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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Auf der anderen Seite des Toba Rivers

Die andere Seite des Toba River also, Luftlinie 50 m, doch mit dem Boot ist es nicht so wenig wie man denkt, da wir wieder gegen die schnelle Strömung des Toba Rivers ankämpfen müssen. Diesmal aber mit 8 Personen in einem Boot, ein kleiner Test für die Fahrt zurück ins Toba Inlet, die wir mit 10 Personen und Gepäck bewältigen müssen. Glücklicherweise ist das Wasser immer noch sehr hoch und wir haben nicht so viele Probleme den Fluss zu queren. Auf der anderen Seite des Flusses legen wir an einer sehr steilen Stelle an, an der hinter einem kleinen Pfad der Wildtiere der dichte Wald beginnt. Unser erstes Ziel ist ein kleines Moor auf der anderen Seite des Gebietes. Auf dem Weg dorthin halten wir ständig Ausschau nach einem geeigneten Stück für unsere Waldinventur. Am besten eignen sich dafür Waldgebiete die im besten Fall einen Durchschnitt der Arten und Anzahl des Waldes darstellen. Kurz bevor wir das Moor erreichen, finden wir es. Vollgepackt mit Sitka-Fichten, großen Ahorn- und Riesenlebensbäumen ist es für uns die 25 x 25 m Fläche, die dieses Waldgebiet am besten widerspiegelt. Also speichert David die Geokoordinaten ab und wir gehen weiter in Richtung Moor. Auf dem Weg dorthin macht uns natürlich unser alter Freund, der „Devils Club“ („Teufelskralle“) einige Probleme, eine Pflanze die eine Höhe von 3 m erreichen kann und dicke Stiele hat, die mit Dornen besetzt sind. Doch diese Tortur hat sich gelohnt, wir sind total glücklich, als wir das kleine Moor erreichen und feststellen, dass es absolut hält was es versprochen hat. So ausgeglichen und vielfältig muss ein Naturgebiet sein. Doch schon wenige 100 m dahinter können wir die Forststrasse sehen, auf der seit Jahren Bäume abtransportiert werden, die im Toba Valley gefällt werden. In diesem Moment wird uns bewusst wie nah die Bedrohung in diesem Tal ist. Auf dem Rückweg stoppen wir an einem gigantischen Ahornbaum, auf dessen Seitenast Kai und Charlotte noch ein Video über den „Lakritzfarn“ drehen, der besonders gut auf Ahornbäumen wächst, und dessen Wurzel etwas süßlich nach Lakritze schmeckt. Währenddessen haben auch wieder alle Moskitos des Waldes mitbekommen, dass wir zurück sind. Uns bleibt nichts anderes übrig als uns wieder in lange Sachen zu werfen und Mückenspray aufzulegen. Danach kommen wir wieder an unseren markierten Punkt, an dem wir dann die Waldinventur durchführen, heute an 2 25 x 25 m Stücken. Doch die haben es in sich, denn eine Western-Hemlock-Tanne besitzt so einen großen Durchmesser, dass unser deutsches Messband nicht mehr ausreicht und wir zweimal ansetzen müssen damit wir den Baum ganz messen können. Alle sind sich sicher, dieses Gebiet ist ein ganz besonderes, das es zu schützen gilt. Wir begeben uns auf den Rückweg und sind ganz froh, dass heute sogar das GPS-Gerät mitspielt und uns nur 30 m neben unser Boot leitet, bei diesem dichten Wald können wir ihm diese Ungenauigkeiten jedoch verzeihen.

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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