Blog
In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Neue Plots

Hey ihr da draußen,
wir hatten heute eine ziemlich furchtbare Nacht, da unser Moskitonetz kaputt ist und die Mücken an uns ein ordentliches Festmahl hatten. Eigentlich hatten wir uns ja vorgenommen, früh am Morgen aufzustehen, aber die Müdigkeit gewinnt und wir tröpfeln alle nacheinander aus dem Zelt zum Frühstück, das aus Wraps und Nutella besteht. Während Julius und Henri eine Slackline über den Fluss bis zum anderen Ufer spannen und gegen die Strömung kämpfen, finde ich eine Garter Snake, mit der ich noch einige Fotos und einen kurzen Clip mache. Antonia, die heute ihren zweiten Natural Food Day bestreitet, fängt einen 55cm großen Saibling und auch das wird sofort filmerisch und fotografisch dokumentiert. Wir warten noch einen kurzen Schauer ab, den ich in meinem Schlafsack verbringe, dann starten wir die Flussüberquerung. Die Strömung ist wirklich stark und an der zweiten tieferen Stelle reißt es mir die Beine weg. Ich kann mich an der Slackline festhalten, doch bekomme meine Beine nicht mehr auf den Grund. Henri, der hinter mir läuft, hievt mich zum Glück wieder nach oben und ich kann meinen Weg fortsetzen. Als alle angekommen sind, wechseln wir die nassen Sachen gegen trockene, die wir in einem Dry Sack mitgebracht haben und verabschieden uns mit Schreien und Winken von Brigitte und Ronny, die im Camp zurückbleiben. Wir laufen eine viertel Stunde im Wald durchs Gestrüpp, dann finden wir zwei geeignete Spots zur Pflanzenaufnahme und Baumvermessung, den wir mit Absperrbändern abstecken. Während die anderen in Teams die Bäume vermessen, bestimme ich mit Clara und Antonia, die mittlerweile jeden Farn auswendig bestimmen kann, alle Pflanzen, die wir finden können. Es gibt Müsliriegel, dann brechen wir auf zurück zum Camp. Der Rückweg geht viel leichter, doch Pia hat hart zu kämpfen, denn sie muss als letzte Läuferin das Seil im Fluss einholen und mitbringen. Die Sonne bescheint das Tal und endlich können wir unsere Sachen trocknen und uns aufwärmen. Obwohl ich es auch mit den Nebelschwaden sehr schön und mystisch fand, finde ich den Ausblick ohne Wolken auf die Gletscher und die riesigen bewaldeten Berge einfach gigantisch. Wegen des tollen Wetters schießen wir Stipis mit Ronny ein paar Gruppen- und Erinnerungsfotos und drehen noch ein paar Testimonials. Dann laufe ich eine Runde über die Sandbank und beobachte ein paar kleine Fische in einem kleinen, vom Eisen rot gefärbten Gewässer. Wenn man sich Zeit nimmt, entdeckt man hier so viel, fühlt weiche Moose und Sand unter den Füßen, hört Vögel und das entfernte Flussrauschen mit dem weiß strahlenden Gletscher im Hintergrund. Langsam gehe ich zurück zu den anderen, wo ich als Tonfrau für Julius‘ Testimonial gebraucht werde. Dann gibt es Abendbrot, bestehend aus Eiern, Bacon und Resten von vorigen Essen. Mit Julius unterhalte ich mich darüber, wie viel wir gesehen und gelernt haben und dass wir in der Zeit hier ein viel größeres Bewusstsein für unsere Umwelt entwickelt haben. Weil in unserem Zelt so viele Mücken und Motten herumschwirren und es der letzte Tag hier oben ist, übernachten wir draußen. Mit den Sternen über uns schlafen wir dann ein.
Lasst es euch gut gehen,
eure Emilia Der Tobafluss im AbendlichtStipendiaten in der Sonne

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

  • Empfehlungen






















    Jahre