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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Die Welt der Palmölkonzerne

Sobald man eine Creme in der Hand hält oder ein Margarine öffnet, hat man ziemlich sicher ein Produkt aus dem rötlichen Öl der Ölpalme in der Hand. Für Kosmetik und Nahrungsmittel gilt der Rohstoff als Grundlage. Die Masse der verbrauchten Palmöle und Palmfette beläuft sich jährlich auf rund 39 Mio. Tonnen. Man könnte jetzt meinen dass es doch wunderbar ist, dass man einen nachwachsenden Rohstoff für viele unsere alltäglichen Bedürfnisse gefunden hat, doch so einfach ist es nicht. Nachwachsend ja, nachhaltig nein! Denn die größten und ertragreichsten Gebiete für Ölpalmen liegen in den tropischen Regionen unserer Erde und treten in direkte Konkurrenz mit den tropischen Regenwaldgebieten. So auch in Kamerun, wo sich eine New Yorker Firma ihre 70.000 Hektar große Ölpalmenmonokultur als nachhaltiges Projekt zertifizieren lassen wollte. Für solch eine Zertifizierung ist der „Roundtable of Sustainable Palm Oil“, kurz „RSPO“, zuständig. In dieses Gremien hatte es die „Heracles Group“ schon mit einer lokalen Tochterfirma geschafft, doch nach großen Protesten von Einheimischen, Umweltschützern und Wissenschaftlern stieg die Tochterfirma „SG Sustainable Oils Cameroon Limited” (SG-SOC) aus der “RSPO” aus. Doch das ist nicht das glückliche Ende des Liedes, denn nun wird befürchtet, dass die bestehende Monokultur noch radikaler ausgebaut wird, da man nicht mehr auf Umweltstandards und Vorschriften achten muss. Das dies passieren wird ist recht wahrscheinlich, denn schon jetzt setzt sich die “Heracles Group” mit ihren Anbaumethoden über geltendes Recht in Kamerun und bedroht somit seltene Tierarten im nahegelegenen Korup-Nationalpark. Diese und ähnliche Anbaumethoden werden auch in anderen Palmöl-Anbauländern wie Indonesien oder Malaysia genutzt um einen möglichst hohen Profit aus den meist armen Ländern zu schlagen. So sollte man sich vielleicht zweimal überlegen, welche Creme man kauft oder ob man zum klassischen Benzin auch noch eine Ladung Palmöl in Form von E10 zugeben will. Denn am Ende kann jeder seinen kleinen Beitrag zur Reduzierung der 39 Mio. Tonnen geben. Quelle: http://www.zeit.de/wissen/umwelt/2012-09/palmoel-kamerun/seite-2 Foto: Wikipedia „Palmöl“

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre