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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Kanada – Die Reise hat begonnen

Seit einer Woche bin ich nun in Kanada und wenn ich nicht ab und zu aufschreiben würde, was ich so gemacht habe, hätte ich die Hälfte wahrscheinlich schon wieder vergessen. Es ist unglaublich hier, anders, faszinierend, atemberaubend. Nachdem ich in Vancouver am 8.8.2012 gelandet bin (der Blick aus dem Flieger über Grönland war gigantisch!!!), verbrachte ich die ersten zwei Tage im Hostel. Man lernt nette und weniger nette Leute kennen, mit einer Gruppe Deutschen bin ich etwas durch die Stadt gelaufen, sonst hat mich besonders die Freundlichkeit der Kanadier jeden Tag aufs Neue erstaunt.Einem wird das schwere Gepäck getragen, die Tür offen gehalten, Tipps gegeben, ein Bahnbeamter rät einem zum schwarz fahren („If they ask you, act as if you have completely no idea what they are talking about…“) und überall hört man: WELCOME TO CANADA. Und wenn man sich beim aus dem Bus aussteigen nicht beim Fahrer bedankt, ist dieser fast beleidigt. Da können wir Deutschen uns ordentlich was von abgucken. Zwei Tage später holten Jan und ich dann Tobias (kaum Jetlag – da hatte die Nachtschicht auch mal was gutes. ;) ) vom Flughafen ab. Die ganzen folgenden Tage haben wir in Burnaby, einem Stadtteil von Vancouver gelebt. Vancouver ist so riesig, wenn man mal nicht nur Downtown betrachtet. Hier ist man trotz wahnsinnig schneller Skytrain Stunden unterwegs, um von einem Ende der Stadt ins andere Ende zu kommen. Aber nun zum Couchsurfer. Der ist nämlich wirklich der Rede wert. Mitte 40, jeden Tag Weighttraining im Fitnessraum des Hochhauses (wir wohnen zum Glück nur im neunten von 24 Stockwerken), Lieblingshobby Angeln, Hassessen Fisch. Klingt komisch? Oh ja! Aber wir können hier in einem eigenen Zimmer wohnen und alles nutzen, total genial. Neben vielen Stadterkundungen (die einzelnen Stadtviertel hier sind so unterschiedlich, ich habe jetzt schon einen Narren an dem Künstlerviertel Granville Island gefressen) haben wir in dieser ersten Woche viel mit Tobias alten Schulfreunden gemacht, sei es Homeparty, Sushi essen oder wie heute, in einem eiskalten Gebirgsfluss am Rand von Vancouver baden bzw. von den Klippen springen. Die Landschaft ist umwerfend hier und steht so krass im Gegensatz zu der mit Hochhäusern vollgepackten Innenstadt in der auch echt viele Bettler leben. Mit ein paar anderen Deutschen, die auch über das Work &Travel Programm hier sind, waren wir (auch noch im Gebiet von Vancouver) Kayak fahren, wobei mir zum ersten Mal richtig bewusst wurde, wo ich gerade bin und was ich tue. Und auch wenn ich viel vermisse, hier zu sein ist wunderbar. Auch auffallend neben der unglaublichen Höflichkeit der Kanadier ist der permanente Weedgeruch. Unglaublich, egal ob man sich in der tiefsten Innenstadt, im Supermarkt, im Stanleypark, bei den Openairfilmnächten oder in der Tiefgarage seines Wohnhauses befindet, immer und überall riecht es nach Gras. Ob das mit der Freundlichkeit der Leute in Verbindung steht, konnte ich aber noch nicht rauskriegen. ;-) Noch was: (tut mir leid, dass das hier alles so unsortiert ist, mir fällt nur immer noch was ein, was ich erzählen will…) Kanada ist mega teuer. Das Wasser aus dem Leitungshahn schmeckt widerlich, kauft man welches, wird man arm. Kein Wunder, dass die Stadt in den Randgebieten immer größer wird, im Zentrum zu leben, kann man sich nicht leisten. Die erste Woche ist rum und auch wenn ich schon so viel gesehen und mir die Füße wund gelaufen habe, werd ich das Gefühl nicht los, die Stadt noch gar nicht zu kennen. Die Möglichkeiten allein in Vancouver sind zu vielzählig, um sie in einem halben Jahr überhaupt schaffen zu können. Aber morgen geht’s jetzt erstmal on the road, mit dem Auto, was Tobias und ich heute von österreichischen Backpackern übernommen haben. Die Kiste ist super, hoffentlich fährt sie auch die nächsten Wochen so gut. :) Ich lasse von mir hören und mich hoffentlich nicht vom Bären fressen. ;-)

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre