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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Machtlosigkeit – Tag 9

Machtlosigkeit. Das ist ein Wort, das erstmal nichts Gutes verheißt, hier in Kanada wie auch in Deutschland. Genauso fühlen wir uns gerade, machtlos, machtlos gegenüber den Wassermassen, die vom Gletscher in den Bergen abtauend den Kleinen Toba Fluss herabströmen, ihn anschwellen lassen und sich Stück für Stück unserem Lager nähern. Sofort breitet sich Hektik aus, die Zelte werden versetzt, das Boot an Land gezogen, Dämme aufgeschüttet und Sorge und auch Frust breiten sich aus. Aber außer so unsere “eigene Haut zu retten” können wir nichts gegen Flut und Regen tun. Doch diese scheinbar so unschöne Situation birgt hier in der Wildnis auch eine schöne und wichtige Botschaft. Nämlich, dass es auf dieser Welt noch Orte gibt, an denen wir Menschen noch von den Kräften der Natur überrascht und überwältigt werden können. Ohne diese Prozesse durch unverhältnismäßige Gegenmaßnahmen zu unterbinden und sie so letztendlich zu zerstören. Das Kräfteverhältnis von Mensch und Natur wie wir es zu Hause kennen ist hier im Tobatal umgekehrt, und uns bleibt nur: zu hoffen, dass das Wasser nicht nachts in die Zelte eindringt. Glücklicherweise hat das Expeditionsteam Erfahrungen mit dem Fluss hier im Tobatal, die Zelte sind in sicherer Entfernung, und so sind wir zuversichtlich. Diesen Blog habe ich gerade neben der Flut im strömenden Regen geschrieben, unter einem Tarp, das die anderen Stipendiaten und ein paar Betreuer halten – Danke an alle ! – Raphael

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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