Blog
In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

8 Mann gegen 1 Fluss

Wir wachen zum ersten Mal in der Wildnis auf. Der Fluss rauscht und wir freuen uns, dass unser Ziel der Zusammenfluss des Little Toba River und des Toba River nicht mehr weit ist, 4 km Luftlinie und ca. 9 km in unserem kleinen Boot flussaufwärts. Wie weit der Weg wirklich werden wird, bemerken wir schneller als wir denken. Da das Boot nicht 8 Personen + Gepäck trägt, müssen wir jede Strecke 2x fahren. Also schlagen wir unser 1. Lager zusammen und beginnen mit der Weiterreise. Zuerst stoppen wir auf einer kleinen Sandbank, wo Kai, Jürgen und Florian auf den Rest der Gruppe warten. Während der Wartezeit in Camp 1 finden Gudrun und Niklas einige Wolfs-, Bär- und Rehspuren, so dass sie beschließen die ersten Filme zu drehen. David fällt währenddessen auf der Rückfahrt zu Camp 1 auf, dass unser Bootbenzin nicht reichen wird alle den Fluss aufwärts zu fahren. Er beschließt bis zur Flussmündung zurück zu kehren und dort an einer Anlegestelle der Holzfäller nach neuem Benzin zu fragen. Natürlich sind sie nicht einfach zu überreden den Naturschützern bei ihrer Arbeit zu helfen, doch letztendlich schafft es David und wir können die Fahrt fortsetzen. Doch die Weiterfahrt wird nicht einfacher, da wir weiterhin mit Propellerproblemen zu kämpfen haben, außerdem wissen wir nicht ob wir die ganze Strecke mit unserem Boot schaffen. Mehr als 6 km/h gegen den Strom sind leider nicht drin. Es beginnt ein bisschen zu regnen und die Ungewissheit steigt, denn da nie alle zusammen sind, würde ein Bootausfall zu einigen Problemen führen. Glücklicherweise haben wir in der 2. Fahrrunde weniger Gepäck und sind schneller als gedacht an unserem Ziel: Das Land der Grizzlys am Little Toba River, das neueste Naturschutzgebiet von Wilderness International. Sogar die Sonne scheint und wir sind alle glücklich dieses wunderschöne Stück Erde erreicht zu haben. Verdientermaßen besetzt David, nach diesem Tag als Skipper, den „King David Chair“ und wir gehen glücklich ins Bett. Den nächsten Tag nutzen wir, um uns auf dem neuen Gebiet zurechtzufinden und unsere Sachen für die Waldinventur am nächsten Tag zu sortieren. Wir versuchen Forellen zu angeln, doch noch verschont uns das Glück mit seiner Anwesenheit. Denn das eigentliche Highlight wird der 1. Gang hinter unserer Sandbank, der 1. Schritt in den Regenwald. Wie erwartet treffen wir auf dichtes Gebüsch, einen schönen Mischwald und sehr, sehr viele Moskitos. Nach einer halben Stunde finden wir außerdem eine gute Stelle, die wir am nächsten Tag für unsere Waldinventur nutzen können. Zum Glück wissen wir danach: ohne lange Sachen und Mückenspray wird das ein sehr harter und zerstochener Tag. Eine letzte Überraschung hält der Abend bereit, da es den ganzen Tag sehr sonnig war, fing der Gletscher, aus dem der Little Toba River entspringt, an zu schmelzen. Auch das Grundwasser steigt, so dass wir unser Camp räumen müssen und nach und nach auf einer kleinen Insel sitzen. Auch der fachmännische, sächsische Damm hilft nicht mehr gegen das Wasser. Glücklicherweise stoppt das Wasser gegen Mitternacht und unsere Sachen bleiben trocken. Morgen lest ihr hier alles zur 1. Waldinventur und auch 1-2 Bären/Beeren werden eine Rolle spielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

  • Empfehlungen






















    Jahre