10. April 2010
In der Zeit in der ich nun im Wildflower Home arbeite sind insgesamt 3 Frauen dem Projekt zugetreten, 2 Babys wurden geboren und 2 Frauen haben das Projekt verlassen. Viele gehen zurueck zu Familie oder Freunden, bei denen sie Unterstuetzung finden, fuer andere ist es schwieriger. Dies ist ein Problem, das es ueberall auf der Welt gibt, doch es ist interessant wie unterschiedliche Kulturen damit umgehen. Zum Beispiel ist es hier wahrscheinlicher, dass ein Kind von einer alleinstehenden Frau adoptiert wird, als von einem Paar, da beide ja schon “am Rande der Gesellschaft stehen”.
Doch obwohl es nachdenkliche Momente gibt, liegt es im Blut einer jeder Thailaenderin zu laecheln und auch das Wort fuer “Witze machen” war eines der ersten meiner Worte. Es heist “poot lehn”…woertlich uebersetzt “spielend sprechen”.
Hier wird zusammen geschwitzt, gegessen, Englisch gelernt, neue Babys betrachtet und aelteren Babys das Laufen beigebracht und das Sabbern abgewoehnt. Dieses Zusammenarbeiten und –leben wird gelernt und dann von allen genossen.
In den letzen Monaten hat sich das Reisfeld in ein Maisfeld verwandelt, die Huehner haben sich auf die Haelfte reduziert und die Papayas finden ihr Ende im Topf des schaerfsten Papayasalates der Welt, hoechstpersoenlich von Razoen hergestellt.
Doch mittlerweile stelle ich mir Essen ohne Traenen in den Augen sehr langweilig vor und was waere wohl ein Tag ohne mindestens 2 Schuesseln Reis???