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In der Wildnis liegt die Erhaltung der Welt.
Henry David Thoreau

Von einem Zelt-Segel und Baumbabies

Ich sitze auf dem Balkon unserer Unterkunft in der Lodge, blicke über den großen See in das weite, von schneebedeckten Bergen gesäumte Tal des Elk-Rivers und schreibe. Heute Morgen sind wir in eben diesem Tal aufgewacht, haben nach dem Frühstück aber unsere Zelte abgebaut und die Sandbank verlassen auf der wir die letzten vier Tage verbracht haben. Bevor wir gehen, machen wir noch ein „no trace cleaning“ um möglichst wenig Spuren zu hinterlassen. Bis wir den See erreichen, müssen wir mehrmals aussteigen, um unser vollbeladenes Kanu durch das niedrige Wasser zu ziehen. Wir haben starken Rückenwind und irgendjemand kommt auf die Idee, ein Zelt an zwei Paddeln festzumachen und als Segel zu benutzen, sodass wir fast gar nichts mehr machen müssen. Als wir ankommen, essen wir erst einmal Bagles. Wir hatten die letzten vier Tage zwar nur eine dünne Isomatte und eine recht provisorische Toilette, aber das Essen war immer exzellent! Nach einer kurzen Pause packen wir unsere Sachen zusammen und gehen ein Stück durch den Wald hinter der Lodge, um einen Kahlschlag zu untersuchen. Es ist der erste Kahlschlag, den ich aus der Nähe sehe und obwohl dieser hier nicht sehr groß ist, sieht das karge Stück Land sehr erschreckend aus. Nachdem uns Brigitte daran erinnert, immer bewusst etwas aus der Natur zu nehmen und dankbar dafür zu sein, untersuchen wir die Fläche. Ich habe Glück: Boden gibt es überall. Die Gruppe, die Bäume vermisst, hat bei den drei 2m großen Baumbabys nicht so viel Erfolg. Auf dem Rückweg zeigen uns Valerie und Savannah noch ein Moor, was durch einen Biberdamm entstanden ist und wir kosten etwas Moosmatsch. Da das unser vorletzter Tag hier ist und unser Trip in die Wildnis jetzt vorbei ist, verabschieden wir uns nach dem Essen von Valerie und Savannah. Beide bekommen ein Umweltbotschafter T-Shirt, auf das wir unsere Namen und die legendären Sätze „Alles in Butter“,“Wie geht es Dir“ und „Gönn Dir Schlaf“ schreiben. Die Sätze haben wir den Beiden während der Reise beigebracht und es ist lustig zu hören, wie sie im kanadischen Akzent klingen. Hier wird es jetzt dunkel und mir ist langsam kalt. Ich freue mich schon auf mein Bett bevor es dann übermorgen losgeht: Ins Toba Valley. Julius

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  • Hannes Holdermann sagt:

    asf

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