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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Traumhafte Erinnerungen

  Die Expedition in das wilde Herz Westkanadas lässt sich für mich in einem Wort zusammenfassen: HAMMER! Mit diesem einen Gefühlsausdruck kann ich jedes Erlebnis, jeden Moment und Eindruck beschreiben. Immer wieder erinnere ich mich gern an die wunderschönen drei Wochen meiner Sommerferien. Ich bin so glücklich und stolz, ein Teil der Reise gewesen zu sein und möchte mich bei „Wilderness International“ bedanken, die diese überhaupt erst möglich gemacht hat. Die vielfältigen Erinnerungen folgen mir sogar bis in meine Träume. Seit der Zeit in Kanada träume ich sehr viel und kann mich nach dem Aufstehen sogar noch an alle Details erinnern. Oft handeln sie von unseren Kanuausflügen durch die bezaubernde Natur. Immer wache ich mit einem Lächeln auf und verspüre mitreißende Energie für den neuen Tag. Wie auch Jenin schon beschrieben hat, fange ich erst jetzt an einige der Geschichten von Hwiemtum und Yutxqum zu verstehen. Sie erzählten uns vom „Sacred Circle“ und dem Zusammenleben mit der Natur. Einige von Yutxqums Ansichten und Einstellungen kommen mir bei alltäglichen Situationen in Erinnerung und bringen mich dazu, sie erneut zu durchdenken. Alles in allem haben die Erfahrungen meinen Blick auf die Dinge in der Welt geprägt. Auf der einen Seite die schönen spaßigen Erlebnisse vom Leben in der Gruppe – Projektarbeit, Wasser- und Feuerholzbeschaffung und das allabendliche Zusammensitzen, um Meinungen und Empfindungen auszutauschen. Auf der anderen Seite die ergreifende Tatsache, dass die einzigartige Natur so rücksichtslos ausgebeutet wird. Besonders den Blick aus dem Wasserflugzeug über die riesigen Kahlschlagflächen nahe Koksilah Forest, westlich des Shawnigan Lake, werde ich nie vergessen. Noch vor einigen Tagen hatten wir den bezaubernden Märchenwald für uns entdeckt. Bis zu meinem Flug erschien mir dieses Stück Wald sehr groß, doch als ich sah, welche gewaltigen Ausmaße die Rodungsflächen haben, war ich geschockt. Selbst in meinen schlimmsten Träumen hätte ich mir nie ausgemalt, wie nah die Abholzmaschinen schon gekommen sind. Erst wer es mit eigenen Augen gesehen hat, kann wirklich nachvollziehen, welchen Folgen die First Nations in ihrem Leben im Einklang mit der Natur ausgeliefert sind. Mit meinem Projekt und meiner Rolle als Umweltbotschafter wünsche ich mir, etwas zum Naturschutz auf Vancouver Island beitragen zu können. Dazu möchte ich so vielen Menschen wie möglich von meinen Erfahrungen und Eindrücken erzählen und so Aufmerksamkeit auf den notwendigen Naturschutz dieser Wildnisgebiete lenken. Theresa

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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