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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

15 Tage in Indien – Teil 2

Nachdem der Kongress beendet war, begann für mich erst das eigentliche Entdecken. Richtung Süden ging es weiter zu den großen Zielen Hampi und Goa, doch dazu später mehr. Dieser Weg sollte eigentlich von mir ganz klassisch mit einer 2-tägigen Zugfahrt zurückgelegt werden. Doch zum einen rieten mir meine indischen Kongressfreunde von diesem Vorhaben ab, zum anderen machte mir die Zugwarteliste einen Strich durch die Richtung. So begab ich mich ins Flugzeug und trat meinen ökologischen Fußabdruck noch ein Stück tiefer in Mutter Erde. Denn insgesamt legte ich in 2 Wochen mit 9 Flügen knapp 30.000 km zurück, hinzukommen noch 2 Busfahrten à 500 km und einige Taxi- und Rickschafahrten. Doch wir schweifen ab, zurück ins indische Leben: Meine beiden letzten Tage im Moloch Kolkata verbrachte ich bei Dipti, einer Freundin von Karl, und ihrer Familie, die mir eine unglaubliche Hilfe waren, um die weitere Reise vorzubereiten Denn am 16.2 musste ich in der alten süd-indischen Hauptstadt Hampi sein, wo ich auch Karl treffen sollte. Punkt 6 am Morgen wurde also ein Bus voller Traveller auf der einzigen Strasse des Dorfes ausgeschüttet. Auch wenn diese eine Strasse heutzutage das Zemtrum des Dorfes Hampi darstellt, so erstrecken sich die alten Paläste und Tempel des Vijayanagar-Reiches auf 26 km² in einer archaisch, mondähnlichen Landschaft. Auch wenn viele Gebäude schon verfallen bzw. von Plünderern ausgeraubt wurden, erhält man einen ziemlich guten Eindruck darüber wie es hier einmal im größten Handelszentrum Indiens ausgesehen haben könnte, als hier noch bis zum 16. Jh. gehandelt und gearbeitet wurde. Unsere Unterkunft hätte an dieser Stellt nicht besser sein können. Auch wenn wir ein jedes mal 15 Rupien an die Fährmafia Hampi’s zahlen musste um zu unserer Unterkunft zu kommen, konnten wir dann unsere Hütte unter Palmen inmitten eines Reisfeldes genießen. Und von dieser histroischen Handelsstadt ging es sodann in eine der größten Partnerstädte Hampis: Old-Goa, eine Stadt, die zu ihrer Blütezeit fast ½ Millionen Einwohner hatte und damit größer als London oder Paris war. Heute ist davon leider nicht mehr viel zu sehen. Denn vom ehemaligen Handelspunkt am Indischen Ozean unter portugiesischer Führung, ist nur noch ein alter Triumphbogen mit einem Bildnis Vasco da Gamas geblieben. Beeindruckend sind jedoch die 5 Kirchen in der Stadt, die nach europäischen Vorbildern, von dem portugiesischen Besatzern bzw. den dadurch ansässigen katholischen Bruderschaften gebaut wurden. Allgemein lässt sich jedoch zu Goa sagen, dass es zwar sehr schön ist, jedoch sehr wenig mit dem restlichen Indien zu tun hat.
Karl in Hampi

Karl in Hampi

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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