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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Koksilah – Rückblick 2

Staubiger Waldboden, eiskaltes Wasser, penetrente Gnitzen und Mücken, das anstrengende Sitzen auf unbequemen Flussbett-Steinen, zu kühle Nächte, um mal kräftigen Mottenanflug am Licht zu haben… ich könnte eine ganze Reihe an Dingen aufzählen, die uns das Leben und Forschen der vergangenen zwei Wochen am Koksilah River schwer gemacht haben. Aber nun, da ich in unserem kurzen Zivilisations-Intermezzo die Eindrücke der erlebten Tage ein wenig verarbeiten konnte, bleiben die wundervollen Naturerfahrungen, die Stille und die herrlichen Erlebnisse im Gedächtnis! Und die machen viel Vorfreude auf die kommende zweite Etappe, die uns nun bevorsteht. Porcher Island liegt zwar gute 800 km nördlich von uns, und die Wetterprognosen prophezeien regnerische Tage, aber das tut der Aufregung keinen Abbruch. Ich bin regelrecht fiebrig, wieder in die Wildnis zu kommen, um die dortigen Motten und Schmetterlinge zu erforschen. Wenn es die Zeit zulässt, möchte ich mir aber auch andere Insekten, Küstenbewohner wie Wale, Seevögel, Krabben und Seesterne sowie die Farne und Schachtelhalme der Insel möglichst genau ansehen. Die Schmetterlings- und Mottenfauna von Porcher Island wird sich sicherlich etwas anders präsentieren – ich bin schon sehr auf unsere erste Fangnacht gespannt. Doch erst müssen wir die Vollmond-Zeit hinter uns bringen, in der im Prinzip keine Motten an unser Kunstlicht geflogen kommen. Morgen also geht es mit dem Auto von Duncan aus in Richtung Norden nach Port Hardy, wo wir übermorgen die 15-stündige Fährfahrt nach Prince Rupert antreten werden. Und tags darauf bringt uns ein Wasserflugzeug in die Wildnis Porcher Islands… Herzliche Grüße Euer Richard

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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    Jahre