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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Der weite Weg ins Toba Valley

Es ist 4:00 Uhr und irgendwie beginnt hier die Reise in die Ferne und Weite der kanadischen Wildnis. In 4 Taschen, 1 Tonne und 1 Sack haben wir alle wichtigen Expeditionshabseligkeiten verpackt. Zum Team gehören dieses Jahr Kai Andersch, Hans Dierstein (beide Vorstand von WI), Jürgen Thiele (Mit-Stiftungsgründer), Niklas Drude (Filmer) und Florian Reza (Umweltbotschafter). Die Fahrt und der Flug verlaufen wie geplant, so dass wir nach 15 Reisestunden in Vancouver landen und uns auf die Fähre nach Nanaimo begeben, wo uns David (Director WI Canada) empfängt und wir am Abend sehr schnell und müde ins Bett fallen. Denn der nächste Tag wird es in sich haben … 5:30 Uhr. Schon wieder klingelt der Wecker in der Frühe; 2 Taschen werden auf unserem Auto festgeschnallt und der Rest so gut wie möglich im Auto verstaut, denn bevor wir in Campbell River auf das Zodiac („Schlauchschnellboot“) steigen, um ins Toba Valley zu fahren, sind noch einige Sachen zu erledigen. Nahrungsmittel und restliches Inventurequipment wird eingekauft, bevor wir alle Sachen auf das Zodiac verladen. Am Steg treffen wir auch unsere 2 letzten Expeditionsteilnehmer: Charlotte, die in Vancouver „Natural Resource Conservation“ studiert und Gudrun Pflüger (Wolfsexpertin, ihre Dokumentation für das ZDF könnt ihr euch hier anschauen), die unser Team komplettieren. Doch schon nach wenigen Minuten fällt uns auf, dass das Zodiac möglicherweise etwas schwer beladen ist mit uns und unserem Gepäck. Josh, unser Skipper, ein niederländischer Zahnarzt, der sich vor einigen Jahren dazu entschlossen hat sein Glück im kanadischen Tourismus zu versuchen, meldet ebenfalls Bedenken an, dass es etwas schwerer werden könnte, als gedacht. Gedacht, getan, wir haben unsere Probleme auf der Seestrasse zwischen Vancouver Island und dem kanadischen Festland. Josh entschließt sich ein 2. Boot zu holen, um uns und unser Gepäck getrennt zu transportieren. Im Knight Inlet, der Meerenge auf dem Weg ins Toba Valley, fallen uns erste größere Kahlschläge und Forstaktivitäten auf. Wir werden außerdem Zeuge einer Hubschrauberfällung in der Nähe des Meeres. Am Toba River angekommen, überrascht uns das nächste Problem: Das Zodiac kann den flachen Fluss nicht hinauf fahren. Für uns gibt es nur eine Möglichkeit: Alle Sachen ausladen und mit unserem kleinen Begleitboot, den Fluss 12 km aufwärts in das Naturschutzgebiet von Wilderness International zu fahren. Da aber nicht alle Sachen und Personen gleichzeitig in das Boot passen, müssen wir in 2 Touren den Fluss hinauf. Alles kein Problem, doch da es schon spät am Tag ist, würden wir es nicht mehr weit schaffen und wir entscheiden uns dazu, nach 3 km auf einer Sandbank zu campen. Wie wir es am nächsten Tag zum Land der Grizzlys schaffen, und ob wir dabei Grizzlys begegnen, lest ihr morgen auf dem Wildblog.

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre