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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Camptag

Pia Während Tobi, Johannes, Charlotte, Kathi, Sami und Kai mit den Schlauchbooten zur Vermessung des Plots auf der gegenüberliegenden Flussseite aufbrechen, bleibe ich mit dem Rest der Gruppe im Camp, um ein bisschen Ordnung zu schaffen und Filmclips zu drehen. Die Aufräum- und Reinigungsaktion beginnt mit einer lang ersehnten Kleiderwäsche im Fluss – der Regen hat endlich aufgehört und der Inhalt unserer Rucksäcke ist klamm und muffig. Nachdem beinahe meine gesamte Bekleidung auf der Wäscheleine hängt und ich mich einen Moment darüber gefreut habe (tatsächlich ist es das erste Mal, dass Wäschewaschen einen gewissen Fanatismus bei mir auslöst), starte ich den Versuch, Müsliriegel aus dem übrig gebliebenen Frühstück zu kreieren – das Resultat kann zwar definitiv nicht mit den selbstgebackenen „Granolabars“ aus der Lodge konkurrieren, ist aber zumindest essbar. Am Nachmittag stiefeln Lina, Pascale, Gudrun sowie das Filmteam und ich ein Stück in den Wald hinein, um unter einem riesigen Ahorn zu filmen – es ist sicherlich der größte, den ich je gesehen habe! Ich stehe am Fuß des dicken Stammes unter dem dichten Blätterdach, das nur vereinzelt von Sonnenstrahlen durchbrochen wird – der Blick nach oben ist überwältigend, wenn auch ein wenig einschüchternd: ich fühle mich klein. Früher als erwartet kehren die Waldvermesser zurück, vom Ausflug schwärmend, wenn auch erschöpft. Besonders Johannes ist über die körperliche Auslastung begeistert: Während das Paddeln flussabwärts zu den Plots nur eine halbe Stunde gedauert hat, dauerte der Rückweg ganze vier Stunden. Sie erzählen von der beeindruckenden Natur auf der anderen Flussseite: von tiefen Wolfsspuren im Sand, der Begegnung mit einem schimpfenden Eichhörnchen, welches das Markierungsband geklaut hat und von großen Lungenflechten. Wir machen es uns am Lagerfeuer gemütlich und grillen ein paar von der Flut eingeweichte Marshmallows. Kurz vor dem Schlafengehen zeigt uns Kathi etwas Erstaunliches: Holz, das in der Dunkelheit leuchtet! Wir schalten unsere Stirnlampen aus und bewundern das Phänomen, welches durch fluoreszierende Pilze im Holzinneren verursacht wird, wie Kai mir später erklärt. Ich bin zutiefst fasziniert – niemals hätte ich gedacht, dass Holz leuchten kann, nun aber sehe ich es mit eigenen Augen. http://wi.wildblog.org/wp-content/uploads/2014/09/DSC06318.jpghttp://wi.wildblog.org/wp-content/uploads/2014/09/DSC06558.jpghttp://wi.wildblog.org/wp-content/uploads/2014/09/DSC06529.jpg

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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