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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Nach der Flut – Tag 10

Der Morgen scheint friedlich: die Vögel zwitschern, neben uns rauscht der Toba und nicht ein Regentropfen ist mehr auf dem Weg zum Boden. Allerdings liegt eine große Spannung in der Luft: wie weit noch hat der kleine Toba die Sandbank mit unserem Lager überspült? Erleichtert stellen wir fest: unsere Feuerstelle hat knapp überlebt, ein Teil des Sitzkreises auch und über den Vormittag sinkt der Flussspiegel. Damit sind die Motivation, Freude und der Tatendrang wieder da, sodass wir am Nachmittag den Wald erkunden. Dabei untersuche ich miteinander verwachsene Bäume: wie verschlungen und beinahe tanzend sie beieinander stehen beeindruckt mich. Zudem entdecke ich auf dem Stamm einer Sitkafichte vier Hemlocktannen, die neues Leben auf das tote Holz bringen. Am Abend wird es mystisch: In mehreren Schichten ziehen Nebelschwaden über dem Toba auf, und die zahlreichen Insekten müssen sich vor den hungrigen Fledermäusen in Acht nehmen. Müde und glücklich krabbeln wir schließlich in unsere Zelte.
– Anna

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