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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Auf ein Wiedersehen!

Auf ein Wiedersehen!

Es ist traurig, aber wahr: unsere letzten Tage in Deutschland neigen sich langsam dem Ende entgegen. Es macht mich ganz wehmütig, wenn ich daran denke, dass ich all den wundervollen Menschen, denen ich auf dieser Reise begegnet bin, bald „Auf Wiedersehen“ sagen muss. Aber dass es ein Wiedersehen geben wird, das weiß ich ganz sicher!

Um unsere Expedition nach Deutschland abzurunden, erleben wir gerade ein letztes Abenteuer in der Sächsischen Schweiz. Die Landschaft hier ist wundervoll und es ist jeden Morgen eine Freude aufzuwachen und aus dem Zelt zu kriechen. Man hört keinen Autolärm, keine Handyklingeltöne, keinen Fernseher. Nur Stille.
Diese friedliche Ruhe hier genieße ich jetzt besonders, nachdem wir mehr als zwei Wochen in überfüllten Städten inmitten von Lärm und Betriebsamkeit verbracht haben.
Am Freitag nach dem letzten Wildnislauf in Dresden sind wir hier angekommen, per S-Bahn, Bus und natürlich zu Fuß. Nach einer Stunde des Unterwegsseins waren wir dann endlich am Permahof, einem kleinen, süßen Bauernhof, wo man sich einfach mal zurücklehnen und entspannen kann.
Unser Plan war es, draußen zu zelten und einfach mal ein ruhiges Wochenende zu verbringen, was für uns alle eine willkommene Abwechslung darstellte. Manche von uns schliefen auch in einer riesigen, kreisrunden Jurte, andere machten den Sternenhimmel zu ihrem Zelt. Nach der ersten Nacht trieb mich jedoch die Kälte dann in den Van – so viel zum typischen Kandier, was?!

Am nächsten Morgen nach einer erholsamen und langen, jedoch eben auch kalten Nacht, verschlangen wir ein leckeres Frühstück, tranken kannenweise Kaffee, packten unsere Rucksäcke und wanderten nach Hochstein, durch Landschaften, welche definitiv zu den schönsten gehören, die ich jemals gesehen habe.
Dieses Erlebnis erinnerte mich einmal mehr daran, wie wichtig die Arbeit von Wilderness International ist – wie wichtig es ist, unsere Natur zu bewahren. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es irgendwann nicht mehr möglich sein soll, durch Wälder zu laufen und den Geräuschen der Natur zu lauschen. Auf unserer ganzen Reise ist dies das erste Mal, dass wir von so viel Natur umgeben sind. Und gerade diese riesigen Sandsteinberge und höhlen zu sehen, war gigantisch, denn so etwas gibt es auf Vancouver Island einfach nicht.
Wegen meiner Fotografier-Sucht steht meine arme Kamera leider schon kurz vor dem Ableben. Ich muss an diesem Tag 100 oder mehr Bilder gemacht haben!

Heute ist Sonntag und damit der letzte Tag für uns in der Sächsischen Schweiz, ich bin gleichzeitig furchtbar aufgeregt und furchtbar traurig während unserer Farewell-Party mit allen Schülern, Wilderness International-Mitarbeitern und Gastfamilien. Diese ganze Woche war voller Lachen und Freude, wunderbaren Erinnerungen, Lagerfeuergeschichten und Tonnen von Stockbrot! Danke an alle, die dieses Wochenende so schön gemacht haben!
Ich wünschte, dies wäre nicht mein letzter Abend in Deutschland… Eigentlich habe ich keine Lust einzuschlafen, denn ich weiß, wenn ich wieder aufwache, beginnt unsere Rückreise nach Kanada…

Vancouver Island, ich komme!

Alyssa

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