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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Koksilah – Rückblick

Nun hat es mit dem Satellitentelefon doch nicht so funktioniert, wie wir es uns dachten und müssen, nachdem wir den Koksilawald bereits verlassen haben, einen Rückblick basierend auf unseren Tagebuchnotizen machen. Vom 1.-11.7. lagerten wir am Koksilahfluss und hatten fast ausschliesslich Sonne pur. Das war nicht ganz unangenehm, aber wenn man einen Regenwald erforschen möchte, fühlen sich dessen Bewohner bei solchem Wetter vielleicht nicht ganz so wohl. Zudem hatten wir an keinem Abend mehr als 15 Grad Celcius Lufttemperatur. In mancher Nacht sanken die Temperaturen auf 7 Grad. Das macht den Nachtfaltern offensichtlich keine Freude. An unseren Lampen flogen immer nur wenige Tiere an. Da wurde es zu einer willkommenen Abwechslung, wenn ein grosses Nachtpfauenauge (Antheraea polyphemus) anflog. In der gesamten Zeit fingen wir nur etwa 50 Nachtfalterarten, eine Menge, die man in Mitteleuropa in einer „normalen“ Nacht nachweisen kann. Etwa die Hälfte der von uns nachgewiesenen Arten gehört zu den Spannerartigen (Geometridae). Eine genauere Betrachtung der gesamten Ausbeute zeigt, dass wir bis zum Schluss in jeder Nacht (witterungsbedingt mit 2 Ausnahmen) zusätzliche Arten am Licht nachweisen konnten. Dies lässt den Schluss zu, dass der Wald mehr Arten beherbergt, als wir es nachweisen konnten. Ohnehin haben wir nur eine Momentaufnahme des Jahresverlaufes vorgenommen. Der Wald gibt seine Geheimnisse nur scheibchenweise preis. Am Tage gab es nur wenige Tagfalter zu sehen, was sicher an dem geringen Blütenpflanzenspektrum in dem alten Wald liegt. Folgend die Liste der gesichteten Arten: Papilio eurymedon Papilio rutulus Speyeria hydaspe Limenitis lorquini Celastrina echo Umfangreicher wurde die Liste der beobachteten Vogelarten. Allerdings ist niemand von uns Ornithologe, so dass uns insbesondere kleine Singvögel entgangen sein dürften und mancher Gesang im Wald nicht gedeutet werden konnte. Nach letzterem haben wir ohnehin nur den auch in Eurasien beheimateten Kolkraben bestimmt. Folgend die Liste der gesichteten Arten (in alphabetischer Reihenfolge der wissenschaftlichen Namen): Anna’s Hummingbird (Calypte anna) Belted Kingfisher (Ceryle alcyon) American Dipper (Cinclus mexicanus) Common Raven (Corvus corax) Steller’s Jay (Cyanocitta stelleri) Harlequin Duck (Histrionicus histrionicus) Dark-eyed Juco (Junco hyemalis) Common Merganser (Mergus merganser) Hairy Woodpecker (Picoides villosus) Red-Breasted Supsucker (Sphyrapicus ruber) American Robin (Turdus migratorius) Die Rückkehr in die Zivilisation war schweisstreibend, denn das gesamte Gepäck konnte nicht in einem Gang aus dem Wald geschafft werden. Zum Glück besuchten uns die Schüler die letzten zwei Tagen und packten kräftig mit an. Danke Euch! Nun haben wir drei Tage frei. Zeit, um Kontakt nach Hause aufzunehmen, Kleidung zu waschen, Utensilien für die nächste Etappe zu besorgen. Und wir geniessen so ganz einfache Dinge wie auf einem Stuhl zu sitzen oder sich mit warmen Wasser zu waschen. Übermorgen beginnt dann schon wieder unsere Reise in Richtung Norden nach Porcher Island. Wir stellen uns auf noch geringere Temperaturen und, wieder einmal, auf ordentlich Regen ein… Herzliche Grüße Euer Matthias

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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