburt, die Dörfer und kleinen Städte des Nordens in der Quebrada de Humahuaca, dem Tal zwischen San Salvador de Jujuy und der bolivianischen Grenze. Dass das vollkommen der Wahrheit entspricht, bekommen meine Eltern, meine Schwester und ich durch stundenlangen Stau mit. Für den durchschnittlichen Jujeño jedoch kein Problem. Schließlich gibt es ja die Gegenfahrbahn und den Seitenstreifen um den kilometerlangen Stau zu überholen und sich einfach ein Stück weiter vorne vor einem langsamen Fahrer wieder in eine Lücke einzufädeln. Endlich aus dem Stau heraus, entdecken wir entlang der Straße schon die ersten Comparsas, die Faschingsvereine des Nordens, die Namen wie „Die
trockenen Zungen“ oder „Wenige aber dafür Verrückte“ tragen. Schon Wochen vorher konnte man sie schon bei ihren Proben durch die Straßen ziehen sehen. An diesem Wochenende vor Aschermittwoch kommt ihr großer Auftritt. Karneval hat in Argentinien bereits vor zwei Wochen begonnen, an dem Donnerstag der „Compadres“, dem Tag an dem sich alle Männer versammeln und gemeinsam feiern. Äquivalent zur Weiberfastnacht in Deutschland, gibt es eine Woche nach „Compadres“ die „Commadres“-Feier.
Zwar werden keine Krawatten abgeschnitten, dafür treffen sich Frauen zu Hunderten in großen Festsälen und feiern mal ganz ohne Männer, dafür jedoch
mit ziemlich viel Alkohol.
Als wir an diesem Samstag nach Tilcara fahren, einem der wenigen Orte an dem sich noch eine Unterkunft finden ließ, ist Karneval also schon in vollem
Gange. Kaum im Dorf angelangt, stecken wir mit dem Auto schon inmitten eines Karnevalsumzugs fest. Um uns herum tanzen Leute, Fahnen verdecken die Windschutzscheibe und Teufel schneiden uns Grimassen.
Der Teufel ist die wichtigste Figur des Karnevals hier in Jujuy. Eigentlich heißt er nicht Teufel sondern Pucllay, in der indigenen Sprache Queshwa soviel wie
„Spielen“. Da er jedoch mit seinen Hörnern der christlichen Figur des Teufels ziemlich nahe kommt, wird er eigentlich nur noch als Teufel bezeichnet. Wie es
zu dieser Teufelsfigur im Karneval kam, ist nicht einfach zu sagen. Wie Vieles in Jujuy ist er eine Mischung aus indigenen Traditionen und christlichem
Glauben.
Jede Comparsa hat ihre eigenen Teufel. Alle drei Jahre, die ein solcher Faschingsverein besteht, darf ein neuer Teufel hinzukommen. Je älter also die Comparsa, desto mehr Teufel. Mit ihrem Teufelsschwanz um sich
schlagend, treiben sie die Leute zum Tanzen an und begleiten die Umzüge durch die Straßen. Am Sonntag vor Aschermittwoch kommt es zur „Desentierra“. Unter lauter Musik und bei traditionellem Tanz
gräbt jede Comparsa ihre Teufelsfigur aus dem „Mojon“ aus. Der „Mojon“ ist eigentlich eine Opferstelle für die Pachamama, die Mutter Erde. Eine Anhäufung von Steinen, Lebensmitteln, Tabak und anderen Opfergaben.
Früher wurden diese „Mojones“ zur Markierung von Wegen und
wichtigen Punkten entlang der Inkastraße errichtet. An diesem
Sonntag wird bei ihnen der Teufel aufgeweckt und zum Leben
erweckt. Ein bekannter Pfarrer der Region beschreibt die Rolle
des Teufels so: „Gott verkleidet sich als Teufel, um mit seinem
Volk zu feiern.“ Und so wird der Teufel zur tragenden Rolle des
Karnevals und damit auch zum Verantwortlichen für die Alkoholexzesse. Den nicht viel anders als in Deutschland wird der überhöhte Alkoholkonsum immer mehr zum Problem. Der aus dem italienischen stammende Begriff Karneval (ital.: carnelevare) bedeutet soviel wie „Fleisch weglassen“. Karneval ursprünglich das letzte Fest vor der Fastenzeit. In der Quebrada de Humahuaca hat sich die Ordnung ein wenig verdreht. Hier ist nicht die Fastenzeit der Grund, um noch ein letztes mal zu feiern, sondern der exzessive Karneval macht die anschließende Fastenzeit nötig, zur Erholung und „Bereinigung“ der „sündigen Carnevaleros“.Während in Deutschland mit Aschermittwoch aller Faschingstrubel vorbei ist, folgt in Jujuy noch ein weiteres Wochenende des Karnevals. Der Teufel muss schließlich bei der „Entierra“ wieder eingegraben werden, bis zum Karneval im nächsten Jahr.Einen solchen Karneval nicht gewohnt, beobachten wir das meiste nur von außerhalb, lassen die Umzüge an uns vorbeiziehen. Gehen auf „Peñas“, Konzerte argentinischer Folklore, bei denen ziemlich viel getanzt wird. Probieren Lama-Fleisch und leckeres argentinisches Rind. Und ab und zu bekommen wir natürlich auch eine Ladung Schaum und Talk ab, denn wirklichjeder ist mit einer „Kunstschnee“-Sprühdose oder einem Beutel voll Talk bewaffnet.
Über vier Tage lang ziehen die Umzüge durch die Straßen. Von morgens bis abends. Ununterbrochen spielen die „Carnevaleros“ auf ihren Panflöten und Trommeln und die Teufel tanzen. Und am nächsten morgen bleiben in der staubigen Straße die zurück, die zu betrunken waren, um noch nach Hause zu finden.

Januar 2010
Eines der größten Probleme im Projekt „Color Esperanza“ ist, dass viele Kinder ziemlich vernachlässigt sind. Am Zustand der Kinder merkt man leider auch deutlich, dass es große Unterschiede gibt, zwischen Eltern, die sich fürsorglich kümmern und ab und zu auch ein wenig Geld für neue Kleidung investieren, und Eltern denen die Körperpflege ihrer Kinder nicht ganz so wichtig ist.
Ein weiteres Problem ist der offene Abwasserkanal, der entlang der Wege führt und in den von dem Blut der Metzgerei bis hin zu Haushaltsabwasser mit allen möglichen Putzchemikalien einfach sämtliches Wasser geleitet wird. Die Kinder spielen unbekümmert mit diesem Abwasser und den zahlreichen Straßenhunden des Viertels. Krankheiten und Parasiten können sich folglich spielend leicht ausbreiten und übertragen.
Aus diesem Grund haben wir in der vergangenen Woche zusammen mit den Kindern einen kleinen Hygieneworkshop veranstaltet. Als wir Stichworte zu Hygiene gesucht haben, konnten uns die Kinder überraschend viel aufschreiben und aufmalen.
Auch bei den Plakaten über Flöhe, Läuse und Zecken wussten sie schon einiges. An Unwissenheit, kann es folglich also nicht liegen. Bei Nachfrage, warum es eigentlich sinnvoll sei die Hände zu waschen, wussten dann schon weniger eine Antwort. Mit den Seifentieren, die wir geschnitzt haben, hatten die Kinder jedoch dann doch Lust sich die Hände zu waschen. Am allermeisten freuten sich die Kinder jedoch über die Zahnbürsten, die wir ihnen gekauft haben. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Kinder auf einem Haufen gesehen, die freiwillig Zähne putzen wollten. Für viele war es die allererste eigene Zahnbürste und kaum ein Kind hat zu Hause eine Zahnbürste.
Am sinnbildlichsten war eines der Mädchen, dass zu mir sagte: „Seño, ich mag echt gern Süßes.“ worauf sie ihren Mund öffnete, um mir ihren Karies zu zeigen. Als dann auch noch ihr großer Bruder kam und seine Löcher präsentierte, kamen die Kleineren gar nicht mehr aus dem Staunen heraus.
Die Projektmütter waren von der Zahnbürstenaktion auch ziemlich begeistert und gaben uns die Adresse einer staatlich finanzierten Zahnärztin des Viertels. Dort bekamen wir und unsere Kinder erst einmal gezeigt, wie man sich die Zähne richtig putzt und wurden auch gleich belehrt, dass nicht alle Zahnbürsten, die wir gekauft hatten, gut waren. Auch von der Zahnpasta aus dem Supermarkt wurde uns abgeraten. Mit einer Horde von Kindern mit Zahnbürsten in der Hand und rosafarbenen Lippen von den Fluor-Tabletten, müssen wir wohl ein ziemlich seltener Anblick im Viertel gewesen sein.

Seit Wochen hatten alle auf den Regen gewartet. Ein paar Mal hatte es bereits schon einen leichten Regen gegeben. Gestern Mittag hat die Regenzeit hier in Jujuy jedoch sintflutartig begonnen. Innerhalb kurzer Zeit zog sich der gesamte Himmel zu und stundenlang regnete es ununterbrochen, sodass sämtliche Strassen unter Wasser standen. Doch unsere Hoffnung auf eine Abkühlung aufgrund des vielen Regens hat sich nicht erfüllt. Zwar liegt die Temperatur wahrscheinlich nicht mehr bei 38°C, so wie in den vergangenen zwei Wochen, es ist jedoch immer noch so heiß, dass kurz nachdem der Regen aufgehört hatte schon wieder sämtliche Straßen trocken waren, die zuvor noch so überschwemmt waren, dass man nirgendwo trockenen Fußes hin kam. Die Landschaft, die mich anfangs durch ihre Trockenheit und die unzähligen Kakteen überrascht hat, wird nun langsam wirklich grün.Im Innenhof des
Hauses, in das wir umgezogen sind, hört man die Vögel zwitschern und zu jeder Viertelstunde die Kirchturmglocken läuten. In dem Parks und auf den Plätzen tummeln sich unter Palmen und blühenden Bäumen die Pärchen.
Bisher fand leider immer noch kein Zeichensprachenkurs für meine Arbeit in meinem Hauptprojekt statt. Nur durch die Hilfe einiger Taubstummer und mit Lehrbüchern können meine Mitfreiwillige und ich im Moment Zeichen lernen. Trotzdem können wir mittlerweile im Projekt eine Stütze sein und haben auch das Gefühl als Mitarbeiter gebraucht zu werden. Die Projektchefin hat leider zurzeit gesundheitliche Probleme und muss immer wieder zum Arzt. Und auch die Sonderpädagogikstudenten, die anfangs alle ihr Praktikum im Projekt machten, kommen jetzt immer seltener, sodass Nathalie und ich immer mehr mithelfen können. Vor allem bei Englischhausaufgaben werden die Kinder gleich zu uns geschickt. Aber auch für Mathematikhausaufgaben können wir mittlerweile ausreichend Zeichen. Hauptsächlich betreuen wir beide jedoch die 14-jährige Flor, die taubstumm ist und zudem noch eine starke Sehschwäche hat. Bisher geht Flor auf keine Schule und wir sind die ersten, die mit ihr einige Zeichen der Zeichensprache lernen. Da sie weder schreiben noch lesen noch die Zeichensprache kann, hatte sie bisher wenige Möglichkeiten mit ihrer Umwelt zu kommunizieren. Sie hat jedoch ein sehr spezielles Zeichen entwickelt, um zu zeigen, dass ihr langweilig ist: wenn sie nicht beschäftigt wird, fängt Flor an zu spucken.
Als allererstes lernte Flor die Farben in der Zeichensprache auszudrücken und konnte sich die verschiedenen Bewegungen überraschend schnell merken.Als Flor die Farben der Buntstifte und Fische in einem Bilderbuch benennen konnte, waren wir ziemlich stolz. Seitdem lernen wir themenbezogen immer neue Vokabeln mit Flor, wobei auffällt, dass je unterschiedlicher die Bewegungen sind, desto besser Flor sich Bedeutung merken kann.
Weil Flor eben nur visuell lernen kann, sammeln wir zu jeder Vokabel Bilder aus Zeitschriften sowie Zeichnungen der Zeichen, die sie lernen soll. Ihr Lieblingswort ist Baby und wann immer sie ein Baby auf einem Bild entdeckt zeigt sie uns das zugehörige Zeichen, ein pantomimisches Wiegen des Babys in den Armen. Tiernamen lernen wir mit einem Bilderbuch und einer Menge Kuscheltiere, damit sie sich die Zeichen besser merken kann.
Neulich sollte sie die Zeichen unterschiedlicher Berufsgruppen lernen, also sind wir mit ihr losgegangen, um einen Polizisten, einen Kiosk und einen Feuerwehrmann zu suchen. Bei der Feuerwehr haben sie sich so über unser Interesse gefreut, dass sich ein junger Feuerwehrmann extra für Flor seine komplette Ausrüstung angezogen hat und sogar einen Feuerwehrschlauch am Wagen befestigt hat um ihr zu zeigen, wie ein Feuerwehrmann in Aktion aussieht.

Am 21. September beginnt in Argentinien der Frühling und Jujuy verfällt für eine Woche in den Ausnahmezustand. Jedes Jahr findet hier nämlich mit dem Frühlingsanfang die „Fiesta Nacional de los Estudiantes“ statt (Nationales Festder Schüler). Schon Wochen vorher bereitet jede Schule einen Festwagen vor, der dann bei zig Straßenumzügen in dieser Festwoche präsentiert und hoffentlich am Ende auch prämiert wird. Doch nicht nur der Festwagen wird präsentiert, mit ihm wird gleichzeitig auch die schuleigene Königin vorgestellt, eines der hübschesten oder beliebtesten Mädchen der Schule. Das große Finale dieser Festwoche ist nämlich nach der Wahl zur Königin der Stadt und der Wahl zur Königin der Provinz, die Wahl der nationalen Königin. Aus allen Provinzen Argentiniens treffen sich die Königinnen in Jujuy und die Siegerin wird gewählt. Zwar hätten die Schüler während dieser Woche zwar Schule, jedoch fällt der Unterricht meist aus oder aber die Schüler waren die ganze vorherige Nacht lang in einer der Großraumdiskos der Stadt feiern und nehmen sich selbstständig den kommenden Tag frei. Auch in den Projekten fällt deutlich auf, dass diese Festwoche den Stellenwert einer Ferienwoche hat, weil auch in die Projekte deutlich weniger Kinder kommen.
Trotzdem steckt diese Festwoche mit ihrer positiven Grundstimmung alle an und die aufwändig gearbeiteten Festwagen, die bis auf die Elektronik komplett aus Papier gebaut werden, sind wirklich beeindruckend.
Eines meiner ersten Ziele am Wochenende waren die Lagunen von Yala. Auf etwa 2000 Metern gelegen, umgeben von Bergen, die gut noch einmal 500 Meter höher sind, befinden sich die drei Seen. Wer ein Auto hat kann ganz bequem an die Lagunen heranfahren. Mein Gastbruder, eine Freundin und ich laufen. Zweieinhalb Stunden bergauf in der prallen Sonne.
Als wir vollkommen erschöpft und lustlos an der ersten Lagune ankommen, wissen wir jedoch gleich, dass es sich gelohnt hat. Ein grünes Meer aus Wald und Sträuchern um eine gesund-grünblau schimmernde Lagune. Und ein Zaun: Trinkwasser-Schutzgebiet. Zutritt Verboten.
Dass die nächste Lagune kein Trinkwasser-Schutzgebiet ist, sondern Touristenziel, sieht man ihr leider auch gleich auf den ersten Blick an. Braunes Ufer, braunes Wasser und der Müll der Vorgänger. Ein paar Kühe am Flussufer, die wie wir auch nicht zu der schöneren Lagune dürfen.
Trotzdem sind die Lagunen beeindruckend. Zum einen, durch die Berge, die sie umgeben. Zum anderen durch eine unglaubliche Stille, die man sonst fast nirgends findet.
Auf dem Rückweg verrät uns ein Gaucho mit Pferd dann doch noch einen Schleichweg zu der ersten Lagune. Aufrecht gehen ist auf dem Weg, der bestimmt seit Jahren nicht mehr benutzt wurde und vollkommen zugewachsen ist, nicht möglich. Aber, wenn ab und zu mal der Blick auf die Lagune frei wird, kann man sich fast nicht zurückhalten Photos zu schießen. Halb um die Lagune herum, geben wir irgendwann dann doch auf, klettern durch den Zaun durch und laufen den Rückweg ins Tal wieder auf der Strasse.

Eigentlich wird das Stadtzentrum von Jujuy von zwei schönen Flüssen umgeben, die eigentlich auch nette Flussufer haben. Leider werden diese kaum genutzt, so wie etwa in Dresden. Stattdessen werden sie nur zugemüllt, sind von der Straße aus kaum erreichbar und Obdachlose übernachten an den Brücken. Im Zentrum gibt es ansonsten nur zwei Parks, die eigentlich sehr schön sind, um sich zu treffen oder mal abzuspannen. Das einzige Problem, auf die Wiesen darf man sich nicht legen, nur die Bänke sind zum sitzen gedacht.
Wenn der Jujeño das Grüne sucht, dann geht er „al campo“, aufs Land. Viele haben Familie, Freunde oder Bekannte in einem der Dörfer im Norden der Provinzhauptstadt. Einige haben sogar ihr eigenes Wochenendhaus mit Garten und vielleicht sogar einem Pool. Aber selbst wer weder Bekannte noch Haus hat, kann mit dem Bus schnell zu einem Grillplatz am Flussufer außerhalb der Stadt kommen. Die Väter grillen, die Mütter machen Salate und die Kinder spielen im Wasser oder versuchen zu angeln. Wer Lust hat kann auch noch einen kleinen Spaziergang machen.
Zwar ist man als Fußgänger eher die Ausnahme, aber es lohnt sich wirklich von der Endhaltestelle des Busses aus noch zwei oder drei Stunden weiter zu laufen und sich einen Weg den Berg hinauf zu suchen. Anders als im Wanderwegparadies Deutschland gibt es hier nämlich entweder nur von Autos befahrene Straßen oder Wege, die sonst nur von Kühen benutzt werden. Auf diesen Pfaden muss man sich dann seinen Weg durchs Gestrüpp suchen, aber meistens wird man mit einer schönen Aussicht belohnt.
Aus den Lichtern der Großstadt hinaus, wache ich am nächsten morgen im Bus mitten irgendwo im Nichts auf. Vereinzelt tauchen Häuser, manchmal auch ein kleines Dorf zwischen kargen Bäumen und Sträuchern auf den trockenen Wiesen auf. Dann wieder eine halbe Stunde lang nichts. Das nächste Haus wird durch freilaufende Hühner oder Pferde, die irgendwo neben der Straße stehen angekündigt. Manchmal sieht man auch eine Herde Rinder. So geht es den ganzen Vormittag weiter, bis wir irgendwann gegen Mittag nach Tucumán kommen und am Horizont die ersten Ausläufer der Anden erkennbar werden. Es wird immer bergiger und nach einem kurzen Stopp in Salta kommen wir gegen 5 Uhr nachmittags endlich in Jujuy an. Meiner Heimatstadt für ein Jahr. Mit dem ganzen Gepäck geht es erstmal zu fünfunddreißigst zum Kaffeetrinken zu meiner zukünftigen Nachbarin Marta.
Am Abend folgt das erste argentinische Asado, also quasi ein Grillabend, auf unserer Dachterasse. Über die Leuchtreklamen und Wasserspeicher auf den Häuserdächern hinweg, der Blick auf die Anden.
Seit über einer Woche bin ich jetzt in Argentinien. Am Freitag, den 21. August ging meine Reise von Frankfurt aus los nach Buenos Aires, ein 13 Millionen Einwohner Molloch. Von dem Flugzeug aus ein einziges Lichtermeer, das am Horizont mit dem Sternenhimmel verschwimmt. Insgesamt 14 Argentinien- und 18 Bolivien- Freiwillige, wurden wir von den ehemaligen Freiwilligen am Flughafen abgeholt und mit einem Bus, den Maradona persönlich dem Fußballprojekt gespendet hat, ging es zur WG. In Buenos Aires sind die Freiwilligen vor allem in Sportprojekten tätig.
Weil der Bus in Richtung Norden erst abends losfuhr, hatten wir am folgenden Tag noch etwas Zeit um in das Zentrum von Buenos Aires zu fahren. Vorbei an einem Denkmal für die Opfer des Falklandkrieges, vierspurigen Straßen und Tango tanzenden Paaren auf den Einkaufsstraßen ging es schließlich zum Plaza de Mayo, den politisch wohl bedeutendsten Platz Argentiniens. Alle wichtigen Demonstrationen, wie beispielsweise die Demonstrationen der „Madres de la Plaza de Mayo“ finden hier vor der „Casa Rosada“, dem Regierungsgebäude der Präsidentin, statt.
Vor der 20-stündigen Busfahrt, stärkten wir uns schließlich noch mit Pizza, durch die vielen eingewanderten Italiener fast genauso ein Nationalgericht wie gegrilltes Rindfleisch.

Seit über einer Woche bin ich jetzt in Argentinien. Am Freitag, den 21. August ging meine Reise von Frankfurt aus los nach Buenos Aires, ein 13 Millionen Einwohner Molloch. Von dem Flugzeug aus ein einziges Lichtermeer, das am Horizont mit dem Sternenhimmel verschwimmt. Insgesamt 14 Argentinien- und 18 Bolivien- Freiwillige, wurden wir von den ehemaligen Freiwilligen am Flughafen abgeholt und mit einem Bus, den Maradona persönlich dem Fußballprojekt gespendet hat, ging es zur WG. In Buenos Aires sind die Freiwilligen vor allem in Sportprojekten tätig.
Weil der Bus in Richtung Norden erst abends losfuhr, hatten wir am folgenden Tag noch etwas Zeit um in das Zentrum von Buenos Aires zu fahren. Vorbei an einem Denkmal für die Opfer des Falklandkrieges, vierspurigen Straßen und Tango tanzenden Paaren auf den Einkaufsstraßen ging es schließlich zum Plaza de Mayo, den politisch wohl bedeutendsten Platz Argentiniens. Alle wichtigen Demonstrationen, wie beispielsweise die Demonstrationen der „Madres de la Plaza de Mayo“ finden hier vor der „Casa Rosada“, dem Regierungsgebäude der Präsidentin, statt.
Vor der 20-stündigen Busfahrt, stärkten wir uns schließlich noch mit Pizza, durch die vielen eingewanderten Italiener fast genauso ein Nationalgericht wie gegrilltes Rindfleisch.